Altöttinger Liebfrauenbote

Bruder-Konrad-Kapelle mit einem Feldgottesdienst eingeweiht

Ein neues Kleinod in Greinhof

Wenn man in Wurmannsquick von der B20 aus in Richtung Rogglfing fährt, sieht man vor Greinhof schon von weitem eine neu erbaute Kapelle mit Zwiebelturm inmitten unserer herrlichen niederbayerischen Landschaft stehen. Diese Bruder-Konrad-Kapelle wurde am Sonntag, 30. Juni in Greinhof bei Rogglfing eingeweiht.

Nach der Einweihung: die Ministrantinnen mit Pfarrer Joseph Oliparambil und der Erbauerin Franziska Lohr vor dem herrlichen Rosenbogen am Eingang zur Kapelle.
Nach der Einweihung: die Ministrantinnen mit Pfarrer Joseph Oliparambil und der Erbauerin Franziska Lohr vor dem herrlichen Rosenbogen am Eingang zur Kapelle.
Die Br. Konrad-Kapelle von Greinhof außen ...
Die Br. Konrad-Kapelle von Greinhof außen ...
... und innen.
... und innen.

Bei strahlendem Sonnenschein zelebrierte Pfarrer Joseph Oliparambil aus Wurmannsquick die feierliche Einweihung der Kapelle mit einem Feldgottesdienst. Umrahmt wurde die Feier vom Kirchenchor aus Rogglfing. Viele Gäste aus Nah und Fern kamen, unter ihnen auch Bürgermeister Georg Thurmeier mit Frau, um an der Einweihung teilzunehmen. Sie ließen sich im wohltuenden Schatten der mächtigen Eiche nieder, die neben der Kapelle über das gesamte Grundstück wacht. Erbaut wurde die Kapelle von Franziska Lohr (55), die seit 16 Jahren auf dem kleinen Anwesen lebt. Vor fünf Jahren hat sie mit dem Kapellenbau begonnen und Jahr für Jahr ein kleines Stück fertiggestellt, so dass das Gotteshaus nun eingeweiht werden konnte.

Da in ihrer Familie der heilige Bruder Konrad sehr verehrt wird, und er auch einigen Familienmitgliedern als Namenspatron dient, war es ihr ein Anliegen, die Kapelle dem Altöttinger Klosterpförtner zu weihen. Mit dem Bau der Kapelle zur Ehre Gottes und als Dank für unsere wunderschöne Heimat ging für Franziska Lohr ein lang gehegter Traum in Erfüllung.

Bei einer kurzen Ansprache sagte sie den Gästen, dass sie diese nicht als Privatkapelle sieht, sondern als Ort an dem Spaziergänger, Gläubige und Interessierte, Einkehr halten können. Die Kapelle soll Zeit zum Innehalten und Beten bieten und für jeden Menschen offen sein. Dies war für sie auch der Grund, die Kapelle nicht direkt an die Hofstelle zu bauen, sondern freistehend in die angrenzende Wiese. Zu erreichen ist die Kapelle über die Straße zum Hof von Franziska Lohr.

Wer gut zu Fuß ist, kann über die Wiese oder einen Feldweg zur Kapelle gelangen. Ansonsten auch über den Hof und den herrlichen Garten von Franziska Lohr. Pfarrer Joseph Oliparambil regte an, in Zukunft Maiandachten, Kräuterweihen und Lichterprozessionen in der Bruder Konrad Kapelle abzuhalten. Franziska Lohr freut sich schon auf diese Feste und Feiern, auch für Hochzeiten steht die Kapelle jederzeit offen.

Text und Fotos: Anton Reichenwallner