Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Der Mai ist Pilgermonat – dies zeigte sich in Altötting auch am Christi Himmelfahrtstag und am zweiten Wochenende des Marienmonats, als bereits vor dem großen Pilger-"Ansturm" an Pfingsten zahlreiche Wahlfartsgruppen ins "Herz Bayerns" pilgerten – eine kleine Auswahl:

Geduld, Sanftmut, Schweigen – Wallfahrt der Marianischen Männerkongregation am Bürgersaal

Über die drei Tugenden des hl. Bruders Konrad, "Geduld, Sanftmut und Schweigen", hat Pater Peter Linster SJ (1. Bild, 2.v.l.), der Münchner Präses der Marianischen Männerkongregation am Bürgersaal am 9. Mai bei der hl. Messe in der St. Konradkirche gepredigt. Auch das Empfangsteam, der Altöttinger MC-Präses Br. Georg Greimel und Vortragskreuzträger Markus Dorfner mussten sich in Bruder Konrads Tugenden üben und eine Stunde auf die für 9.30 Uhr angemeldete Buspilgergruppe aus München warten, da diese den falschen Parkplatz angesteuert hatte. Ende gut, alles gut: Die Begrüßung war herzlich, der Einzug über den Kapellplatz gewohnt beeindruckend.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Weg-Erfahrung – Buspilger aus Nabburg

"Ein frohes Willkommen bei diesem prächtigen Wetter" sagte der stellvertretende Wallfahrtsrektor, Kapuzinerpater Norbert Schlenker den 100 Buspilgern aus Nabburg unter der geistlichen Leitung von Pfarrer Hannes Lorenz (1. + 2. Bild mit Mikro) am Christi-Himmelfahrtstag, 10. Mai, nach der Einbegleitung zur Gnadenkapelle. Es sei richtig und so soll es sein, dass der erste Gruß der Pilger der Gottesmutter gelte. Im 200. Geburtsjahr des hl. Bruders Konrad erinnete er: Auch dieser sei viel gepilgert und habe die Erfahrung gemacht: gerade auf dem Weg könne man Maria und über diese auch Gott begegnen. P. Norbert wünschte den Buspilgern – wieder mit dabei als treuer Altötting-Pilger der siebenjährige Andreas (2. Bild) – eine gute Gemeinschafts- und Glaubenserfahrung. Die festliche Krönungsmesse von W.A. Mozart in der St. Anna-Basilika wird sicherlich zu einem Höhepunkt für die Nabburger geworden sein.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Pilgerleiter "jubiliert" – Fußpilger aus Oberlindhart

Am Christi-Himmelfahrtstag, 10. Mai, kamen auch die Fußpilger aus Oberlindhart bei Mallersdorf-Pfaffenberg nach 60 km Wegstrecke in Altötting an. Nach Umrunden der Gnadenkapelle und Einzug in den Kongregationssaal stimmte Prälat Günther Mandl zur Ehre Mariens "Gegrüßet seist du Königin" an. Der Wallfahrtsrektor sprach über die langjährige Pilgertradition, die nur mit einem guten Pilgerleiter Bestand haben könne – für dessen 50. Fußwallfahrt ehrte Mandl schließlich Pilgerleiter Johann Glöbl (70, 2. Bild, l.) mit einer Urkunde und der goldenen Ehrennadel. Auf die Frage, was ihn so lange Jahre zum Wallfahrten motiviert habe, gab Johann Gölbl, der nächstes Jahr sein 30jähriges Pilgerleiter-Jubiläum feiern kann, bereitwillig Auskunft: Zum einen hat ihn ein 80-jähriger Wallfahrtsteilnehmer angespornt. "Was der kann, das kann ich auch", habe sich Glöbl, ein ehemaliger Landwirt, fest vorgenommen. Dann sei es der "Pilgervirus", der einen stets zur Teilnahme antreibe. Einmal war Glöbl erkrankt und ist trotzdem den Pilgerweg mitgegangen und wieder gesund geworden. Dass die Oberlindharter Fußwallfahrt weiter Bestand hat, dafür hat er auch gesorgt und mit Hubert Bauer einen guten Nachfolger im Amt des Pilgerleiters gefunden; großer Dank galt auch dem langjährigen Mit-Organisator Heinz Hort.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Hoffnung und Zuversicht – Wallfahrt des Pfarrverband Reischachs

Zum ersten Mal ist der gesamte Pfarrverband Reischach mit Arbing, Endlkirchen, Erlbach und Perach an Christi Himmelfahrt, 10. Mai, nach Altötting gepilgert. Um die 400 Wallfahrer machten sich mit Pfarrvikar P. Kumar Yangaladasu und Vortragskreuzträger Konrad Diensthuber (siehe 1. Bild) auf den Weg. Altöttings Diakon Thomas Zauner übernahm nach der Ankunft am Pilgerziel um 7.45 Uhr die Einbegleitung über den Kapellplatz zur St. Anna-Basilika und dankte für das Glaubenszeugnis: "Wie die Bäume und Pflanzen himmelwärts, so wächst beim Pilgern unterwegs unser Herz Jesus entgegen", erklärte er und sagte ein herzliches Vergelt's Gott fürs Kommen. Auf den Festtag Christi Himmelfahrt verweisend betonte Pfarrvikar P. Kumar beim Pilgergottesdienst, dass dieser im Gegensatz zu Indien, in Deutschland ja arbeitsfrei sei, dass am sogenannten "Vatertag" zwar die Männer in gewisser Weise "voller" nach Haus kämen, aber letztendlich viele mit diesem Fest im geistlichen Sinn nichts mehr anzufangen wüssten. "Dabei lenkt dieses Fest zum Himmel, dort wo Gott wohnt und Jesus zu Hause ist. Es ist der Ort, an den uns Jesus Christus vorausgegangen und uns als ewige Heimat verheißen ist!" So dürften wir "voller Hoffnung und Zuversicht" Richtung Himmel blicken.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Trotz Wallfahrtsverbots gepilgert – Fußpilger aus Aicha v. Wald

"Lebe so, wie du gelebt haben wolltest, wenn du stirbst" – diesen Sinnspruch auf einer Gedenktafel zitierte Alois Hobelsberger, als er bei der Andacht in der St. Konradkirche für die 35 Fußpilger aus Aicha v. Wald Impuls-Worte sprach. Und Hobelsberger erzählte auch von seinem schweren Motorradunfall, den er wie durch ein Wunder überlebt habe; er betonte, dass er seitdem sein Leben viel bewusster gestalte. – Seit Christi Himmelfahrt waren die Fußpilger aus dem niederbayerischen Landkreis Passau unterwegs gewesen, am frühen Nachmittag des 11. Mai waren sie in Altötting angekommen. Nach der hl. Messe am frühen Samstagmorgen in der Gnadenkapelle marschierten sie zu Fuß wieder nach Hause. Seit 1680, so erinnerte Pilgerleiter Rudi Bürgermeister, bestehe die Fußwallfahrt aus Aicha v. Wald nach Altötting – sie sei nur während des I. Weltkriegs ausgesetzt worden. Trotz Wallfahrtsverbots im II. Weltkrieg hätten sich mutige Fußpilger auf den Weg zur Gnadenmutter aufgemacht und nach Ankunft dem Kreisleiter einen Brief aus Altötting mit der Unterschrift aller Wallfahrtsteilnehmer geschickt – und dies sei ohne Konsequenzen geblieben.

Text und Foto: Roswitha Dorfner

Wunderbare Tradition – Fußpilger aus Cham und Altenmarkt

Über eine "wunderbare Tradition" freute sich Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, als er am 12. Mai nach der Einbegleitung die über 200 Fußpilger aus Cham und Altenmarkt (Pfarreien St. Jakob und St. Josef) vor der Gnadenkapelle – "in der guten Stube der Muttergottes" – begrüßte; bereits zum 304. Mal fand diese Fußwallfahrt statt. Insgesamt 104 Pilger sind auch heuer wieder die gesamte über 100 km lange Strecke in drei Tagen zu Fuß gegangen; rund 65 marschierten immerhin die letzten 30 km mit, rund 50 die letzten acht km von Reischach, wie Pilgerleiter Sepp Bucher (4. Bild) informierte. Solange es solche engagierten Pilgerleiter wie "den Bucher Sepp" gebe, könne sich Altötting mit Sicherheit noch über viele weitere Wallfahrten aus Cham und Altenmarkt freuen, lobte Prälat Mandl. Pilgerleiter Bucher gab dieses Lob an die Mitpilger und vor allem an das Organisations-Team, die Vorbeter, Kreuz- und Lautsprecherträger weiter, denn so eine Wallfahrt lasse sich nur durchführen, wenn viele gemeinsam anpackten. Dr. Kazimierz Pajor (2. Bild, links vorne), Stadtpfarrer aus Cham/St. Josef, feierte mit den Pilgern aus der Oberpfalz schließlich eine hl. Messe in der St. Anna-Basilika, in der er den hl. Bruder Konrad würdigte und den Zuhörern dessen überlieferte Worte – "Das Kreuz ist mein Buch" – ans Herz legte.

Text und Fotos: Michael Glaß

Weisung fürs Leben – Auer Bittgang (Rosenheim-Schlossberg)

Geordnet in Zweierreihen, vorne die Männer, dahinter die Frauen, in der Mitte die Vorbeter, so zogen am 12. Mai die "Oberlandler" im Auer Bittgang (Rosenheim-Schlossberg) über den Kapellplatz hinunter zur St. Anna-Basilika. "Jetzt haben mia's wieder g'schafft", freute sich Pilgerleiter Rupert Hille – dankbar, dass alles gut gegangen sei und auch das Wetter gepasst habe, stimmte er das Marienlied "Schwarze Madonna" an. Der stellvertretende Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Norbert Schlenker begrüßte die Pilger und betonte: Auch der hl. Bruder Konrad sei sehr oft gepilgert, durch Jesu Kreuz habe er Weisung für sein ganzes Leben erfahren. "Das Kreuz ist Zeichen der Hoffnung und des Friedens" schloss P. Norbert.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Mit Rad und Bus – Wallfahrt der KAB Geretsried

Ihr 25. Jubiläum feierten heuer die Radpilger der KAB Geretsried; unter Leitung des KAB-Vorsitzenden Gerhard Beißler waren sie am 12. Mai nach Altötting gekommen, wo sich ihnen auch zahlreiche Buspilger anschlossen. Nicht nur Kapuzinerbruder Ernst-Konrad Mackenbrock hieß die Pilgergruppe herzlich am Wallfahrtsort willkommen, sondern auch der Altöttinger KAB-Vorsitzende Martin Antwerpen. Bei der kurzen Statio vor der Gnadenkapelle verwies Br. Ernst Konrad auf das diesjährige 200. Geburtsjubiläum des hl. Bruder Konrad und entließ die Geretsrieder mit dem Wunsch "dass uns der hl. Klosterpförtner Konrad einst die Himmelspforte öffnen möge". Im Kongregationssaal feierten die Pilger Gottesdienst mit Pfr. Georg März.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Auszeit für die Seele – Wallfahrten aus Adelholzen und Benediktbeuern

Auch als Generaloberin der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul mit Mutterhaus in München – seit 1907 gehören den Schwestern die "Adelholzener Alpenquellen" – braucht Schwester Rosa-Maria Dick (1. Bild, r., und 2. Bild, l.) eine "Auszeit für die Seele" und hat auch dieses Jahr am 12. Mai die zweitägige Fußwallfahrt nach Altötting geleitet. Mit dem Vortragskreuz mit eingezogen ist Franz-Josef Strauß (2. Bild, r.), der für die Fertigung der hölzernen Pilgerkreuze zuständig ist. Fast zeitgleich kam nach dreitägiger Fußwallfahrt die Gruppe aus Benediktbeuern (4. Bild) unter Leitung von P. Rainer Reitmeier SDB am Gnadenort an. Für beide Pilgergemeinschaften war es ein besonderes Erlebnis, in der neu renovierten St. Konradkirche Gottesdienst zu feiern.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Männer unterwegs – Fußpilger aus der Pfarrei St. Wolfgang

Ihre 55. Fußwallfahrt hatten heuer die Fußpilger aus der Pfarrei St. Wolfgang/Regensburg – eine reine Männerwallfahrt – hinter sich gebracht, als sie am Abend des 12. Mai als letzte Fußpilgergruppe in die Gnadenkapelle zogen. Ab Christi Himmelfahrt waren sie wieder drei Tage zu Fuß unterwegs gewesen. Mit dabei auch "Pilgerpfarrer" Helmut Huber, der mit den "Wolfganglern" am 13. Mai in der Gnadenkapelle einen Pilgergottesdienst feierte. Im Pilgern sieht Pfr. Huber "einen Weg zur Gottesmutter, um der Wahrheit und der Liebe Gottes zu begegnen".

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Spirituelles Zeichen – Wallfahrt aus Garching-Engelsberg

Am 13. Mai um 5 Uhr früh machten sich die Wallfahrtsteilnehmer aus Garching-Engelsberg mit Pfarrer Hans Speckbacher auf den Weg nach Altötting. Als ein "starkes spirituelles Zeichen" würdigte der stellvertretende Wallfahrtsrektor, Kapuzinerpater Norbert Schlenker, das Pilgern. Pilgerbegrüßung in der St. Anna-Basilika bezeichnete er die Gottesmutter Maria "als die Frau, die den Weg der Kirche begleitet – sie ist uns mächtige Fürsprecherin beim Herrn bis in unsere heutige Zeit." Pfarrer Speckbacher feierte dann in Konzelebration mit Pfarrer i.R. Elmar Hess, der immer noch gerne im Pfarrverband Engelsberg aushilft, einen Pilgergottesdienst in der St. Anna-Basilika.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Jubiläumswallfahrt – Fußwallfahrer aus Landshut

Pünktlich auf die Minute, exakt um 8.45 Uhr, zogen am 13. Mai die Landshuter Fußwallfahrer die Herrenmühlstraße herauf und wurden vom Altöttinger Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl herzlich in Empfang genommen. Auch die Musikkapelle Altötting stand für den festlichen Einzug über den Kapellplatz zum Kongregationssaal bereit. Ein 18-Stundenmarsch die ganze Nacht hindurch – rund 65 km – wurde von den Pilgern aus Niederbayern unter Leitung von Günther Fries (1. Bild links vorne) bewältigt. Großer Respekt. Umso größer war dann die Freude, als die Landshuter Fußpilger unter Glockengeläut und den Klängen der Musikkapelle zum Kapellplatz zogen und die wartenden Angehörigen, vor allen die Kinder, freudig Ausschau hielten, um Mama oder Papa, Oma oder Opa herzlich zu begrüßen. Im Kongregationssaal feierten sie mit dem stellvertretenden Wallfahrtsrektor, Kapuzinerpater Norbert Schlenker, Pilgergottesdienst; dabei entzündeten sie auch die mitgebrachte Votivkerze. Prälat Mandl dankte für die Treue zum Wallfahrtsort und erinnerte an die alte Votivtafel in der Gnadenkapelle am Oktogon, die auf die uralte Pilgertradition der Landshuter seit dem Jahr 1493 verweist. Im Jahr 1989 wurde diese erneut ins Leben gerufen, somit war es heuer die 30. Jubiläums-Fußwallfahrt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Mit Kreuzen und Rosen – Wallfahrt aus Ingolstadt-Zuchering

"Schee, dass ma wieder da san", freuten sich am 13. Mai Erna und Herbert Kramer, die auch heuer wieder die Wallfahrt aus Ingolstadt-Zuchering (Pfarrei St. Blasius) organisiert hatten. Alle 50 Teilnehmer seien "gesund und wohlbehalten" angekommen und das sei "doch das Wichtigste". Bereits zum 28. Mal fand diese Wallfahrt statt und die hat es in sich: rund 135 km hatten die Pilger in vier Tagen zu bewältigen. Das Wetter war gut: nur fünf Minuten habe es geregnet, an den letzten beiden Tagen sei es sogar etwas zu heiß gewesen, berichtete Marianne Schiebl, die wie jedes Jahr mit ihrem Team die Pilger begleitet und u.a. mit Speis und Trank versorgt hatte. Diakon Thomas Zauner empfing die Pilger in Altötting und begleitete sie zur Gnadenkapelle, wo er sie herzlich begrüßte. Die Pilger hatten auch heuer nicht nur eine kleine Statue der Schwarzen Muttergottes von Altötting und ein großes mit Blumen bestücktes Vortragskreuz dabei, sondern es trägt jeder Pilger sein persönliches kleines Kreuz mit, auf dem er die Jahreszahl seiner Teilnahme(n) eintragen lassen kann; außerdem bekam jeder zum Einzug in Altötting eine rote "Muttertags"-Rose überreicht – eine schöne Tradition. Nach der Begrüßung nahmen die Pilger an der Orchestermesse in der Basilika teil.

Text und Fotos: Michael Glaß

Dankwallfahrt der Feuerwehr – Pilger aus Waldmünchen

Aus dem Oberpfälzer Landkreis Cham, genauer aus Waldmünchen, erreichte am 13. Mai eine Fußpilgergruppe ihr Ziel, heuer zum 26. Mal; organisiert wurde sie von Walter und Marianne Pfaffl. Das kunstvoll gestaltete Neustifter-Vortragekreuz, das Peter und Anna Mühlbauer zum 25. Wallfahrtsjubiläum gestiftet hatten, wurde den Pilgerweg vorangetragen. An vier Tagen waren die Pilger 160 Kilometer marschiert – wieder mit dabei war Pfarrer Ludwig Bumes (88), der mit den Waldmünchnern in der St. Konrad-Kirche abschließend Gottesdienst feierte. Die Wallfahrt entstand aus Dank wegen des guten Verlaufs eines Fests der Freiwilligen Feuerwehr Prosdorf – sie war eigentlich nur einmalig geplant und hat erfreulicherweise bis heute Bestand.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Vom Vater- zum Muttertag – Fußpilger aus Berg im Gau

Mehrere Kinder standen am Kapellplatz mit Blumensträußchen in den Händen und begrüßten freudig ihre Mamas unter den Fußpilgern aus Berg im Gau. Seit Christi Himmelfahrt, also Vatertag, waren die Wallfahrer unter Leitung von Johann Wolfelsperger unterwegs gewesen; 146 km hatten sie bewältigt. Am 13. Mai, an Muttertag, erreichten sie ihr Pilgerziel. Kapuzinerbruder Ernst-Konrad Mackenbrock und eine Ministrantenabordnung geleitete die Fußpilger und deren Angehörige zur Gnadenkapelle, wo alle gemeinsam den "Der Engel des Herrn" anstimmten. Auf dem Pilgerkreuz von Wallfahrtsleiter Wolfelsperger (6. Bild) ist abzulesen, dass diese Wallfahrtstradition seit 1996 erhalten wird. Nach der Begrüßung zogen die Wallfahrer mit BGR Pfarrer Johann Menzinger zur St. Josefskirche der Congregatio-Jesu-Schwestern, um dort Pilgergottesdienst zu feiern.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Gelübde erfüllt – Fußpilger aus Palling-Tyrlbrunn

Ein altes Votivbild an der Gnadenkapelle aus dem Jahr 1650 berichtet vom ersten Pilgergang aus Palling-Tyrlbrunn – ein Gelübde aus der Pestzeit stand am Anfang dieser uralten Tradition. Am 14. Mai haben die Fußpilger aus Palling-Tyrlbrunn dieses Versprechen erneut erfüllt. Unter Glockengeläut wurde die Gnadenkapelle umrundet und dann eine kurze Rast im Kongregationssaal eingelegt. Verstärkung hat die Wallfahrt heuer durch Abordnungen der Pallinger Feuerwehr und der Dirndlschaft erhalten; Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Mayer erklärte den Grund: die Feuerwehr feiere in diesem Jahr ihr 150., die Dirndlschaft ihr 10. Jubiläum. "Vergelt's Gott, dass ihr nach Altötting gekommen seid und der Gottesmutter die Treue haltet", dankte Diakon Thomas Zauner. Nach einem Mariengebet vom hl. Bernhard von Clairvaux und dem Lied "Segne du Maria" hatten die Pilger etwas Zeit zum Ausruhen, bevor sie sich mit Pfarrvikar Ivo Zivkovic zum Pilgergottesdienst in der St. Konradkirche versammelten.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner