Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Rund um die offizielle Eröffung der Altöttinger Wallfahrtssaison am 1. Mai kommen traditionell sehr viele Pilgergruppen nach Altötting – hauptsächlich zu Fuß, aber auch mal hoch zu Ross. – Hier eine kleine Auswahl:

"Geh deinen Weg …" – Fußwallfahrer aus Frickenhausen

Eine ganz besondere Fußwallfahrergruppe zog am Freitagnachmittag, 27. April, über den Kapellplatz zur Gnadenkapelle – und zwar aus Frickenhausen, dem unterfränkischen Landkreis Würzburg. Unter dem Motto "Geh deinen Weg, geh ihn ganz!" waren die 14 Wallfahrer, alle im Seniorenalter, unter Leitung von Pfarrer Franz Schmitt, neun Tage und über 300 km zu Fuß unterwegs gewesen nach Altötting, zum Gnadenort Unserer Lieben Frau. Alle zwei Jahre marschieren sie diese Rekordstrecke zu Fuß – dafür großen Respekt! Mit seiner kleinen "Pilgertrompete" stimmte dann Wilhelm Wunderling sogleich "Segne du Maria" an und die Pilger sangen kräftig mit. Zur wohlverdienten Rast, Verpflegung und Übernachtung ging's im Anschluss ins Altöttinger Franziskushaus. Am Samstagmorgen feierten sie in der Gnadenkapelle Pilgergottesdienst, bevor sie mit Pilgerbegleitfahrzeug oder Zug wieder den Heimweg antraten – mit dem Versprechen: In zwei Jahren gehen sie wieder nach Altötting.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Ein "Highlight" – Fußwallfahrt aus Arnstorf und Mitterhausen

Die Fußwallfahrt aus dem niederbayerischen Arnstorf und Mitterhausen hat langjährige Tradition. Als "Urgestein" stets mit dabei ist Marianne Eder (2. Bild, l.); dieses Jahr ist sie zum 16. Mal den ganzen Weg von Arnstorf mitmarschiert (ab Freitag, 27. April um 23 Uhr), zum 12. Mal als Kreuzträgerin und als große Papst-Benedikt-Verehrerin mit dementsprechenden T-Shirt bekleidet. Am späten Samstagvormittag, 28. April, zogen die Fuß- und die Buspilger mit ihrem Pfarrer Bernhard Saliter und Pfarrvikar P. Moses gemeinsam über den Kapellplatz zur Stiftspfarrkirche. Besonders freute es Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, dass sich 30 Firmlinge und 35 Erstkommunionkinder an der Altötting-Wallfahrt beteiligten. Beim Pilgergottesdienst bezeichnete Pfr. Saliter die alljährliche Fußwallfahrt zur Gnadenmutter und den hl. Bruder Konrad als "Highlight". Hier in Altötting könnten wir unser Herz "ausschütten" und alles vortragen, was uns am Herzen liege.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Richtschnur für das Leben – Pilgergemeinschaft aus Offenstetten-Biburg

Rund 60 Wallfahrer der Pilgergemeinschaft aus Offenstetten-Biburg haben am 28. April gegen Mittag Altötting erreicht; sie waren unter der Leitung von Pilgerleiter Heribert "Harry" Geisberger (1. Bild, M. bei Begrüßung) mit dem Bus nach Massing und von dort aus zu Fuß rund 30 km nach Altötting marschiert. Kapuzinerbruder Ernst-Konrad Mackenbrock begrüßte die Pilger, umrundete mit ihnen die Gnadenkapelle und begleitete sie zum Kongregationssaal. Beim Einzug sangen die Wallfahrer "Maria, breit' den Mantel aus". Br. Ernst-Konrad stellte ihnen den hl. Bruder Konrad als großen Marienverehrer, als großen Menschenfreund und als großen Beter vor, der stets das Kreuz im Blick hatte. "Auf einer Wallfahrt folgen wird dem Kreuzträger", stellte er fest; doch auch im alltäglichen Leben sei es "gut, Menschen zu folgen, die auf das Kreuz schauen". Zur gerade laufenden politischen Debatte um das Kreuz sagte er: "Hinhängen kann es jeder, doch es ist wichtiger, das Kreuz auch wahrzunehmen als die Richtschnur für unser Leben". Mit Pfr. Wolfgang Schillinger, der ebenfalls mitgepilgert war, feierten die Wallfahrer schließlich eine hl. Messe im Kongregationssaal und nachmittags eine Andacht in der St. Konradkirche.

Text und Fotos: Michael Glaß

Zeit der Bewegung – Fußwallfahrer aus Malgersdorf

Rund 80 Fußwallfahrer aus der Pfarrei St. Stephanus in Malgersdorf haben mit ihrem Pilgerleiter Franz-Xaver Guggenberger (1. Bild, M.) am 28. April um 12.45 Uhr ihr Ziel in Altötting erreicht; 42 km hatten sie zuvor bewältigt. Mit Kreuz, einer Marienfahne und einer Fahne der Pfarrei zogen sie betend über den Kapellplatz und umrundeten die Gnadenkapelle. Kapuzinerpater Rigobert Buchschachner geleitete sie zur frisch renovierten St. Konradkirche, wo er sie herzlich begrüßte und einen Dank für das Glaubenszeugnis aussprach. Eine "Zeit der Bewegung" seien das Frühjahr und der Sommer, stellte er fest; zugleich mahnte er, stets das Ziel einer Reise vor Augen zu behalten, um wirklich anzukommen und zu sich selbst zu finden. Eine Wallfahrt sei Besinnung, Gebet, Zeichen einer lebendigen Kirche und nicht zuletzt symbolisiere sie die Hoffnung, "dass wir am Ende unseres Pilgerweges nach Hause kommen". Mit dem Malgersdorfer Pfarrvikar Robert Albert und Pfr. Josef Chen als Konzelebranten feierten die Pilger schließlich eine hl. Messe in St. Konrad.

Text und Fotos: Michael Glaß

Symbol der Hoffnung – Pilger aus aus Obergangkofen

"Wieder g'schafft" und schon wieder bei bestem Wetter, freute sich Pilgerleiter Thomas Selmeier (2. Bild, links vorne), als er sich am 28. April gegen 13.30 Uhr bei seinen Mitpilgern aus Obergangkofen für den reibungslaufen Ablauf und die hervorragende Stimmung bedankte. Damit sind es dann schon 16 Jahre Altötting-Wallfahrt unter Leitung von Selmeier – ohne Regen! Wie jedes Jahr waren einige Pilger – heuer waren es 12 – die gesamte rund 60 km lange Strecke Strecke die ganze Nacht hindurch gegangen; weitere schlossen sich in Neumarkt St. Veit (80) und in Winhöring an, sodass es am Ende weit über 100 waren, die mit dem Pilgerkreuz voran über den Kapellplatz zogen. Kapuzinerpater Ludwig Wörle begleitete die Pilger über den Kapellplatz und sprach mit ihnen ein Dankgebet an der Gnadenkapelle. Gerade jetzt, da um das Kreuz in öffentlichen Räumen wieder gestritten werde, sei es wichtig, sich der Bedeutung des Symbols bewusst zu sein, erläuterte P. Ludwig in seiner Begrüßung. Das Kreuz sei Symbol der Hoffnung und der Befreiung, betonte er. "Auf das Kreuz zu schauen wie Br. Konrad, heißt, sich daran zu erinnern, dass Jesus uns erlöst hat." Mit P. Ludwig feierten die Pilger nachmittags eine hl. Messe im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Michael Glaß

"Gott ist da" – Wallfahrer aus der Pfarreiengemeinschaft Pilsting-Großköllnbach-Parnkofen

Insgesamt etwa 300 Wallfahrer aus der Pfarreiengemeinschaft Pilsting-Großköllnbach-Parnkofen unter der Gesamtleitung von Albert Pöschl – geordnet in Zweierreihen, voran die vielen Ministranten, die Erstkommunionkinder und Firmlinge, dahinter die 60 Fußpilger (zwei Tage unterwegs) und schließlich die Buspilger – zogen am frühen Sonntagmorgen, 29. April, über den Kapellplatz zur St. Anna-Basilika. Erstmals mit dabei war der neue Pfarrer Jürgen Josef Eckl (2. Bild), der mit den Pilgern Gottesdienst feierte. Aber der Wallfahrtsort ist auch für ihn kein Neuland, pilgerte Pfr. Eckl doch in seiner Kaplanszeit mit den Fußwallfahrern aus Gangkofen regelmäßig zum Gnadenort Unserer Lieben Frau. Für Kapuzinerpater Heinrich Grumann, noch ganz außer Atem wegen des schnellen "Einzugstempos", war es ein einzigartiges Bild angesichts der vielen jungen Pilger und so stellte er schmunzelnd fest: "Euch hat's wohl so fruchtbar pressiert, um schnell bei Jesus und seiner Mutter zu sein; Ihr seid's heute der beste Beweis, dass sich junge Christen nicht vom Glauben abbringen lassen!" Das Gefühl "Gott ist da" wünschte P. Heinrich allen Wallfahrern von Herzen.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

"Opfer, Blasen, Muskelkater" – Pilger aus Sünching

Pfarrer Peter König (4. Bild, mit Mikro) hat sein Versprechen gehalten und ist auch dieses Jahr mit den Sünchingern in zwei Tagen fast 80 km zu Fuß nach Altötting gepilgert. "Wenn auch jeder Schritt Opfer, Blasen und Muskelkater bedeutet, so gibt doch jeder Schritt Frucht, schenkt Gnade", so der Aufruf des Pilgerpfarrers gerade an die junge Generation: "Bleibt nicht stehen, geht weiter, schlagt auch in den kommenden Jahren den Fußweg nach Altötting ein." Unter der Leitung von Hans Krottenthaler jun. hatten sich die 120 Wallfahrer aus Sünching und Umgebung auf den Weg gemacht und zogen am 29. April über den Kapellplatz zur Gnadenkapelle. Kapuzinerpater Siegbert Mayer dankte fürs Glaubenszeugnis und bezeichnete die Wallfahrt als "großen Aufbruch zum Leben und zur Freude".

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Maria verändert unser Herz – Mitglieder der Herz Mariae-Bruderschaft München in Altötting

Immer um den 1. Mai, dem Festtag Patrona Bavariae, pilgern Mitglieder der Herz Mariae-Bruderschaft München in einer dreitägigen Fußwallfahrt nach Altötting. So auch dieses Jahr: Unter der Leitung von Antonie Wilken machten sich die Wallfahrtsteilnehmer am 28. April von Vaterstetten aus auf den Weg. Besonders der dritte Wallfahrtstag mit heftigen Windböen erschwerte die Fußwallfahrt und so war die Freude groß, am Montagvormittag, 30. April, das Ziel erreicht zu haben. Nach dem Einzug über den Kapellplatz, um die Gnadenkapelle und hinunter zur St. Konradkirche hieß Diakon Thomas Zauner die Pilgergruppe herzlich willkommen und betonte die Bedeutung der Marienverehrung. "Die Gottesmutter, die uns Jesus geboren hat, verändert auch unser Herz im positiven Sinn", bekräftigte Zauner mit dem Verweis auf die caritative Missionsarbeit der Herz Mariae-Bruderschaft für alte, kranke und behinderte Menschen in der Heimat sowie die Hilfsaktionen für Hungergebiete auf der ganzen Welt. Mit P. Achille Bundagandu SJ aus Kinshasa/Kongo (4. Bild) und einer Pilgergruppe aus Truchtlaching wurde im Anschluss Pilgergottesdienst gefeiert.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zum 184. Mal – Wallfahrt des "Altöttinger Wallfahrervereins" aus Landshut

Zum 184. Mal pilgerte am 1. Mai der "Altöttinger Wallfahrerverein" aus Landshut ins "Herz Bayerns"; rund 80 Pilger hatten sich mit dem Bus auf den Weg gemacht, um wie jedes Jahr am Gottesdienst zum Festtag "Patrona Bavariae" und zur offiziellen Eröffnung der Wallfahrtssaison teilzunehmen. Mit Kreuz und Marienfahne, "Vater unser" und "Oh Maria, hilf" betend zogen sie über den Kapellplatz zur St. Anna-Basilika. Kapuzinerpater Br. Georg Greimel, der die Pilger am Bahnhof begrüßt und einbegleitet hatte, dankte diesen für "Ihr Kommen und Ihr Gebet".

Text und Fotos: Michael Glaß

Zur Patrona Bavariae – Pilger aus Gangkofen

Auch heuer zogen rund 500 Pilger aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Gangkofen am Festtag Patrona Bavariae am 1. Mai um ca. 12.15 Uhr in Altötting ein; rund 35 km waren sie seit 4.30 Uhr frühmorgens zu Fuß unterwegs gewesen zum Gnadenort. Laut Wallfahrtsplan waren sie heuer zwar etwa eine halbe Stunde zu spät dran, laut Kapuzinerpater Heinrich Grumann, der die Pilger über den Kapellplatz zur St. Anna-Basilika begleitete, kamen sie jedoch genau rechtzeitig – die Pontifikalmesse zum 1. Mai war gerade erst zu Ende gegangen. "Wir ziehen zur Mutter der Gnade. zu ihrem hochheilgen Bild", zitierte P. Heinrich das bekannte Pilgerlied und erläuterte kurz die Geschichte und Bedeutung des Festtags für die Schutzfrau Bayerns. Nicht nur am 1. Mai sei eine Wallfahrt ein "gutes Glaubenszeichen". Mit Pfr. Jakob Ewerling feierten die Pilger im Anschluss eine hl. Messe in der Basilika.

Text und Fotos: Michael Glaß

Mit neuer Kraft – Fußpilger aus Hölsbrunn

Rund 70 Fußpilger aus der Pfarrei Maria vom Berg Karmel in Hölsbrunn hat Kapuzinerpater Br. Sunil Kachappally am 1. Mai gegen 13 Uhr über den Kapellplatz zum Kongregationssaal einbegleitet. Nach ca. 40 km und neun Stunden Fußmarsch waren diese in Altötting angekommen. Br. Sunil empfahl den Wallfahrern den hl. Br. Konrad als Vorbild und wünschte ihnen "mit neuer Kraft und Freude" in den Alltag zurückzukehren. Mit Pfarrer Dr. Joy Madappally feierten die Pilger einen Gottesdienst im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Michael Glaß

Verschiedene Wege – ein Ziel – Fußpilger aus Erharting und Töging

"Wenn man betend nach Altötting pilgert, dann ist nicht der Weg das Ziel, sondern der Gnadenort, den uns der Himmel geschenkt hat", versicherte Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl den Fußpilgern aus Erharting und Töging. Diese hatten sich am 5. Mai auf verschiedenen Wegen aufgemacht, um ihr Pilgerziel zu erreichen, Treffpunkt war gegen 8 Uhr die Bruder Konradkirche, von wo aus sie gemeinsam in den Kongregationssaal einzogen. Pfarrer Albert Lang, der mit den Fußpilgern Gottesdienst feierte, betonte, der Lebensweg sei ein Unterwegssein zu Gott. "Um dieses Ziel wirklich zu treffen und zu finden, bitten wir, dass Er uns begleitet in unserm irdischen Leben".

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Dankwallfahrt – Pilger aus Winhöring

Für Pfarrer Josef Kurz (1. Bild, M., mit Kreuz-Kette) war es am 5. Mai eine "Abschiedswallfahrt": Ab September wird er als Pfarrer von Winhöring in den Ruhestand verabschiedet werden; danach wird er seine "Austragswohnung" im Kollegiatsstift zum hl. Rupertus am Gnadenort beziehen. Für den engagierten Pfarrer war es rückblickend vor allem eine Dankwallfahrt zur Muttergottes von Altötting – ein Dank für sein aktives seelsorgliches Wirken und für den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt. Beim Pilgergottesdienst in der Stiftspfarrkirche gab Pfr. Kurz "seinen Winhöringern" das Paulus-Wort an die Römer mit auf den Weg: "Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken ..."

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Schwester im Glauben – Fußpilger aus dem Pfarrverband Tacherting-Emertsham-Peterskirchen

"Es ist gut, auf das Kreuz, auf Jesus zu schauen, wie es uns Maria als Schwester im Glauben und der hl. Pfortenbruder Konrad vorgelebt haben", empfahl der stellvertretende Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Norbert Schlenker den Fußpilgern aus dem Pfarrverband Tacherting-Emertsham-Peterskirchen am 5. Mai nach der Einbegleitung und der kurzen Statio vor der Gnadenkapelle. Das Kreuz stehe ja momentan im "Kreuzfeuer der Meinungen", vor allem aber stehe es für Schmerz und Leid, aber auch für Hoffnung. So sollten wir als Christen hoffnungsfroh in die Zukunft blicken und gerade durch eine Wallfahrt zum Gnadenort Altötting unseren Glauben bezeugen. In der neu-renovierten Bruder-Konrad-Kirche wurde mit Pfarrer Hermann Schlicker, der seine Pfarrangehörigen ab 3.30 Uhr fußpilgernd begleitete, Gottesdienst gefeiert.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Von Bruder Konrad lernen – Wallfahrt der Bundespolizei

Der hl. Bruder Konrad ist der Patron der Bundespolizei und bereits zum 13. Mal pilgerten heuer am 5. Mai Bundespolizisten aus Bayern und Baden-Württemberg nach Altötting. Im 200. Jubiläumsjahr des hl. Klosterpförtners war die frisch renovierte St. Konradkirche beim Dankgottesdienst mit dem Münchner Weihbischof Wolfgang Bischof (1. Bild), dem Beauftragten für die katholische Seelsorge in der Bundespolizei bis auf den letzten Platz gefüllt. Als Konzelebranten wirkten mit neben P. Dr. Gabriel Wolf (Deggendorf/München, im 4. Bild mit Fahne) Oberpfarrer Pater Andreas Bröckling (Fuldatal), Pfarrer Norbert Achcenich (Bamberg) sowie Pater Franz Unfried (München). Eine Kleinbesetzung des Bundespolizeiorchesters München sorgte für die festliche musikalische Gestaltung.

Weihbischof Bischof betonte in seiner Predigt, dass gerade auch Polizisten in ihrem oft schwierigen Dienst auch himmlischen Beistand brauchen können. Die "lebendige Glaubenstradition" in Altötting, wo Menschen immer wieder um Beistand baten, sei bis auf den heutigen Tag spürbar. Den "Ruf Gottes" habe damals auch der einfache Bauer aus dem Rottal, Johann Birndorfer, der spätere Bruder Konrad, gespürt. Weihbischof Bischof stellte im Pfortendienst des hl. Bruders Konrad eine Parallele zum Dienst der Bundespolizei fest: "Auch diese sind an Orten eingesetzt, wo Menschen unterwegs sind, Orte, wo Menschen Heimat suchen oder Orte, um dem alltäglichen Leben zu entfliehen – wie auf Flugplätzen, Bahnhöfen oder auch Grenzstationen." Dabei müsse die Polizei mahnend, beschwichtigend, ermutigend oder wegweisend auf andere einwirken und dabei selbst "Mensch" bleiben, auch wenn man selber oft unmenschlich behandelt werde. Auch der hl. Bruder Konrad habe an der Pforte Menschen gestärkt, ermutigt, Hoffnung gegeben und uns aufgezeigt: "Spürbares und begreifbares 'Menschsein' geschieht in der Begegnung, letztendlich in der Begegnung mit Gott." Abschließend bat der Weihbischof die Polizisten, immer "Mensch" zu sein – "auch wenn man an die Grenzen des eigenen Ichs kommt" Er betonte: "Von Bruder Konrad lernen heißt, Mensch zu sein, wie man ist, und mit Gott verbunden zu bleiben im Dienst für andere."

Der quirlige Wallfahrtsorganisator P. Gabriel Wolf dankte zum Schluss des Gottesdienstes für die überwältigende Teilnahme, für "so viele Biker wie noch nie" – und auch dem jüngsten Teilnehmer, dem dreijährigen Maxi (3. Bild), der zwar einen Teil des Gottesdienstes in Mamas Schoß verschlief, aber dann putzmunter wurde, als auf dem Basilika-Vorplatz die Segnung der Christophorus-Medaillen (gestiftet von WB Bischof), der Motorräder samt Biker und der Delegation von Radpilgern stattfand. In feierlicher Prozession zogen dann alle Teilnehmer hinauf zur Gnadenkapelle. An der Gnadenpforte hieß sie Kapuzinerpater Ludwig Wörle herzlich willkommen, empfahl sie der Fürsprache Mariens an und entließ sie mit den Worten: "Gehet oder fahret (die Biker und Radfahrer) hin in Frieden!"

Übrigens: P. Gabriel, für sein humorvolles Naturell bekannt, erklärte allen ganz unverblümt und leicht zu merken, wo der Gesprächsraum der Seelsorgestelle am Münchner Flughafen zu finden sei: zwischen Terminal 1 und 2, zwischen Urologen und Heilpraktiker. Und da bei einer Wallfahrt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen darf, sprach P. Gabriel gleich vor der Gnadenkapelle das "Tischgebet für Eilige": "Herr lasse deinen Segen über die Teller fegen!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Herzlich begrüßt – Fußpilger aus Thalmassing

Von zahlreichen Angehörigen sind am 5. Mai die über 400 Fußpilger aus Thalmassing/Opf. nach ihrer 34. Altötting-Wallfahrt am Kapellplatz begrüßt worden; über 100 km an drei Tagen hatten sie zurückgelegt. Kapuzinerpater Br. Georg Greimel begleitete sie an der Gnadenkapelle vorbei zur St. Anna-Basilika, wo sie mit Dekan Anton Schober (1. Bild, vo.) eine hl. Messe feierten. "Als Wallfahrer tragen Sie mit dazu bei, dass das Christliche in unserer Gesellschaft erhalten bleibt", stellte Br. Georg in seiner Begrüßung fest. Er stellte den hl. Bruder Konrad als Pilger, Beter und als "Heiligen des Alltags" vor und betonte, "dass wir im Glauben nicht alleine sind - die Heiligen sind mit uns unterwegs".

Text und Fotos: Michael Glaß

Zur Patronin Bayerns – Fußpilger aus Niederstraubing

Rund 60 Fußpilger aus Niederstraubing (Pfarrverband Holzland) hat P. Heinrich Grumann am 5. Mai zur Gnadenkapelle einbegleitet, wo er sie am Platz vor der Hl. Kapelle herzlich begrüßte und ihnen die Gottesmutter Maria vor allem als "Patronin Bayerns" vorstellte. Die Pilger waren seit 4 Uhr morgens auf den Beinen und gingen ca. 25 km zu Fuß; eine Teilstrecke hatten sie mit dem Bus zurückgelegt. Nachmittags feierten sie mit Pfr. Thomas Diermeier und mit Wallfahrern aus Frontenhausen eine hl. Messe im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Michael Glaß

Ein Ziel vor Augen – Pilgergruppe aus Günzkofen und Umgebung

Zum 132. Mal kam am 5. Mai gegen 12 Uhr eine rund 80-köpfige Pilgergruppe aus Günzkofen und Umgebung in Altötting an; mit großem Pilgerkreuz und Marienfahne zogen sie über den Kapellplatz und – einbegleitet von Kapuzinerpater Siegbert Mayer – zur Gnadenkapelle. Die Pilger waren die ganze Nacht hindurch rund 60 km ins "Herz Bayerns" marschiert. P. Siegbert empfahl den Pilgern in seiner Begrüßung nach der strapaziösen Wallfahrt erst einmal auszuschnaufen. Um richtig ankommen zu können, sei es wichtig ein Ziel vor Augen zu haben, erklärte er und verwies auf die Gottesmutter Maria, die uns zu ihrem Sohn führt.

Text und Fotos: Michael Glaß

Wieherndes Dankgebet – Pferdewallfahrt aus dem ober- und niederbayerischen Raum

Es war wieder ein prächtiges Bild, als am 6. Mai die Teilnehmer an der Pferdewallfahrt aus dem ober- und niederbayerischen Raum – organisiert von Ludwig Mitterbauer aus Baumgarten/Dietersburg – auf den Kapellplatz zogen und zweimal die Gnadenkapelle umrundeten. Herrliches Frühsommerwetter trug dazu bei, dass sich mit 13 Gespannen/Kutschen und 30 Reitern etwas mehr Teilnehmer auf den Weg gemacht hatten; Diakon Thomas Zauner spendete bei der Statio am Kapellplatz den Pilgern und ihren edlen, gestriegelten und herausgeputzten Tieren (Kalt- und Warmblüter) den Segen. Gewöhnlich marschieren Altöttings Diakon und dessen Sohn Martin als Vortragskreuzträger beim Einzug der Pilgergruppen voran, diesmal wurden sie im Gespann der Familie Ingerl aus Oberschneiding mit den beiden Kaltblütern Jana und Janina zur Gnadenkapelle kutschiert. Zauners Dankgebet für die anvertraute Schöpfung Gottes wurde immer wieder durch lautes Gewieher bestätigt. Tonangebend war der dreijährige Nordecker-Hengst Rocky (österreichisches Kaltblut), der sich mit seiner temperamentvollen Art bemerkbar machte (vielleicht, um bei den anwesenden Stuten Eindruck zu schinden). Nach der Segnung stimmte Zauner das Lied "Segne du Maria" an mit dem Verweis: Die Gottesmutter ist das Pilgerziel und steht im Zentrum unseres Gnadenortes. Zum dritten Mal umrundeten dann nach alter Pilgertradition die Kutschen und Reiter die Gnadenkapelle, bevor sie sich vom Gnadenort verabschiedeten und wieder den Heimweg antraten.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner