Altöttinger Liebfrauenbote

67. KAB-Wallfahrt aus dem Burgenland mit dem Diözesanbischof von Eisenstadt, Ägidius J. Zsifkowics

Solidarität leben – wie Maria

Die katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Eisenstadt hat am 31. August und 1. September zu ihrer 67. Wallfahrt ins Herz Bayerns eingeladen – nach 2013 war Altötting zum siebten Mal Ziel der Pilger aus dem Burgenland, dem östlichsten Teil Österreichs.

Prozession zur Basilika.
Prozession zur Basilika.
Bischof Ägidius gibt das Glaubenslicht an eine Pilgerin weiter (siehe Text).
Bischof Ägidius gibt das Glaubenslicht an eine Pilgerin weiter (siehe Text).
Lichterprozession.
Lichterprozession.

Zusammen mit Zweitem Bürgermeister Wolfgang Sellner begrüßte der stellvertretende Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Norbert Schlenker  die etwa 500 Gäste aus Österreich am 31. August in der Stiftspfarrkirche. Der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkowics leitete nicht nur die Samstagabend-Andacht und nahm mit seinen Burgenländern an der anschließenden Lichterprozession am Kapellplatz teil (auch eine Gruppe aus Lehrte bei Hannover weilte am Gnadenort, um ihren ehemaligen Pfarrer Stiftskanonikus Roman Blasikiewicz an seinem "Ruhestandsort" zu besuchen), sondern stand am 1. September auch als Hauptzelebrant und Prediger zum Wallfahrtsthema "Solidarität leben" dem Festgottesdienst in der St. Anna-Basilika vor.

Bischof Ägidius, der am Sonntag auch seinen Namenstag feiern konnte, verriet: "Ich habe in der Gnadenkapelle bei der Gottesmutter eine hl. Messe gefeiert, um die Anliegen, aber auch den Dank bei Maria abzulegen, im Gebet, nicht nur für mich, für die Diözese, sondern für Euch alle, insbesondere um den Frieden in der Welt." In den mitgebrachten und entzündeten Votivkerzen sah er eine besondere Symbolkraft: Christus, sei "das Licht der Welt" und "Maria unsere Lichtträgerin". Seit unserer Taufe seien wir "Kinder des Lichtes" und sollten "uns immer wieder erleuchten lassen vom Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe in unseren Herzen, durch Christus". Jesu Licht sei notwendiger denn je, spende auch Wärme und Geborgenheit in einer orientierungslos gewordenen Welt.

Bischof Ägidius verglich die Gottesmutter Maria mit einer brennenden Kerze, "die uns den Weg leuchtet zu Jesus hin, die uns Licht, Wärme, Geborgenheit und Orientierung gibt". Maria solle für uns Ansporn sein, "für Gott und unsere Mitmenschen zu brennen, um als Lichtträger im Alltag des Lebens zu leuchten".

In Bezug auf das Wallfahrtsmotto erklärte Bischof Ägidius beim Festgottesdienst: "Ohne Treue und Solidarität zu Gott und den Mitmenschen ist keine Familie, keine Gemeinschaft, kein Staat zu machen." Dabei verwies er auf drei Punkte aus dem Evangelium vom 22. Sonntag d. Jhkr. (Lk 14, 1.7-14), die Jesus von seiner Kirche und uns Christen verlange: "1. Bescheiden zu sein und uns nicht so wichtig zu nehmen; 2. Uns von Gott einen Platz zuweisen zu lassen und 3. Die Mitmenschen, vor allem die Armen, Kranken und Ausgestoßenen stets im Blick zu haben." Erneut bat er die Gottesmutter Maria, "uns Wegweiserin und Helferin zu sein, damit wir unseren Alltag bewältigen als Menschen und Christen durch Liebe, Treue, Standhaftigkeit, Furchtlosigkeit, Bescheidenheit und Solidarität zum Wohl für alle, die in Not sind. Maria hat es uns gezeigt, jetzt sind wir dran, es ihr nachzumachen."

Text und Fotos: Roswitha Dorfner