Altöttinger Liebfrauenbote

"Shrines of Europe"-Tagung Mariazell – Aufnahme von Bethlehem für 2019 geplant

Wesentliche Weichenstellungen

Die Mitglieder der "Shrines of Europe" haben sich von 19. bis 21. Oktober zu ihrer jährlichen Tagung versammelt – erstmalig fand diese im österreichischen Mariazell statt. Dabei beschlossen sie wesentliche Weichenstellungen in der Erweiterung sowie gemeinsame Bewerbungsmaßnahmen.

Vor dem Gnadenaltar in der Basilika von Mariazell (v.l.n.r.): Superior Pater Michael Staberl, Bezirksammann Franz Pirker, Bürgermeister Dr. Paulo Niccoletti, Bürgermeisterin Josette Bourdeu, Bürgermeister Manfred Seebacher, Bürgermeister Herbert Hofauer und Bürgermeister Luís Miguel Albuquerque.
Vor dem Gnadenaltar in der Basilika von Mariazell (v.l.n.r.): Superior Pater Michael Staberl, Bezirksammann Franz Pirker, Bürgermeister Dr. Paulo Niccoletti, Bürgermeisterin Josette Bourdeu, Bürgermeister Manfred Seebacher, Bürgermeister Herbert Hofauer und Bürgermeister Luís Miguel Albuquerque.

Der Zusammenschluss der Shrines of Europe ist die 1996 gegründete Arbeitsgemeinschaft zwischen Europas wichtigsten Marienwallfahrtsorten Altötting, Czestochowa (Tschenstochau), Lourdes, Loreto, Fátima, Mariazell (Aufnahme: 2004) und dem jüngsten Mitglied Einsiedeln (seit 2017). Die Mission der Gemeinschaft ist es, die bedeutendsten Marienwallfahrtsorte Europas unter dem gemeinsamen Dach "Shrines of Europe" Pilgern der ganzen Welt näher zu bringen sowie gemeinsam die Herausforderungen und Ansprüche an Pilgerstätten im 21. Jahrhundert zu bewältigen. Als große Marienverehrer besuchten die letzten beiden europäischen Päpste, Johannes Paul II. und Benedikt XVI., alle Shrines of Europe-Orte und unterstrichen dadurch die große Bedeutung dieser Marienwallfahrtsorte in Europa.

Bei den Arbeitssitzungen am Samstag wurden die gemeinsamen Ziele für die nächsten Jahre sowie gemeinsames Marketing und Neuaufnahmen diskutiert. Prof. Carlos Costa, Professor der Universität von Aveiro (Portugal) präsentierte eine neue wissenschaftliche Studie im Auftrag von Fatima (Portugal). Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde eine Vertiefung der Zusammenarbeit einerseits in Form einer Organisationsreform sowie in Marketingbereichen ausführlich besprochen und beschlossen. Angeregt wurde auch von Fatima die Beantragung einer europäischen Kulturstraße der Shrines of Europe beim Europarat. Aufgrund der in vielen Bereichen ähnlichen Situation der sieben Wallfahrtsorte herrschte in allen Bereichen zwischen den Bürgermeistern Einigkeit über die weitere Vorgehensweise.

Einen wichtigen Tagungspunkt stellte der Aufnahmeantrag von Bethlehem dar, der von Tschenstochau (Polen) eingebracht wurde und positiv bewertet wurde. Ein endgültiger Beschluss soll bei der Frühjahrstagung 2019 in Fatima gefasst werden zu der eine Delegation aus Bethlehem eingeladen wird.

Der offizielle Teil der Tagung endete mit dem Besuch der Festmesse am Sonntag, die vom Superior P. Michael Staberl zelebriert wurde. Die Besichtigung der Schatzkammern der Mariazeller Basilika mit privater Führung des Superiors und eine Führung durch die 300 Jahre jubilierende Apotheke zur Gnadenmutter garantierten ein gelungenes Rahmenprogramm.

Text: red, Foto: Mariazeller Land GmbH

Nähere Informationen zu den Shrines of Europe gibt es im Internet unter www.shrines-of-europe.com.