Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Der große "Pfingst-Sturm" in Altötting ist vorbei und auch heuer waren wieder mehr als 20.000 Pilger am Gnadenort "Unserer Lieben Frag"; allein mit den beiden größten Gruppen aus Regensburg und der Legio Mariae kamen über 13.000 Menschen. Doch auch viele "kleinere" Gruppen marschierten ins "Herz Bayerns" – hier eine Auswahl:

Gemeinschaftserlebnis – Fußwallfahrer aus Eichendorf-Wallerfing bei Landau

Den Auftakt zum "Altöttinger Pfingst-Sturm" mit den vielen Fußpilgern machten am Pfingstsamstag, 19. Mai mit ihrer Ankunft am Gnadenort frühmorgens um 6.30 Uhr wieder die Fußwallfahrer aus Eichendorf-Wallerfing bei Landau. Abmarschiert waren die 148 Fußpilger unter kommissarischer Leitung von Sepp Winnerl und 2. Vorstand Sepp Ried – beide waren für den erkrankten Pilgerführer Franz Bichler eingesprungen – am Freitag, 18. Mai, um 5 Uhr. Standartenträger Hans Schott, zum achten Mal dabei, zeigte sich begeistert vom "getragenen Gemeinschaftserlebnis und traumhaften Pilgerwetter". Fürs gute Herkommen sprach Diakon Thomas Zauner nach der Einbegleitung zur Gnadenkapelle ein Mariengebet. Anschließend feierten die Pilger Gottesdienst im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Pilgerleiter feiert Jubiläum – Riedenburger Fußpilger in Altötting

Unter den Klängen der Musikkapelle Altötting und unter dem Geläut der Altöttinger Kirchenglocken zogen am frühen Pfingstsamstagmorgen, 19. Mai, die 660 Riedenburger Fußpilger unter Leitung von Hans Schlagbauer (1. Bild, M.) am Kapellplatz ein. Nach alter Pilgertradition sprach er knieend ein Dank- und Bittgebet zur Altöttinger Gnadenmutter. "Ihr gehört's untrennbar zur Altöttinger Pfingstwallfahrt", versicherte Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl und dankte allen fürs Kommen: insbesondere dankte er für das großartige Engagement von Hans Schlagbauer, der dieses Jahr sein 20. Pilgerleiter-Jubiläum feiern konnte und beim Gottesdienst in der St. Anna-Basilika entsprechend geehrt wurde. Prälat Mandl empfahl die Gottesmutter als stete Wegbegleiterin, "Maria wird Euch nicht ungetröstet und unerhört nach Hause zurückschicken, sie führt Euch zu Jesus, da seid's immer gut beraten!" Er empfahl Pfingsten als Chance, die Kirche ebenso wie das eigene Glaubensleben zu erneuern. Mit einer Urkunde ausgezeichnet wurden u.a. Vortragskreuzträger Michael Reichmann für seine 40. Teilnahme und Standartenträger Bernhard Egerer (8. Bild), heuer zum 25. Mal dabei. Egerer war für die Teilnahme an der Riedenburger Fußwallfahrt extra aus Mexiko – dort arbeitet er für eine bekannte deutsche Autofirma – angereist.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Unter dem Sternenhimmel – Fußpilger aus Erding

Die 116 Fußpilger aus Erding, Pfarrei St. Johannes, brachen am Pfingstsamstag, 19. Mai, um 1 Uhr früh in Walpertskirchen auf nach Altötting. Da lagen die meisten noch im Bett, doch diesen sei einiges entgangen, wie eine begeisterte Pilgerin erzählte. Ein wunderbarer Sternenhimmel leuchtete den Erdingern den Weg. Kapuzinerpater Br. Sunil Kachappally hieß die Erdinger Fußpilger freundlich willkommen. Mit einem herzlichen "Grüß Euch Gott aus dem Erdinger Gäu in dieser wunderschön renovierten St. Konradkirche", leitete Prälat Josef Mundigl den Pilgergottesdienst ein, "Ihr habt's schönes Wetter mitgebracht, da kann man gut gehen und gut beten."

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zum 183. Mal – Fuß- und Bahnpilger aus Freising und aus Neufahrn

Zum 183. Mal kamen am 19. Mai Fuß- und Bahnpilger aus Freising (Pfarrei St. Lantpert) sowie aus Neufahrn bei Freising in Altötting an. Kapuzinerpater Norbert Schlenker begrüßte die Pilger am Bahnhof und begleitete sie an der Gnadenkapelle vorbei zur Stiftspfarrkirche, wo sie mit Pfr. Martin Garmeier eine hl. Messe feierten. Bis Hörlkofen waren die beiden Gruppen in der Nacht marschiert, ehe sie dann gemeinsam mit dem Zug die restliche Strecke in den Wallfahrtsort fuhren. Spätnachmittags feierten beide Gruppen jeweils eine Andacht in St. Konrad. Abends nahmen beide Gruppen an der Lichterprozession teil. Am Pfingstsonntag in der Früh feierten sie eine Pilgermesse in St. Konrad.

Text und Fotos: Michael Glaß

Dem Ruf gefolgt – Wallfahrer des Pilgervereins Otzing/Michaelsbuch

"Schön, dass Ihr dem Ruf der Muttergottes gefolgt seid", freute sich Diakon Thomas Zauner, als er am 19. Mai die Wallfahrer des Pilgervereins Otzing/Michaelsbuch (im niederbayerischen Landkreis Deggendorf) im Kongregationssaal begrüßte. Mit dem Lied "Maria dich lieben" begrüßten sie die Gottesmutter. Zuvor waren sie – musikalisch unterstützt von der eigenen Blaskapelle – über den Kapellplatz eingezogen. Zwei Tage lang waren die rund 70 Wallfahrer unterwegs gewesen – zuerst ging es vom Landauer Berg nach Mitterskirchen und am Pfingstsamstag schließlich nach Altötting. Mit Pfr. Günter Müller feierten die Pilger schließlich eine hl. Messe am Wallfahrtsort.

Text und Fotos: Michael Glaß

Staunen lernen – Fußwallfahrer aus Ismaning

"Meine Lebensweise besteht nun meistens darin: lieben und leiden, im Staunen und Anbeten und Bewundern der namenlosen Liebe Gottes zu uns armen Geschöpfen. In dieser Liebe meines Gottes komme ich an kein Ende." (Bruder Konrad, 1872) Bei herrlichem Wetter war es Br. Georg Greimel bei der Begrüßung der 90 Fußwallfahrer aus Ismaning/St. Johann Baptist am Samstag, 19. Mai ein leichtes, auf den heiligen Klosterpförtner Bezug zu nehmen. "Von Br. Konrad können wir das Staunen lernen, wie schön Gott diese Welt geschaffen hat", bekräftigte Br. Georg in der St. Magdalenakirche, wohin er die Ismaninger vom Kolbergparkplatz aus vorbei an der Gnadenkapelle einbegleitet hatte.

Text und Fotos: Wolfgang Terhörst

Zusammenwachsen – Fußpilger aus Winzer und Umgebung

"Ihr habt es geschafft, seid's am Ziel angekommen und als Pilgergemeinschaft zusammengewachsen", freute sich Kapuzinerpater Heinrich Grumann mit den 100 Fußpilgern aus Winzer und Umgebung, die er am 19. Mai am Gnadenort zur St. Konradkirche einbegleitet hatte. Innige Marienverehrung zeige sich gerade im Pilgern, betonte er. Dankbarkeit ist der Grund, warum seit 2006 Josef Eder (4. Bild) teilnimmt an der zweitägigen Pfingst-Fußwallfahrt aus Winzer unter Leitung von Sepp Ammerer. Es grenze an ein Wunder, dass er einen schweren Autounfall so gut wie unbeschadet überstanden habe, wie er erzählte. Am 18. Mai hatte sich auch Gerhard Dorfner mit den Fußpilgern aus Winzer auf den Weg gemacht, zu seiner bereits 141. Fußwallfahrt. Für ihn ist Altötting mehrmals im Jahr Pilgerziel.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Blick auf das Kreuz – Fußpilger aus Hallbergmoos-Goldach

Mit Kreuz und Fahne zogen am Morgen des 19. Mai die Fußpilger aus Hallbergmoos-Goldach am Kapellplatz ein. "Ein Blick auf das Kreuz kann auch uns helfen im Alltag", betonte P. Ludwig Wörle, der die Pilger einbegleitet hatte, bei der Statio vor der Hl. Kapelle. Um 1 Uhr früh hatten sich die Wallfahrer auf den Weg nach Hörlkofen gemacht, fuhren von dort mit dem Bus nach Heiligenstatt und marschierten weiter den Kreuzweg nach Altötting. Abends nahmen sie an der Vorabendmesse in der Basilika teil.

Text und Fotos: Michael Glaß

Mit frischem Mut – Pilger aus Eichenried, Moosinning und Eicherloh

Seit fast einem Jahrhundert pilgern Gläubige von Eichenried im Landkreis Erding an Pfingsten nach Altötting, seit vielen Jahren nun gemeinsam mit Wallfahrern aus Moosinning und Eicherloh im gemeinsamen Pfarrverband. Am Samstag, 19. Mai, war es wieder soweit: Kapuzinerpater Alexander Madathil begleitete die etwa 140 Pilger über die Gnadenkapelle ein nach St. Magdalena und begrüßte sie mit den aufmunternden Worten: "Maria geht uns voran, ihr schüttet ihr euer Herz aus, sie hilft, wo sie helfen kann – so dass ihr mit frischem Mut zurückkehren könnt!"

Text und Fotos: Wolfgang Terhörst

Mit "Extrasegen" – Fußpilger aus Metten

Am Pfingstsamstag, 19. Mai, zogen auch heuer wieder 34 Fußpilger aus Metten zur Gnadenkapelle. Nach alter Pilgertradition verrichteten sie ihr Bitt- und Dankgebet kniend an der Gnadenpforte. Zur gleichen Zeit trug Diakon Thomas Zauner die Gnadenbildkopie für die Regensburger Fußwallfahrer aus der Gnadenkapelle – und so bekam die Mettener Pilgergruppe um Pilgerleiter Sepp Eidenschink, Standartenträger Josef Heigl und Vortragskreuzträger Siegfried Fellinger einen "Extrasegen", den sie gerne annahm.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Nachlaufen – Fußpilger aus Kirchberg im Wald

Nicht – wie so häufig in der Geschichte der Menschen – weglaufen vor Gott, sondern ihm nachlaufen, riet P. Siegbert Mayer, als er am 19. Mai die Fußpilger aus Kirchberg im Wald vor der Gnadenkapelle begrüßte. "Ihr habt es richtig gemacht", fügte er an die Wallfahrer gewandt hinzu; wer zu Maria pilgere, der gelange über die Gottesmutter auch zu Jesus. 120 km hatten die Pilger aus dem niederbayerischen Landkreis Regen im Bayerischen Wald hinter sich gebracht; drei Tage waren sie unter Leitung von Ludwig Weber unterwegs gewesen zum Gnadenort Unserer Lieben Frau. Musikalisch unterstützt von der eigenen Musikkapelle sowie mit geschmücktem Kreuz und einer Fahne zogen sie in Altötting ein. Mit Pfr. P. Paul Ostrowski feierten sie eine hl. Messe im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Michael Glaß

Diszipliniert und geschlossen – Fußpilger aus Deggendorf

Für Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl als gebürtigen Osterhofener war es eine besondere Freude, die 847 Fußpilger aus Deggendorf am 19. Mai über den Kapellplatz zur Stiftspfarrkirche einbegleiten zu dürfen. Pilgerleiter Manfred Bachmeier freute sich, dass "nach eineinhalb Tagen Fußmarsch, Gott sei Dank, alle gesund angekommen sind". Gleichzeitig zollte er allen seine Anerkennung. Eine Wallfahrt sei nur möglich, wenn alle diszipliniert und geschlossen mitmachen. Besonders dankte er allen Helfern, Mitorganisatoren und Mitwirkenden. Nach der Jubilarsehrung wurde dem scheidenden Deggendorfer Stadtpfarrer Bischöflich-Geistlichen Rat Wolfgang Riedl ein Votivbild aus den Anfängen der Deggendorfer Fußwallfahrt nach Altötting (vor 387 Jahren) überreicht.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Im Gebet – Pilger aus Euernbach-Scheyern und Umgebung

"An Pfingsten seid Ihr im Gebet vereint mit so vielen Pilgern", stellte Kapuzinerpater Br. Georg Greimel fest, als er am 19. Mai im Kongregationssaal die Pilger aus Euernbach-Scheyern und Umgebung begrüßte; Gebete könnten die Welt verändern, zeigte er sich überzeugt. Über 100 Kilometer waren die Wallfahrer die Nacht hindurch marschiert, ehe sie gegen Mittag am Gnadenort ankamen, wo sie abends mit Pilgerleiter Vitus Ostermair einen Rosenkranz in der St. Anna-Basilika beteten, anschließend an der Vorabendmesse in der Basilika teilnahmen und am Pfingstsonntag in aller Früh eine hl. Messe in der Gnadenkapelle feierten.

Text und Fotos: Michael Glaß

Dank fürs Z'sammahalten – Wallfahrt aus Lalling

Laut hallte ihr "Gegrüßet seist du Maria" über den Kapellplatz, als die Lallinger Fußpilger am Pfingstsamstag, 19. Mai, kurz vor Mittag die Gnadenkapelle umrundeten und in die Kapuzinerkirche St. Magdalena zur kurzen Statio einzogen. Zum 185. Mal waren sie gekommen aus dem Lallinger Winkel. Pilgerleiter Peter Weinmann (im 1. Bild r. und im 5. Bild mit "der jüngsten Pilgerin") galt es heuer in besonderer Weise zu ehren: zum 30. Mal hatte Weinmann die Lallinger nach Altötting geführt. Dafür bekam er von Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl eine Urkunde und die Goldene Ehrennadel überreicht. Nächstes Jahr steht für den rührigen Pilgerleiter ein weiteres Jubiläum an: seine 50. Fußwallfahrt nach Altötting. "Hier am Gnadenort erfährt man Stärkung und Ermutigung", versicherte Mandl in herzlichen Begrüßungsworten, bevor er das Mikrophon dem Pilgerleiter überließ. Dieser machte es kurz: "Jetzt kimm i dro, Dank an die Pilger für die Disziplin und schöne Andacht, fürs Z'sammahalten und g'sund uma-kemma, da muaß ma weit geh, um so was zu erleben!" Abschließend wurde an Br. Georg eine Spende für die neu renovierte Bruder-Konrad-Kirche übergeben.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Gemeinschaft – Wallfahrer aus Bruckberg

Über ein schönes Gemeinschaftserlebnis und perfektes Pilgerwetter freute sich Pilgerleiter Jakob Obermaier nach dem Einzug der rund 50 Wallfahrer aus Bruckberg am 19. Mai. 32 km waren sie zuvor nach Altötting marschiert – mit dabei auch Sepp Probst, der bereits seit fast 30 Jahren jedes Jahr das Vortragskreuz trägt; dieses ist übrigens nicht nur schön geschmückt, sondern für die traditionelle Lichterprozession am Abend auch mit neuer Beleuchtung ausgestattet, wie der Sepp verriet. Kapuzinerpater Br. Sunil Kachappally empfing heuer die Pilger vor der Gnadenkapelle, betete mit ihnen ein Vaterunser und spendete den Segen. Nachmittags nahmen die Pilger an einer hl. Messe in der Basilika teil.

Text und Fotos: Michael Glaß

Familienwallfahrt – Pilger aus Furth bei Landshut

Es ist fast eine kleine Familienwallfahrt, die Anna und Bruno Aschenbrenner heuer zum nunmehr 41. Mal von Furth bei Landshut aus zu Fuß nach Altötting führten – waren doch unter den etwa 30 Teilnehmern auch die beiden Töchter samt vier Enkelkindern. Nach der Einbegleitung hieß sie Kapuzinerbruder Ernst-Konrad Mackenbrock vor der Gnadenkapelle herzlich willkommen und stimmte nach seinen Begrüßungsworten mehrere Marienlieder mit ihnen an.

Text und Fotos: Wolfgang Terhörst

Abgekürzt – Fußwallfahrt aus Furth bei Landshut

Ab Neumarkt/St. Veit startete am 19. Mai um 6.30 Uhr frühmorgens die Fußwallfahrt aus Furth bei Landshut, damit man das Pilgerziel an einem Tag erreichen könne, wie Pilgerleiter Sepp Heim erklärte. Das Pilgerkreuz voran, geordnet in Zweierreihen, zogen die Fußpilger am Kapellplatz ein; mit dabei waren viele junge Teilnehmer. Nach kurzer Statio vor der Gnadenkapelle wurde in der St. Anna-Basilika mit anderen Pilgergruppen gemeinsam Gottesdienst gefeiert.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Maria ehren – Pilgern aus Altdorf bei Landshut

Die Gottesmutter Maria zu ehren und ihre Tugenden "Glaube, Treue und Hingabe" nachzuahmen empfahl P. Heinrich Grumann den Pilgern aus Altdorf bei Landshut, als er diese am Nachmittag des 19. Mai vor der Gnadenkapelle begrüßte. Die 123 Fußwallfahrer waren gegen 6.30 Uhr in Neumarkt/St. Veit aufgebrochen. Pilgerleiter Helmut Maier freute sich über einen reibungslosen Ablauf und perfektes Wetter. Nachmittags nahmen sie an einer hl. Messe in der Basilika und abends an der Vorabendmesse und an der Lichterprozession teil.

Text und Fotos: Michael Glaß

Dank an junge Pilger – Fußwallfahrt aus Gündlkofen-Oberglaim

Der stellvertretende Wallfahrtsrektor, P. Norbert Schlenker, begrüßte am Nachmittag des 19. Mai in der St. Anna-Basilika die 130 Fußwallfahrer aus Gündlkofen-Oberglaim unter Leitung von Vinzenz Mirlach. Mit einem herzlichen Vergelt's Gott richtete sich P. Norbert vor allem an die vielen jungen Pilger und stellte fest: "Wir brauchen die Jugend!" Es sei nur verständlich, so P. Norbert, dass in Altötting als "erste Anlaufstelle" der Pilger die Gnadenmutter Maria zu nennen sei, doch gelte es auch den hl. Klosterpförtner Bruder Konrad ein besonderes Augenmerk zu schenken. "Möge uns der hl. Br. Konrad Wegbegleiter sein."

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Im Zwei-Jahres-Turnus – Pilger aus Langenmosen

Als letzte Pilgergruppe des Pfingstsamstags, 19. Mai, hieß Kapuzinerbruder Ernst-Konrad Mackenbrock vor der Gnadenkapelle die Pilger aus Langenmosen (Pfarrei St. Andreas) herzlich willkommen. 150 Kilometer in drei Tagen hatten die Fußpilger aus dem Landkreis Neuburg/Schrobenhausen zurückgelegt, wie Pilgerleiter Josef Stark erzählte. Die Wallfahrt wird im Zwei-Jahres-Turnus durchgeführt, einmal zu Fuß und einmal mit dem Fahrrad. Die "Wegerfahrung" bei einer Wallfahrt, die Stille und das In-sich-Gehen seien wichtig, um mit dem Herzen zu pilgern, alle Sorgen und Nöte am Ziel der Gnadenmutter zu Füßen zu legen, wie Bruder Ernst-Konrad betonte. Dabei werde das vorangetragene Kreuz zum Wegweiser und zur Richtschnur.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zuversichtlich – Fußpilger aus Oberschneiding

Nach Ankunft der Fußpilger aus Oberschneiding am Pfingstsonntag, 20. Mai, um 5.30 Uhr am Kapellplatz wurde vor der "Gnadenpforte" ein geistlicher Impuls vorgetragen: "Der Weg hat mich verändert, der Weg ist nicht spurlos an mir vorübergegangen ... müde und glücklich bin ich, das Ziel erreicht zu haben". 30 Wallfahrer waren nach zwei Tagen anstrengendem Fußmarsch bei teils schwülem Wetter angekommen. Organisator Hans Haider freute sich über sieben "Neupilger" und schaut zuversichtlich in die Zukunft. Dass die Fußwallfahrt in ihrer langjährigen Tradition weitergeführt wird, war auch ein besonderes Anliegen der langjährigen und mittlerweile zurückgetretenen Pilgerleiterin Christa Baier. Großer Dank galt u.a. auch dem Steger Sepp, der schon seit 25 Jahren dabei ist und als Rotkreuzler im Begleitfahrzeug für das Wohlergehen der Wallfahrtsteilnehmer sowie für den Gepäck-Transport Verantwortung trägt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Fest der Dynamik – Straubinger Fußwallfahrt

"Wunderschön prächtige, hohe und mächtige, liebreich allselige, himmlische Frau ...", stimmte die Altöttinger Musikkapelle an, als sich der Zug der 800 Straubinger Fußwallfahrer mit Pilgerleiter Sepp Drescher nach Ankunft am frühen Pfingstsonntag, 20. Mai, Richtung Kapellplatz in Bewegung setzte. Mit den Pilgern umrundeten auch Pfarrer Hannes Lorenz, Nabburg, Altöttings Wallfahrtsrektoren Prälat Günther Mandl und Kapuzinerpater Norbert Schlenker sowie Frater Robert von den Barmherzigen Brüdern die Gnadenkapelle. Unter Glockengeläut zog die Pilgerschar aus der niederbayerischen Gäubodenstadt Straubing mit den wartenden Angehörigen zum feierlichen Gottesdienst mit "Pilgerpfarrer" Lorenz in die St. Anna-Basilika. Für musikalische pfingstliche "Feststimmung" sorgten hier wie gewohnt die Musikfreunde Rain. "Es wird erst Pfingsten in Altötting, wenn wir auch angekommen sind, Schritt für Schritt, gestärkt und getragen durch die Pilgergemeinschaft", stellte Pfarrer Lorenz fest und ergänzte: Pfingsten als Fest voller Dynamik sei erst in unseren Herzen spürbar, wenn uns die Kraft des Heiligen Geistes spürbar durchdringe und die Herzen der Gläubigen mit seinem Feuer entzünde. "Der Heilige Geist brachte damals bei den Aposteln nicht nur Licht in die Finsternis des Abendmahlssaals, sondern auch in unser aller Leben." Eine Wallfahrt sei wertlos, wenn wir uns nicht "wie die Gottesmutter Maria vom Heiligen Geist entzünden lassen, damit wir zum Licht des Glaubens, auch für andere, werden".

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

"Begeisterte" Fußpilger

An Pfingsten komme der Geist Gottes auf die Kirche herab, um sie zu beleben, erinnerte Kapuzinerpater Br. Georg Greimel, als er am Pfingstsonntag, 20. Mai, die Fußwallfahrer aus Stephansposching mit 103 Teilnehmern (darunter 25 aus Niederwinkling mit eigenem Pilgervortragskreuz) unter der bewährten Leitung von Franz Wittenzellner begrüßte. Die vielen "begeisterten Fußpilger" an Pfingsten zeugen von einer lebendigen Kirche, wie Br. Georg feststellte; er fügte hinzu: "Begeisterung bringt wahre Freude, macht frei und steckt an und diese Glaubensfreude brauchen wir gerade in heutiger Zeit." Für Franz Wittenzellner (2. Bild, l.) hat dieses Jahr bei seiner 39. Fußwallfahrt im 21. Jahr als Pilgerleiter alles gepasst: eine harmonische Pilgergemeinschaft und passendes Pilgerwetter. Nach der Begrüßung feierten die Pilger Gottesdienst im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zum Geburtsfest der Kirche – Fußpilger aus Neumarkt St. Veit

An Pfingsten als "Geburtsfest der Kirche" erinnerte Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, als er am Pfingstmontag, 21. Mai, die rund 400 Fußpilger aus Neumarkt St. Veit in der St. Anna-Basilika begrüßte. Der Hl. Geist habe "ängstliche Apostel zu mutigen Zeugen Christi verwandelt", stellte er fest und erklärte: Der Hl. Geist sei "Seele, Motor und Schwungkraft der Kirche". Die Pilger aus Neumarkt waren größtenteils um 2 Uhr morgens aufgebrochen und kamen gegen 8 Uhr in Altötting an. Mit Pfr. Franz Eisenmann feierten sie schließlich eine hl. Messe in der Basilika.

Text und Fotos: Michael Glaß

Aus der Nachbarstadt – Pilger aus Burghausen

"Für uns Altöttinger ist es immer schön, wenn Pilger aus unserer Nachbarstadt kommen", freute sich Kapuzinerpater Br. Georg Greimel, als er am Pfingstmontag um 8.45 Uhr die rund 70 Pilger aus Burghausen im Kongregationssaal begrüßte. Br. Georg betonte: "Gebete sind wichtig für das persönliche Leben, für die Kirche und für die ganze Welt." Zuvor hatte er mit den Wallfahrern zum Gruße an die Gottesmutter die Gnadenkapelle umrundet. Die Pilger aus der schönen Salzachstadt mit der längsten Burg Europas hatten rund 20 Kilometer nach Altötting zurückgelegt. Mit Prodekan Erwin Jaindl feierten sie eine hl. Messe im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Michael Glaß

Maria macht Mut – Wallfahrt aus Oberhausen

Oberhausen sei im Vilstal nahe Reisbach zu suchen, erklärte Pfarrer Marius Francescu die Lage des niederbayerischen Ortes und reihte sich mit berechtigtem Stolz in die Schar von 200 Fußwallfahrern aus seiner Pfarrei ein; darunter waren auch heuer wieder viele junge Pilger. Die Oberhausener trafen am Pfingstmontag, 21. Mai, gegen 13 Uhr, als letzte Pilgergruppe der pfingstlichen Tage am Kapellplatz ein und feierten Gottesdienst in der Stiftspfarrkirche. Kapuzinerpater Heinrich Grumann hieß alle herzlich willkommen und zitierte das alte Pilgerlied "Wir ziehen zur Mutter der Gnade ...", das für alle Pilger gelte, die hierherkämen und eine "Spur des Glaubens, des Gebetes und der Gnade" am Marienwallfahrtsort Altötting hinterließen. Im Jubiläumsjahr des hl. Bruders Konrad legte P. Heinrich den Pilgern das vorbildliche Leben des hl. Klosterpförtners ans Herz: als großer Marienverehrer und mit stetem Blick auf das Kreuz habe er sein Leben gemeistert. Pfarrer Francescu erklärte die Bedeutung der Marienverehrung kurz und bündig: "Maria macht uns Mut, ihr Beispiel tut uns gut!" Die Wallfahrtsteilnehmer rief er nach deren 60-Kilometer-Fußmarsch die Nacht hindurch dazu auf, während des Gottesdienstes sitzen zu bleiben. Wallfahrtsleiter und Organisator Anton Schachtner berichtete, dass die Oberhauser Fußwallfahrt eine uralte Pilgertradition habe und auf ein Gelübde in der Pestzeit (1713) zurückgehe.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner