Altöttinger Liebfrauenbote

Dritte Ausstellung über den heiligen Klosterpförtner in seinem Jubiläumsjahr eröffnet

Bruder Konrad "spricht zu uns"

Ende Januar wurde sie vorgestellt – jetzt, gerade einmal sechs Wochen später, ist die neue Br.-Konrad-Biografie vergriffen und muss nachgedruckt werden. Diesen Umstand hat Administrator Prälat Günther Mandl als Zeichen dafür gewertet, dass der 1934 heilig gesprochene Kapuziner "auch heute noch sehr gut ankommt", als er am 11. März als Hausherr die Ausstellung "Bruder Konrad – Kunst und Schriften" eröffnete, die bei freiem Eintritt im Haus Papst Benedikt XVI. zu sehen ist.

Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl und Kapuzinerpater Br. Georg Greimel erläutern die Ausstellung im Haus Papst Benedikt XVI.
Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl und Kapuzinerpater Br. Georg Greimel erläutern die Ausstellung im Haus Papst Benedikt XVI.
Kapuzinerpater Br. Georg Greimel führt durch die Ausstellung.
Kapuzinerpater Br. Georg Greimel führt durch die Ausstellung.

Die Ausstellung im Bruder Konrad-Jubiläumsjahr – sein Geburtstag jährt sich am 22. Dezember zum 200. Mal. – steht nicht für sich alleine – sie ist eine von dreien. Zwei laufen bereits, sie thematisieren Konrads Geburt und Taufe sowie sein Leben und sind im St. Konrad-Kloster bzw. in der Vorhalle zum romanischen Portal der Stiftspfarrkirche zu sehen. Nun wurden diese beiden durch eine dritte ergänzt. Und das ist dringend nötig, wie Br. Georg findet: "Eigentlich bräuchte es noch mehr, denn sie erfassen ihn immer noch nicht ganz."

Die nun eröffnete Schau nähert sich dem hl. Br. Konrad über die Kunst und Schriften – letztere stammen teils von ihm selbst. Viel ist das nicht, weil Br. Konrad kaum etwas hinterlassen hat. "Er hatte wenig, wie jeder Kapuziner", erklärte Br. Georg. Immerhin gibt es seine Vorsätze, die er im Noviziat niedergeschrieben hat, Anmerkungen auf Zetteln, Eintragungen in die Pfortenbücher. Und seine Briefe, die auszugsweise in die Schau integriert sind – wenn auch nicht im Original.

Anders als die Hinterlassenschaften des Heiligen, sind die Schriften, die sich mit ihm beschäftigen, zahlreich. Die erste stammt von Pater Joseph Anton Kessler und entstand noch vor der Seligsprechung Konrads, die letzte ist eingangs erwähnte Kurzbiografie. Dazwischen entstanden viele andere, auch fremdsprachig, sogar eine armenische ist ausgestellt. Kurze Zitate und längere Texte sind zu lesen und machen klar, das Br. Konrad auch heute noch etwas zu sagen hat: "Er spricht zu uns", so Br. Georg.

Dazu kommen Gemälde, Andachtsbildchen, Figuren und andere Darstellungen, darunter viel Volkskunst. Ein Foto würde da an sich gut dazu passen. Es gibt auch eines, Konrads Totenbild nämlich. Auf das hat Br. Georg aber bewusst verzichtet, wie er sagt: "Wir feiern ja seinen Geburtstag."

In Summe ist es die "inhaltlich wertvollste" der drei Ausstellungen. Da sind sich Br. Georg und Prälat Mandl einig. Und in der Hoffnung, sie möge die Br. Konrad-Verehrung fördern.

Text und Fotos: Stephan Hölzlwimmer

Impressionen

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