Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Weit über 20.000 Fußwallfahrer haben am Pfingst-Wochenende Altötting erreicht, darunter sehr große Gruppen mit mehreren tausend Teilnehmern wie aus Regensburg und München. Darüber hinaus kamen sehr viele kleinere und mittelgroße Gruppen – hier eine kleine Auswahl:

Pilgerfamilie – Wallfahrt aus Eichendorf

Mit der Ankunft der 138 Fußpilger aus Eichendorf wurde am frühen Samstagmorgen, 8. Juni, der "Sturm der Pfingstwallfahrten" zum Gnadenort eingeläutet. Kapuzinerpater Br. Georg Greimel dankte nach der Einbegleitung zur Gnadenkapelle mit einem herzlichen Vergelt's Gott "für Euer großes Glaubenszeichen". Sie seien "Teil der großen Pilgerfamilie", die in den pfingstlichen Tagen nach Altötting ströme. Pilgerleiter Franz Bichler zeigte sich über das Wetter und den Ablauf mehr als zufrieden und schmunzelte über die bestens organisierte Gesundheitsvorsorge: "Wir haben fast mehr Sanitäter dabei wie Pilger!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Alle Hände voll zu tun – Riedenburger Fußwallfahrt

Die diesjährige Riedenburger Fußwallfahrt mit Pilgerleiter Hans Schlagbauer nach Altötting stand unter einem besonderen Segen: Primiziant Korbinian Müller – am 11. Mai im Eichstätter Dom zum Priester geweiht – war mit dabei und spendete den 650 Wallfahrern nach Wunsch den Einzelprimizsegen. Unter Glockengeläut und den Klängen der Altöttinger Musikkapelle Altötting geleitete am Pfingstsamstag, 8. Juni, Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl die Riedenburger über den Kapellplatz zur Gnadenkapelle. Dabei zollte er seinen großen Respekt für die sportliche Leistung der Pilger, die zum Teil bis an ihre körperlichen Grenzen gingen. Aber in einer Pilgergemeinschaft helfe man sich gegenseitig, stellte er fest und fügte hinzu: Vor allem aber seien die Wallfahrer "als Zeugen für den Glauben" unterwegs. "Die Welt braucht ein neues Pfingsten, eine neue Begeisterung für Christus und seine Botschaft", appellierte Mandl und entließ die Riedenburger zum Pilgergottesdienst in die St. Anna-Basilika mit Pfarrer Werner Sulzer. Dort erfolgte auch die Jubilarsehrung. In Weltenburg hatten die Pilger als Symbol für ihre persönlichen Anliegen Steine aufgesammelt, die sie beim Gottesdienst gegen gläserne, leuchtende Steine austauschen konnten, um mit "pfingstlichem Licht im Herzen" den Heimweg anzutreten.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Mit Christus unterwegs – Fußwallfahrer aus Erding

116 Fußwallfahrer aus Erding unter Leitung von Maria Scharlach sind am 8. Juni in Altötting angekommen. "Die Gnadenkapelle haben wir umrundet, um beim 'Ministranten der Muttergottes', dem hl. Bruder Konrad, anzukommen", sagte Kapuzinerpater Siegbert Mayer, der die Erdinger zur St. Konradkirche einbegleitet hatte. Auch der hl. Bruder Konrad sei mit Christus unterwegs gewesen. "Gott wird helfen", sicherte dieser zu. Voraussetzung sei das innige Gebet vor dem Kreuz sowie der regelmäßige Empfang der hl. Kommunion als Wegzehrung auf dem Lebensweg. Die Erdinger waren zu Fuß von Walpertskirchen bis Dorfen, bis Tüssling mit dem Bus und schließlich wieder zu Fuß gepilgert. Mit Prälat Josef Mundigl feierten sie Gottesdienst.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Tiefe Erfahrung – Wallfahrt des Pilgervereins Otzing/Michaelsbuch

Als "eine tiefe Erfahrung des Glaubens" würdigte Kapuzinerpater Norbert Schlenker die Wallfahrt des Pilgervereins Otzing/Michaelsbuch (im niederbayerischen Landkreis Deggendorf), als er die Fußpilger am 8. Juni im Kongregationssaal begrüßte. Hier entzündeten sie auch ihre mitgebrachte Pilgerkerze. Zuvor waren die rund 70 Wallfahrer – musikalisch unterstützt von der eigenen Blaskapelle – über den Kapellplatz eingezogen. Zwei Tage lang waren sie unterwegs gewesen – zuerst ging es vom Landauer Berg nach Mitterskirchen und am Pfingstsamstag schließlich nach Altötting. Mit Pfr. Günter Müller feierten die Pilger schließlich eine hl. Messe im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Michael Glaß

Die Muttergottes hilft – Fußwallfahrer aus Ismaning

Mit einer Box der Anliegen der Mitglieder der Pfarrei St. Johann Baptist waren die rund 200 Fußwallfahrer aus Ismaning am 8. Juni zum Gnadenort marschiert. Kapuzinerpater Br. Georg Greimel, der sie vorbei an der Gnadenkapelle in die St. Magdalenakirche einbegleitet hatte, verwies auf das diesjährige Wallfahrtsmotto "Heilen, was verwundet ist" und stellte fest: "In Altötting sagen wir: 'Die Muttergottes erscheint nicht, sondern sie hilft!'" Die Ismaninger waren zuvor zu Fuß nach Markt Schwaben, dann mit dem Bus bis Heiligenstatt, und schließlich die restlichen sieben Kilometer wieder zu Fuß nach Altötting gepilgert. Nach der Begrüßung nahmen sie an der Pilgermesse mit der Regensburger Fußwallfahrt teil, nachmittags feierten sie eine Andacht in der Institutskirche CJ und abends waren sie bei der feierlichen Lichterprozession dabei. Am nächsten Morgen, am Pfingstsonntag, feierten sie eine hl. Messe in St. Konrad.

Text und Fotos: Michael Glaß

Am Gnadenbild vorbei – Wallfahrer aus dem Pfarrverband Moosinning

Noch kurz vor dem Einzug der Pilger aus Regensburg kamen am 8. Juni die rund 200 Wallfahrer aus dem Pfarrverband Moosinning mit den Pfarreien St. Emmeram-Moosinning, St. Joseph-Eichenried und Mariä Himmelfahrt-Eicherloh in Altötting an und hatten so Gelegenheit, an der extra für die Regensburger vor der Hl. Kapelle aufgestellte Replik des Gnadenbildes vorbei zu marschieren. Kapuzinerbruder Ernst-Konrad Mackenbrock begleitete sie zur Begrüßung in die St. Magdalenakirche. Die Pilger waren in der Nacht zu Fuß von Eichenried nach Hörlkofen marschiert, mit dem Zug nach Tüßling gefahren und dann wieder zu Fuß bis ans Ziel gegangen. Mit den beiden Diakonen Dieter Spöttl und Benno Saruba feierten sie eine Andacht und beteten den Rosenkranz im Kongregationssaal. Gemeinsam mit den Regensburgern und anderen Gruppen nahmen sie an der Vorabendmesse in der Basilika und der Lichterprozession teil, am nächsten Tag in der Früh besuchten sie eine hl. Messe in der Stiftskirche und eine Andacht in der Basilika.

Text und Fotos: Michael Glaß

Nahtloser Übergang – Wallfahrer aus Metten

Während der kurzen Statio der Fußpilger aus Hallbergmoos-Goldach erreichten auch die Wallfahrer aus Metten am 8. Juni ihr Ziel; allen voran Pilgerleiter Sepp Eidenschink, Standartenträger Josef Heigl und Vortragskreuzträger Siegfried Fellinger. So mussten sie ein wenig warten, um knieend am Eingang zur Gnadenkapelle ihr Pilgergebet vorzutragen. Aber auch dazu hatten sie nicht lange Zeit, denn die "Stürmerin" (die größte Kirchenglocke der Stiftspfarrkirche) kündete bereits die Ankunft der großen Regensburger Fußwallfahrt an.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

"Chefsache" – Wallfahrt aus Deggendorf

Als gebürtiger Osterhofener war es für Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl "Chefsache", die 650 Fußpilger aus Deggendorf am 8. Juni persönlich in Empfang zu nehmen und in die Stiftspfarrkirche einzubegleiten. Zum 388. Mal hatten sich die Deggendorfer auf den Weg nach Altötting gemacht. "Jahrzehnte und Jahrhunderte habt ihr durchgehalten – eine unglaubliche Leistung", dankte Mandl und erklärte: Pfingsten könne man als "Geburtsstunde der Kirche" bezeichnen und "ihr seid Vorboten dieses neuen Pfingsten – je mehr ihr betet umso mehr macht sich das Wirken des Heiligen Geistes bemerkbar". Mit Pilgerleiter Manfred Bachmeier und dessen Stellvertreter Florian Stallinger überreichte Mandl Urkunden an die Pilgerjubilare. "Pilgern heißt unterwegs sein, Herausgehoben-Sein aus dem täglichen Lebensalltag – Gott sei Dank sind wir gesund rübergekommen", erklärte Bachmeier und bedankte sich bei allen, die "zum guten und disziplinierten Gelingen" beigetragen haben. Beim anschließenden Pilgergottesdienst, musikalisch gestaltet von den Kohlhof-Musikanten, empfahl der Hauptzelebrant und Prediger Pfarrer Franz Pfeffer, Gottes Wirken und Handeln anzunehmen, auch wenn manches nicht immer nach unserem Willen geschehe.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Gangart des Lebens – Pilger aus Kirchberg im Wald

Nach dreitägiger Fußwallfahrt umrundeten am 8. Juni die Pilger aus Kirchberg im Wald unter Leitung von Ludwig Weber das Heiligtum Unserer Lieben Frau, um danach mit Kapuzinerpater Br. Georg Greimel zum Gottesdienst in den Kongregationssaal einzuziehen. Musikalisch "hereingespielt" wurden sie von einer Kirchberger Bläsergruppe. Auf dem Weg zum Ziel komme es auf die Gangart des Lebens an, erklärte Br. Georg. Wer auf Jesus vertraue, der gehe am sichersten. "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben", zitierte er das Evangelium. Br. Georg würdigte Wallfahrten als Möglichkeit sowohl der Selbst- als auch als Gotteserfahrung und rief zum regelmäßigen Gebet auf.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

50. Fußwallfahrt – Pilger aus Lalling

Für seine 50. Fußwallfahrt wurde heuer der Lallinger Pilgerleiter Peter Weinmann (4. Bild, r.) durch Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl mit einer Urkunde ausgezeichnet. Von Mandl gebührend gelobt für seine Treue zum Gnadenort und zur Gottesmutter Maria wurde Peter Weinmann am 8. Juni gleich nach dem Einzug der Lallinger Fußpilger in die St. Magdalenakirche. Bereits ein halbes Jahrhundert pilgert Weinmann zu Unserer Lieben Frau, seit über 30 Jahren ist er der Leiter der Pilgergemeinschaft. Neben Mandl dankte auch der Jubilar den Teilnehmern und vor allem auch den vielen Helfern und Quartiergebern. Weinmann plante bereits für das kommende Jahr: "Pfingstfreitag geht's traditionell los und dann sind wir wieder eine Familie!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Gute Begegnungen – Wallfahrt aus Furth bei Landshut

Gute Begegnungen – "mit dem Herrn, mit der Gottesmutter, dem hl. Bruder Konrad und auch untereinander" – wünschte P. Norbert Schlenker den rund 50 Pilgern aus Furth bei Landshut, nachdem er sie zur St. Magdalenakirche einbegleitet hatte. Eine Wallfahrt zeichne schließlich gerade auch das "Gemeinschaftserlebnis" aus. Die kleine Gemeinschaft aus Furth kommt jedes Jahr mit Pilgern aus allen Generationen ins "Herz Bayerns"; auch die Jüngsten werden selbstverständlich mit eingebunden. So trug auch heuer wieder der zwölfjährige Lukas Christian das Vortragskreuz. Nach einem zweitägigen, rund 90 Kilometer langen Fußmarsch waren die Pilger am Pfingstsamstag, 8. Juni, um 13.15 Uhr am Gnadenort angekommen, wo sie anschließend an einer Pilgermesse in der Basilika teilnahmen; außerdem an der Vorabendmesse und an der Lichterprozession.

Text und Fotos: Michael Glaß

"Pfingststurm" unterwegs

"Pfingsten wird's, wenn wir uns wie die Jünger um Maria versammeln", stellte der Regensburger "Pilgerpfarrer" Hannes Lorenz beim festlichen Pilgergottesdienst der Straubinger Fußpilger in der St. Anna-Basilika am 9. Juni fest. "Lasst den Heiligen Geist in Euch wirken, schenkt Eure Glaubensfreude und Begeisterung weiter, damit auch andere vom Feuer des Heiligen Geistes angesteckt werden", so der Appell des Hauptzelebranten und Predigers. Für die musikalische Gottesdienstgestaltung sorgten die  Musikfreunde Rain. Zuvor waren die etwa 700 Straubinger Wallfahrer unter den Klängen der Musikkapelle Altötting über den Kapellplatz eingezogen. Vorneweg marschierten u.a. Pilgerleiter Sepp Drescher, Pfarrer Hannes Lorenz, Frater Robert von den Barmherzigen Brüdern sowie die Altöttinger Delegation mit den beiden Wallfahrtsrektoren Prälat Günther Mandl und P. Norbert Schlenker. Viele Angehörige begrüßten die Pilger am Ziel. Aufgebrochen waren die Straubinger am 7. Juni um 23 Uhr an der Stadtpfarrkirche. Auf ihrem Weg wurden sie von einem nächtlichen Föhnsturm überrascht. Gott sei Dank ohne Regen, wie der Pilgerleiter anmerkte. Pfr. Lorenz gab den Pilgern mit auf den Weg: "Verschließt Euch nicht, wenn ihr heim fahrt, bleibt offen, wie Maria, für den pfingstlichen Glaubensweg."

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Aus der Region – Wallfahrten aus Neumarkt, Burghausen und Trostberg

Drei Wallfahrtsgruppen aus der Region – aus Neumarkt St. Veit (Landkreis Mühldorf/Inn, Bilder 1+2), Trostberg (Landkreis Traunstein, Bild 4) und Burghausen (Landkreis Altötting, Bild 3) – sind am Pfingstmontagfrüh, 10. Juni, im "Herzen Bayerns" angekommen, wo sie von Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, bzw. den Kapuzinerpatres Ludwig Wörle und Norbert Schlenker herzlich begrüßt wurden. Die rund 300 Fußpilger aus Neumarkt waren größtenteils um 2 Uhr morgens aufgebrochen und kamen gegen 8 Uhr in Altötting an. Mit Pfr. Franz Eisenmann feierten sie schließlich eine hl. Messe in der Basilika. Die rund 30 Fuß- und Buspilger aus Trostberg (Pfarrei St. Andreas) feierten mit Subregens Benjamin Gnan eine hl. Messe in St. Konrad. Die Burghauser Fußwallfahrer feierten einen Gottesdienst mit Kaplan Michael Vogt im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Michael Glaß

 

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