Altöttinger Liebfrauenbote

Beim "Shrines of Europe"-Treffen in Fatima wurde Bethlehem in die Kooperative aufgenommen

Jetzt sind es acht Partner

Es hatte sich angedeutet: Als bei der Arbeitstagung der "Shrines of Europe" im Oktober vergangenen Jahres in Mariazell die Aufnahme Bethlehems erstmals Thema war, wurde die Bewerbung bereits positiv bewertet. Nicht anders war es, als die mögliche Erweiterung um die im Westjordanland gelegene Stadt Ende Januar bei einem Treffen der Shrines-Verantwortlichen in Altötting erneut auf der Tagesordnung stand. Jetzt ist die Aufnahme Bethlehems fix. Die Entscheidung fiel Anfang März beim Haupttreffen in der portugiesischen Partnerstadt Fatima.

Freude über die Aufnahme: Nachdem Bürgermeister Anton Salman (M.) die Präsentation zur Bewerbung vorgestellt hatte, wurde Bethlehem in die "Shrines of Europe" aufgenommen. Dazu gratulierten unter anderem Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer (l.) und Luis Miguel Albuquerque, Präsident von Ourém/Fatima (r.).
Freude über die Aufnahme: Nachdem Bürgermeister Anton Salman (M.) die Präsentation zur Bewerbung vorgestellt hatte, wurde Bethlehem in die "Shrines of Europe" aufgenommen. Dazu gratulierten unter anderem Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer (l.) und Luis Miguel Albuquerque, Präsident von Ourém/Fatima (r.).

Dem Beschluss vorausgegangen war eine ausführliche Präsentation Bethlehems durch Bürgermeister Anton Salman. Diese sei bei den Partnern bestens angekommen, wie Bürgermeister Herbert Hofauer sagte. Man sei einvernehmlich zu der Auffassung gelangt, dass Bethlehem sehr gut dazu passe.

Welchen Status der Geburtsort Jesu innerhalb des Zusammenschlusses haben wird, das ist allerdings noch nicht letztgültig entschieden: In einer festen Fassung verankert ist die Organisationsform der "Shrines of Europe" noch immer nicht. Das soll sich jedoch auf absehbare Zeit ändern. Die Kooperationsvereinbarung, die unter Regie der portugiesischen Universität Aveiro ausgearbeitet wird, war das zweite zentrale Thema der Arbeitstagung. Man sei zwar einen Schritt weiter, die Endfassung liege aber noch nicht vor, so Hofauer. Diese werde in den kommenden zwei, drei Monaten noch verfeinert, beim Treffen im September in Loreto soll sie dann unterschriftsreif sein. Einiges spreche dafür, dass Bethlehem dann ein Sonderstatus eingeräumt werde. Denn den Vorgaben, wonach den "Shrines of Europe" die größten Marienwallfahrtsorte eines Landes angehören, erfüllt Bethlehem nicht. Weder ist es ein Marienwallfahrtsort, noch liegt es in Europa.

Mit welchem Status auch immer: Bethlehem ist nun das achte Mitglied des 1996 gebildeten Zusammenschlusses nach den fünf Gründungsmitgliedern Altötting, Loreto (Italien), Lourdes (Frankreich), Fatima (Portugal) und Tschenstochau (Polen) sowie den 2004 bzw. 2017 aufgenommenen Partnern Mariazell (Österreich) und Einsiedeln (Schweiz).

Hintergrund des Statuts ist der Versuch, an einem von der EU geförderten Programm namens "Kulturweg" teilzunehmen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass die Shrines eine feste Rechtsform haben, wie sie nun mit der Kooperationsvereinbarung fixiert werden soll. An dem "Kulturweg" beteiligt sein könnten, so Hofauer, nach bisherigem Wissensstand nur die in Europa liegenden Partner, nicht aber Bethlehem.

Text: Stephan Hölzlwimmer, Foto: red

 

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