Altöttinger Liebfrauenbote
Einzug der Sportschützen St. Georg auf den Kapellplatz.
Einzug der Sportschützen St. Georg auf den Kapellplatz.

Sportschützen St. Georg Altötting feiern 50jähriges Jubiläum

Hitzeschlacht beim Schützenfest

Unter dem Motto "Mia lossn's kracha!" feierten die Sportschützen St. Georg Altötting vom 8. bis 10. Juni ihr 50jähriges Gründungsjubiläum und luden zu einem Bürger- und Schützenfest ein. Höhepunkt war am Sonntag, 10. Juni, der Fest- und "Freiluft"-Gottesdienst am Kapellplatz.

Die Musikkapelle Halsbach gestaltete den Festgottesdienst.
Die Musikkapelle Halsbach gestaltete den Festgottesdienst.
Stadtpfarrer Günther Mandl umringt von Fahnenabordnungen und "Paten-Damen".
Stadtpfarrer Günther Mandl umringt von Fahnenabordnungen und "Paten-Damen".

Der "Jubiläumssalut" der Böllerschützen am Dultplatz war bereits am Sonntagmorgen zu hören - mit Trommelwirbel, Blasmusik und unter dem Geläut der Altöttinger Kirchenglocken marschierten die Teilnehmer der Schützenwallfahrt zum Kapellplatz. Viele Schützenvereine und Musikkapellen aus benachbarten Landkreisen, aus Ober- und Niederbayern sowie aus Österreich waren gekommen und zogen sternförmig auf den Kapellplatz ein. Dort bot sich ein farbenprächtiges Bild mit Fahnenabordnungen und vor allem mit etwa 1.000 Männern und Frauen, die in ihren traditionellen Schützentrachten aufmarschierten; trotz der sommerlichen schweißtreibenden Temperaturen waren die meisten mit passendem Hut und Janker ausstaffiert. Die wenigen Schattenplätze unter den Linden- und Ahornbäumen um die Gnadenkapelle waren schnell belegt. Die Veranstalter rund um den Ersten Schützenmeister Philipp von Wartburg und dem Zweiten Schützenmeister Andreas Weber, der auch den Festausschuss leitete, waren vorbereitet auf die "Hitzeschlacht" und ließen Wasserflaschen verteilen, die dankbar angenommen wurden.

Trotz der Hitze war Festtagsstimmung angesagt: "Wo die Mutter ist, da ist man zu Haus, wo die Muttergottes ist, da hat man Wohn- und Heimatrecht", zitierte Prälat Mandl den bayerischen Papst em. Benedikt XVI. und dankte allen Schützenfreunden fürs zahlreiche Kommen, auch der örtlichen Vertretung von Seiten der Stadt mit Bürgermeister Herbert Hofauer mit Gattin, des Landkreises mit Landrat Erwin Schneider, Vertreter des Stadtrats und Pfarrgemeinderats. Musikalisch beeindruckend gestaltet wurde der "Freiluft"-Gottesdienst von der Blaskapelle Halsbach.

Pfarrvikar und Schützenkönig

Schirmherr und Bürgermeister Herbert Hofauer heftet sein Band an die St. Georgs-Schützenfahne, links Festausschuss-Vorsitzender Andreas Weber.
Schirmherr und Bürgermeister Herbert Hofauer heftet sein Band an die St. Georgs-Schützenfahne, links Festausschuss-Vorsitzender Andreas Weber.
Deva Gudipalli, Pfarrvikar und Schützenkönig.
Deva Gudipalli, Pfarrvikar und Schützenkönig.

Große Anerkennung für ein halbes Jahrhundert Schützenverein kann man auch den jeweiligen Grußworten aus der Jubiläumsfestschrift entnehmen: der am 7. Februar 1968 im Gasthaus Trostberger Hof gegründete Sportschützenverein St. Georg hatte zum Ziel, Sport, Tradition und Geselligkeit in der Kreisstadt Altötting gleichermaßen zu stärken und zu fördern und dies sei ihm hervorragend gelungen. Und dass Brauchtum als ein wichtiger Teil heimatlicher Bodenständigkeit und bayerischer Lebensart gepflegt werden muss, wurde auch beim Jubiläumsgottesdienst deutlich vor Augen geführt. Nach der Segnung der Fahnenbänder wurden diese von Bürgermeister Herbert Hofauer als Schirmherr, den Festdamen Inge Detter (Herbergsfamilie), Bernadette Staudhammer (Patenbraut vom Volkstrachtenverein), Theresa Heuwieser (Festbraut) an die Vereinsfahne der St. Georgsschützen angeheftet; Stefanie Weber als Patenbraut der St. Georgsschützen befestigte ihr Fahnenband an die Fahne des "Patenvereins" der Trachtler. Dies hatte einen bedeutenden Symbolcharakter: Der Volkstrachtenverein Altötting kann nächstes Jahr auf sein 50jähriges Besten zurückblicken und bot dem diesjährigen Jubiläum der St. Georgsschützen durch zahlreiche Teilnahme tatkräftige "Schützenhilfe". Nach Schlusssegen und gemeinsam gesungener Bayernhymne ging es im Festzug zurück zum Dultplatz, wo die Gäste im Dultzelt der Familie Detter bestens mit Speis und Trank bewirtet wurden.

Eine Besonderheit: Schützenvereinsmitglied Deva Gudipalli, Pfarrvikar der Pfarrei St. Josef/Altötting-Süd, war beim Schützenfest am Sonntag in doppelter Funktion im Einsatz: als Konzelebrant beim Festgottesdienst am Kapellplatz und beim Festzug mit Kette geschmückt als Schützenkönig in der Kategorie "Luftgewehr".

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

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