Altöttinger Liebfrauenbote

In der Liturgie zu Mariä Himmelfahrt wird eine machtvolle Szene aus der Offenbarung gelesen

"Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel"

Die 1. Lesung in der Tagesliturgie am Hochfest Mariä Himmelfahrt (Mariä Aufnahme in den Himmel) am 15. August stammt aus der Offenbarung des Johannes (Offb 11,19a; 12,1-6a.10ab). Sie handelt vom existenziellen Kampf des Guten gegen das Böse – und verweist auf die entscheidende Rolle Mariens darin.

Nachdem das alte Marienbild am Barbarinobergerl 2017 durch Vandalismus zerstört worden war, hat Heimatpfleger Wolfgang Hopfgartner im nahe gelegenen Kloster der Congregatio Jesu am Burghauser Stadtplatz diese Darstellung entdeckt, abfotografieren und auf Folie drucken lassen.
Nachdem das alte Marienbild am Barbarinobergerl 2017 durch Vandalismus zerstört worden war, hat Heimatpfleger Wolfgang Hopfgartner im nahe gelegenen Kloster der Congregatio Jesu am Burghauser Stadtplatz diese Darstellung entdeckt, abfotografieren und auf Folie drucken lassen.
Eingelassen in die Mauer des sogenannten Barbarinobergerls in Burghausen befindet sich zu Füßen von St. Jakob seit langem ein großformatiges Marienbild.
Eingelassen in die Mauer des sogenannten Barbarinobergerls in Burghausen befindet sich zu Füßen von St. Jakob seit langem ein großformatiges Marienbild.

Zahlreiche Mariendarstellungen greifen die Vision des Johannes auf: "Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen (...). Sie war schwanger (...).  Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der alle Völker mit eisernem Zepter weiden wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. (...)"

Zahlreiche Darstellungen zeigen Maria auf einer Mondsichel stehend, eine Schlange oder einen Drachen (als Zeichen des Bösen/des Teufels) zertretend, oft mit einem Kranz aus zwölf Sternen über dem Haupt. Oft steht sie auch auf der Erdkugel, um die sich die Schlange windet, und die Mondsichel ist neben oder unter der Erde. In einigen Darstellungen trägt sie das Jesuskind auf dem Arm oder es wird ihr von einem Engel gereicht, in anderen ist sie schwanger. Der Bildtypus wird "Mondsichelmadonna" oder "Apokalyptische Madonna" genannt – so auch das Bild auf dieser Seite.

So wird bildhaft, dass Maria, der Mutter Gottes, eine entscheidende Rolle im Heilsgeschehen zukommt – gekrönt mit ihrer leiblichen Aufnahme in den Himmel. Somit passt die zunächst vielleicht irritierende Lesung aus der Offenbarung bestens zum Hochfest.

Text und Fotos: Wolfgang Terhörst