Altöttinger Liebfrauenbote

Jahresdankamt der Marianischen Männerkongregation Altötting

Auf die Familie achten

Beim Jahresdankamt in der Altöttinger Stiftspfarrkirche am 31. Dezember 2017 hat die Marianische Männerkongregation Altötting (MC) auf ein für sie "gutes", insgesamt aber sehr ambivalentes Jahr zurückgeblickt. MC-Präses Br. Georg Greimel nahm zwei neue Sodalen in die Kongregation auf und würdigte in seiner Predigt am Festtag der Heiligen Familie die Bedeutung eines gelungenen Familienlebens.

MC-Vizepräses P. Ludwig Wörle (von links), MC-Präses Br. Georg Greimel und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl bei der Feier der Eucharistie.
MC-Vizepräses P. Ludwig Wörle (von links), MC-Präses Br. Georg Greimel und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl bei der Feier der Eucharistie.
Br. Georg Greimel (M.) nahm (von rechts) Karl Mantel und Karl Burghart neu in die Marianische Männerkongregation (MC) auf; links im Bild MC-Präfekt Stefan Burghart und MC-Sekretär Michael Reiser.
Br. Georg Greimel (M.) nahm (von rechts) Karl Mantel und Karl Burghart neu in die Marianische Männerkongregation (MC) auf; links im Bild MC-Präfekt Stefan Burghart und MC-Sekretär Michael Reiser.

Insgesamt 244 neue Mitglieder konnte die MC Altötting im Jahr 2017 in ihren insgesamt über 200 Pfarrgruppen verbuchen, wie Br. Georg mitteilte; zwar sei die Bilanz vor allem aufgrund zahlreicher Todesfälle leicht negativ, angesichts der vielen Neuaufnahmen zeigte sich Br. Georg jedoch sehr zufrieden und lobte ausdrücklich die gute Arbeit der Obmänner und Pfarrpräsides. Im Rahmen der Jahresschlussfeier nahm Br. Georg mit Karl Burghart und Karl Mantel zwei neue Sodalen in die MC-Pfarrgruppe Altötting auf. Er blickte auf die beiden Hauptfeste, die Feier "100 Jahre Patrona Bavariae in München", auf das Jubiläum "100 Jahre Marienerscheinungen in Fatima" sowie auf Einkehrtage und Exerzitien in 2017 zurück und verwies auf das Jubiläumsjahr 2018 für den hl. Br. Konrad – vor 200 Jahren war der ehemalige MC-Sodale und Mit-Patron der MC geboren worden.

Die MC wolle auch weiterhin beitragen zum Leben der Kirche in einer "ambivalenten, spannenden" Zeit, erklärte Br. Georg und verwies u.a. auf den katholischen Weltfriedenstag – auch heuer am Neujahrstag trafen sich MC-Sodalen in der Gnadenkapelle, um für den Frieden in der Welt zu beten. Zuvor hatte Br. Georg in seiner Predigt auf den polarisierenden Wahlkampf in den USA zurückgeblickt, auf die sehr unterschiedliche Resonanz auf das Lutherjahr 2017 und auch auf die zwiespältige politische Atmosphäre in Deutschland: "Die einen halten eine alternative Partei in Deutschland für notwendig, die anderen halten sie nach dem, was vor 70, 80 Jahren geschehen ist, zurecht für eine Schande für unser Land."

Ambivalenz sei jedoch eine stete Herausforderung, von der auch die Bibel berichte, wie Br. Georg mit Blick auf das Tagesevangelium ("Das Zeugnis des Simeon und der Hanna", Lk 2, 22-40) feststellte – von zwei Seiten der Wirklichkeit, der himmlischen und der irdischen, sei hier zu lesen; vor allem aber von einer Heiligen Familie, die – trotz oder gerade wegen der vielen Herausforderungen und Sorgen, mit denen sie im Laufe ihres Lebens konfrontiert war – "lernen muss, Gottes Absichten und Pläne zu verstehen". Ein gelungenes Familienleben sei generell nicht einfach zu realisieren, stellte Br. Georg fest und betonte anhand des Tagesevangeliums drei Aspekte: die Heilige Familie könne als Vorbild Orientierung geben; der greise Simeon zeige auf, wie wichtig die Erfahrung alter Menschen gerade für Kinder sei; und: die Geschichte von Jesus im Tempel verdeutliche, wie wichtig die Gegenwart Gottes im Leben für jeden Einzelnen und gerade auch für die Familie sei. Eine Familie sei heilig, wenn sie nicht nur einen guten Umgang pflege, sondern "wenn sie Gott bewusst ins Leben einbaut", resümierte Br. Georg.

Musikalisch gestaltet wurde die hl. Messe zum Jahresschluss 2017 von den Mooshamer Sängern. Mit Br. Georg standen als Konzelebranten MC-Vizepräses P. Ludwig Wörle und Wallfahrtsrektor und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl mit am Altar.

Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner