Altöttinger Liebfrauenbote

Wallfahrt der Legio Mariae mit rund 7.000 Teilnehmern – Gottesdienst mit Weihbischof Bernhard Haßlberger

"Jesus geht mit uns den Weg unseres Lebens"

Weit über 20.000 Wallfahrer haben am Pfingst-Wochenende Altötting erreicht. Eine der größten Gruppen ist traditionell die Legio Mariae in Bayern, die jedes Jahr am Pfingstmontag im "Herzen Bayerns" ankommt. Mit rund 7.000 Teilnehmern zogen sie heuer am 10. Juni über den Kapellplatz. Der Münchner Weihbischof Bernhard Haßlberger versicherte ihnen in seiner Predigt in der St. Anna-Basilika: "Jesus geht mit uns den Weg unseres Lebens."

Einzug der Pilger in die Basilika.
Einzug der Pilger in die Basilika.

Über 100 Kilometer hatten die meisten der Pilger zurückgelegt, als sie ihr Ziel erreichten. Die Anstrengung war ihnen anzumerken, vor allem aber sprach aus ihren Gesichtern auch Freude – Freude über die bewältigte Herausforderung und die Ankunft am Ziel wie auch über das Erlebnis Wallfahrt an sich. "Wir sind miteinander unterwegs gewesen", resümierte Weihbischof Bernhard Haßlberger in seiner Predigt - miteinander als eine Gemeinschaft, die einander "unterstützt und ermuntert".

Mit Kreuzen und Fahnen

Pilger mit schweren Holzkreuzen ziehen über den Kapellplatz.
Pilger mit schweren Holzkreuzen ziehen über den Kapellplatz.

Aus unterschiedlichen Richtungen kommend hatten sich die Pilger in Altötting zu einer großen Gemeinschaft vereinigt, die insgesamt rund 45 Minuten an der Gnadenkapelle vorbei in die Basilika einzog. Viele der Pilger – der Großteil kam aus dem Raum München-Freising – trugen schwere Holzkreuze auf ihren Schultern, einige schwangen die roten Legio-Fahnen. Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl begrüßte sie mit einer Replik des Gnadenbildes vor der Hl. Kapelle. Für eine begeisternde musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgte der rhythmische Chor "Undique" aus dem Landkreis Ebersberg.

"Gott liebt uns Menschen"

Weihbischof Bernhard Haßlberger.
Weihbischof Bernhard Haßlberger.

Das diesjährige Altöttinger Wallfahrtsmotto "Heilen was verwundet ist" war auch Leitwort der Pfingstwallfahrt der Legio Mariae. Weihbischof Bernhard Haßlberger betonte in seiner Predigt vor allem das seelische Heil: "Es geht um das Heil, damit wir Menschen auf gute Weise unseren Weg gehen können." Er zitierte das Tagesevangelium (Joh 3, 16-21) – "Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat" – und stellte diesen ersten Satz als "Kernsatz unseres Glaubens" heraus. Bereits im Alten Testament sei nachzulesen, wie Gott die Menschen immer wieder zu einem "segen- und heilvollen" Umgang aufgerufen habe. Sein eingeborener Sohn Jesus Christus sei schließlich als Wanderprediger mitten unter den Menschen unterwegs gewesen und auch heute gehe er "mit uns unseren Weg". "Gott liebt uns Menschen", stellte der Weihbischof fest und eben diese Gewissheit sei es, die echtes Heil bringen könne. "Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben", zitierte er aus dem Evangelium (Joh 13, 34) und rief die Gottesdienstbesucher dazu auf, diese Botschaft im Alltag zu leben und weiterzugeben.

Den beeindruckend vielen Teilnehmern an der Wallfahrt der Legio Mariae jedenfalls ist es auch heuer wieder gelungen, die Frohe Botschaft "hinauszutragen".

Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner

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