Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Nicht mehr lange bis zum großen Pfingst-Wallfahrtswochenende, wenn bis zu 30.000 Pilger in Altötting erwartet werden. Doch auch davor kommen traditionell viele Gruppen – hier eine kleine Auswahl vom letzten Wochenende im Mai:

Maria verbindet – Buspilgergruppe aus Leinfelden-Echterdingen

Eine alte Mirakeltafel im Umgang der Altöttinger Gnadenkapelle (1. Bild) verweist auf ein Wunder, geschehen im Jahr 1515 im damaligen Bauerndorf Zanegg in der ungarischen Tiefebene – ein Kind war in einen Brunnen gefallen und auf Anrufung der Muttergottes von Altötting gerettet worden. Diese Tafel ist Beweis für 500 Jahre Glaubensverbindung zwischen Zanegg und Altötting durch die Gottesmutter Maria und Wallfahrtsgrund für eine Buspilgergruppe aus Leinfelden-Echterdingen, Zanegger Heimatvertriebene, die vom 24. bis 26. Mai in Altötting weilte. Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl dankte den Pilgern bei einer kurzen Statio vor der Gnadenkapelle für deren ungebrochene Glaubens-treue. – Leinfelden-Echterdingen liege übrigens nahe Stuttgart, also in Württemberg, nicht in Baden, wie Prälat Mandl auf Nachfrage aufgeklärt wurde. Zur Erheiterung der Pilger zitierte der Wallfahrtsrektor sogleich seinen Stellvertreter, Kapuzinerpater Norbert Schlenker, einen gebürtigen Badener: "Entweder badisch oder "unsymbadisch." Prälat Mandl versicherte: "Auch wenn ihr lagemäßig nicht zu Baden gehört, ihr seid trotzdem sympathisch!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Abt pilgert mit – Fußwallfahrt aus Michaelbeuern

35 Teilnehmer zählte die 17. Fußwallfahrt aus Michaelbeuern mit Abt Mag. Johannes Perkmann OSB (M., mit Sonnenbrille), die Organisation lag wieder in bewährten Händen von Hermann Wallmann. Exakt mit dem 12 Uhr-Mittagsläuten am 25. Mai erreichten die Fußpilger aus dem Salzburger Land ihr Ziel nach zwei Tagen Fußmarsch und fast 50 Kilometern Wegstrecke. Die Glaubensgemeinschaft unterwegs setzte sich mit dem Thema "Die Begegnung mit Jesus heilt" (Lk 6ff) auseinander und stellte fest: Wer sich auf Jesus einlasse, der erfahre Trost, Entlastung und Ruhe. Wallfahrtshöhepunkt war die Pilgermesse mit Abt Johannes in der Gnadenkapelle.

Text und Foto: Roswitha Dorfner

Rad- und Fußpilger aus Altdorf/Eugenbach und Münchnerau bei Landshut

Abfahrt war um 4.30 Uhr für die 22 Radpilger aus Altdorf/Eugenbach und Münchnerau bei Landshut unter Leitung von Max Schröger. Gegen 10.15 Uhr hatten sie nach etwa 70 Kilometern ihr Pilgerziel erreicht, radelten den Kapuzinerberg herauf der Gnadenkapelle entgegen, um abschließend mit Pfarradministrator Christian Fleischmann einen Pilgergottesdienst zu feiern. Unter den Radpilgern wurde Vinzenz Mirlach gesichtet, unter den Altötting-Fußpilgern kein Unbekannter, trägt er doch schon viele Jahre der Fußpilgergruppe aus Gündlkofen-Oberglaim, die am Pfingstsamstag-Nachmittag am Gnadenort Altötting ankommen, das Vortragskreuz voraus.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Mit Gottvertrauen – Fußpilger aus Hebertsfelden

"Schön gemischt, Jung und Alt beieinander" – Kapuzinerpater Br. Georg Greimel war sichtlich erfreut, als er am 25. Mai die 90 Fußpilger aus Hebertsfelden/Pfarrei St. Emmeram mit Pfarrer Josef Rainer begrüßte. "Euer öffentliches Glaubenszeugnis ermutigt andere", versicherte er. Br. Georg erklärte den Glauben als eine "Beziehungsgeschichte", die uns ermahne, als Christen u.a. im Gebet mit Gott in Verbindung zu bleiben. Auf Gott vertrauen bedeute zudem im Glauben gestärkt auf unserem Pilgerweg durchs Leben zu gehen. Nach einem vorgetragenen Mariengebet entließ Br. Georg die Pilger aus Hebertsfelden zum Gottesdienst im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Heil und Segen – Wallfahrt aus Frontenhausen

Helga Stuckenberger (1. Bild, M.) von "Ganserer-Reisen", die das Pilgerkreuz vorantrug, hat auch heuer die 11. Frontenhausener Fuß-/Buswallfahrt am 26. Mai organisiert. Gegen 3.15 Uhr ab Mitterskirchen marschierten 30 Wallfahrer zu Fuß, die nicht mehr mobilen fuhren die Reststrecke bis nach Altötting mit dem Bus. Treffpunkt war gegen 9 Uhr beim Hotel Plankl, um dann gemeinsam mit dem stellvertretenden Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Norbert Schlenker über den Kapellplatz zur St. Magdalenakirche zum Gottesdienst einzuziehen. Für die musikalische Einbegleitung war die Altöttinger Musikkapelle bestellt, und dass sich Hotel-Chef Gerhard Plankl Trompete-spielend (4. Bild) in den Prozessionszug einreihte, war für die Frontenhausener Pilgergruppe schon eine besondere Ehre. P. Norbert wünschte den Pilgern, "dass sie Heil und Segen mit nach Hause nehmen".

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

 

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