Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Rund um den Festtag des hl. Bruders Konrad und um die Altarweihe in der frisch renovierten St. Konradkirche kamen auch zahlreiche Pilgergruppen nach Altötting – und diese freuten sich über nahezu sommerliche Temperaturen im April. – Eine kleine Auswahl:

Rosen als Zeichen für Maria – Erstkommunionkinder aus Nabburg pilgerten

39 Erstkommunionkinder aus der Pfarrei St. Johannes Baptist im oberpfälzischen Nabburg konnten am 15. April mit Pfarrer Hannes Lorenz ihre feierliche Erstkommunion feiern. Und so machten sie sich am Dienstag darauf, 17. April, per Bus auf den Weg nach Altötting, um mit einer Wallfahrt der Gottesmutter für diesen "schönsten Tag im Leben eines jungen Christen" Dank zu sagen. In ihre Erstkommunionkleider ganz in Weiß gekleidet, mit Rosen in Händen, zogen die Kinder in Begleitung von Pfr. Lorenz, dem Altöttinger Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl und einigen begleitenden Eltern hinauf zur Gnadenkapelle. "Eine Rose ist ein symbolisches Zeichen für die Gottesmutter Maria", erklärte Prälat Mandl und freute sich über die vielen strahlenden Gesichter der jungen Pilger. "Was immer dich bedrückt oder auch freut, sage es der himmlischen Mutter", empfahl der Wallfahrtsrektor in der Gnadenkapelle. "Kommt's ganz nah heran zur Gnadenmutter, Ihr seid's heut unsere Ehrengäste", sagte Mandl zu den Kindern und appellierte an die Eltern und Großeltern, den Kindern den Glauben vorzuleben. Beim Gottesdienst erklärte Pfr. Lorenz: "Maria ist hier nicht allein, sie hält uns ihren Sohn hin. An ihn sollen wir glauben, auf ihn sollen wir hören!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Weil's ums Gehen geht! – Fußpilger aus Hebertsfelden

Rund 150 Fußpilger aus Hebertsfelden (Pfarrei St. Emmeram) hat Kapuzinerpater Siegbert Mayer am 21. April um die Mittagszeit vor der Gnadenkapelle begrüßt; seit 5 Uhr morgens waren diese unterwegs gewesen. An diesem ungewöhnlich heißen Apriltag riet P. Siegbert den Pilgern, sich erst einmal einen Platz im Schatten zu suchen. Nicht umsonst fragten die Leute hierzulande "Wie geht's?", wenn sie sich um das Befinden erkundigen – "weil's ums Gehen geht! Ums weitergehen!", erklärte der Kapuziner. Die Wallfahrt sei so ein Spiegelbild für das gesamte Leben. Als Christen könnten wir uns jedoch sicher sein, dass Gott mit uns unterwegs ist: "Unser Gott ist ein mitgehender Gott", betonte P. Siegbert und fügte hinzu: "Als Christen laufen wir nicht einfach einer Theorie, einem Gesetz oder einer Moral hinterher", stattdessen wüssten wir uns verbunden "mit dem geliebten Du unseres Gottes". Schließlich sang P. Siegbert mit den Pilgern das Lied "Freu dich, du Himmelskönigin", ehe diese mit Pfr. Josef Rainer eine hl. Messe im Kongregationssaal feierten.

Text und Fotos: Michael Glaß

Br. Konrad als Vorbild – Fußpilger aus Kelheim

Rund 300 Fußpilger aus Kelheim (Pfarrei Heilig Kreuz) hat Kapuzinerpater Sunil Kachappally am 21. April gegen Mittag über den Kapellplatz in die Stiftspfarrkirche einbegleitet; die Wallfahrer hatten sich von Massing aus auf einen rund sechsstündigen Weg nach Altötting gemacht. P. Sunil stellte ihnen den hl. Bruder Konrad als Wallfahrer, als großen Beter und als Menschenfreund vor und empfahl: "Wollen wir uns Br. Konrad als Vorbild nehmen, damit auch wir in schwierigen Situationen das Gleichgewicht nicht verlieren und anderen Menschen mit Wohlwollen begegnen." Nach einem gemeinsamen Vaterunser feierten die Pilger mit Pfr. Leszek Smaglinski eine hl. Messe.

Text und Fotos: Michael Glaß

Nachtwallfahrt – Fußwallfahrt aus der Pfarreiengemeinschaft Mamming-Niederhöcking

Damit die Nacht-Fußwallfahrt aus der Pfarreiengemeinschaft Mamming-Niederhöcking alljährlich reibungslos abläuft, braucht's ein gutes Organisatorenteam: mit Hans Kohlmeier, Hans und Ernst Huber und dem Ehepaar Margit und Alfons Günzkofer klappt alles reibungslos, so auch von Freitag, 20. April bis Samstag, 21. April. Nach der Ankunft am frühen Samstagmorgen an der Kapuzinerstraße stand bereits das "Abholteam" mit Kapuzinerpater Heinrich Grumann und Vortragskreuzträger Martin Zauner bereit, um mit den 45 Fußwallfahrern ein kleines Wegstück zu gehen und am Gnadenort willkommen zu heißen. P. Heinrich erinnerte an den Festtag des hl. Bruders Konrad: "Und Ihr seid's dabei!" Auch der hl. Bruder Konrad sei ein großer Marienverehrer und Beter gewesen. Ehre wem Ehre gebürt: Für 30malige Teilnahme wurde Margit Günzkofer und für seine 40. Fußwallfahrt wurde Ernst Huber mit einer Urkunde geehrt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Bittwallfahrt – Fußwallfahrer aus Großmehring

Drei Tage – von Freitag, 20. April bis Sonntag, 22. April – waren die Fußwallfahrer aus Großmehring unterwegs nach Altötting – heuer zum 34. Mal. 25 Pilger und zwei Kreuzträger zogen zur Gnadenkapelle. Das Wallfahrtskreuz wird alljährlich von Ludwig Kettner getragen. Wieder mit dabei war auch Benedikt (11), der jüngste Spross der Pilgerleiter-Familie Frank; er trug sein eigenes Holzkreuz. Ihn freute es, dass er dieses Mal als Firmling mit dabei war – ein Grund, der Muttergottes Dank zu sagen. Heuer wird er wohl besonders auch seine erkrankte Oma, Pilgerleiterin Monika Frank, ins Pilgergebet eingeschlossen haben.  "Ihr habt’s den Frühsommer mit nach Altötting gebracht", freute sich Altöttings Diakon Thomas Zauner mit den Großmehringer Fußpilgern nach deren Ankunft am Pilgerziel am Morgen des 22. April. Die Altöttinger Kirchenglocken läuteten beim Einzug der Fußpilger über den Kapellplatz zum Gruß und nach Umrunden der Gnadenkapelle wurde kurz Statio gehalten. Wallfahrtsorte seien nicht von der Kirche gemacht, sondern die Muttergottes habe bestimmte Orte zu Pilgerstätten auserkoren und rufe die Gläubigen an diese Orte, erklärte Diakon Zauner. Darum sei es besonders wichtig, dass die Pilgertradition zu diesen Gnadenorten aufrechterhalten werde. Traditionsgemäß stimmten dann die Großmehringer zur Ehre Mariens das Pilgerlied von der "Schwarzen Madonna" an, bevor Diakon Thomas Zauner abschließend den Pilgersegen spendete.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Ein Blick auf das Kreuz – Fußpilger aus Schönau

Den hl. Bruder Konrad kennenzulernen, empfahl Kapuzinerpater Ludwig Wörle den über 100 Fußpilgern aus Schönau (Pfarrei St. Stephanus), nachdem er sie am 22. April gegen Mittag über den Kapellplatz zum Kongregationssaal einbegleitet hatte. "Ein Blick auf das Kreuz lehrt mich in jeder Lage, wie ich mich zu verhalten habe", zitierte er den hl. Klosterpförtner. Dieser Ausspruch sei ein Motto "für alle". Um 3 Uhr morgens waren die meisten der Pilger in Schönau aufgebrochen, einige – vor allem die vielen Kinder und Jugendlichen, die dabei waren – hatten sich später angeschlossen. Mit Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambi feierten die Pilger einen sehr lebendigen Gottesdienst, gestaltet vom eigenen Chor und einer Instrumentalgruppe.

Text und Fotos: Michael Glaß