Altöttinger Liebfrauenbote
Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl betete mit den Nikoläusen in der Gnadenkapelle einen Rosenkranz.
Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl betete mit den Nikoläusen in der Gnadenkapelle einen Rosenkranz.

8. Nikolauswallfahrt zum Christkindlmarkt-Ausklang

Warten auf die Nikoläuse

Zum achten Mal hat heuer am 15. Dezember die Nikolauswallfahrt nach Altötting stattgefunden. 35 Nikoläuse beglückten nicht nur die vielen Kinder unter den Besuchern des Altöttinger Christlindlmarktes, sondern trafen sich auch zu einer Statio mit Rosenkranzgebet in der Gnadenkapelle.

Vor der großen Bühne des Altöttinger Christkindlmarktes verteilten die Nikoläuse an die Kinder kleine Schokoladen-Nikoläuse.
Vor der großen Bühne des Altöttinger Christkindlmarktes verteilten die Nikoläuse an die Kinder kleine Schokoladen-Nikoläuse.

Die Nikolauswallfahrt nach Altötting, zu der der Altöttinger Wirtschaftsverband dieses Mal unter Federführung von Christian Wieser eingeladen hatte, gilt als Höhepunkt zum Christkindlmarkt-Ausklang. Nach anfänglicher zaghafter Beteiligung hat sich diese mittlerweile erfolgreich etabliert.

Die 35 Männer mit Rauschebart, in edles Gewand gekleidet und mit Mitra, Stab, Bischofsring und Goldenem Buch ausgestattet, stammten zwar nicht aus dem fernen Myra, der Heimat des hl. Nikolaus, sondern vorwiegend aus dem nieder- und oberbayerischen Raum, aber das war den Kindern sicherlich egal. Nicht egal war, dass als um 15 Uhr die Altöttinger Kirchenglocken die Ankunft der "edlen Herren" verkündeten, sich die Anwesenden vor der Christkindlmarkt-Bühne verwundert umblickten: kein Nikolaus war in Sicht und die Wartezeit zog sich weiter in die Länge. Was viele nicht wussten: dieses Jahr gab's eine Programm-Änderung: der Einzug der Nikoläuse erfolgte zuerst in die Gnadenkapelle, zu einer Statio mit abschließendem Pilgersegen durch Altöttings Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl. Etwa eine halbe Stunde später kamen dann auch alle draußen in der Kälte Wartenden auf ihre Kosten: Christian Wieser stellte die einzelnen Nikoläuse vor – die größte Teilnehmergruppe mit neun Nikoläusen kam aus Hals, einem Stadtteil von Passau – und es waren insgesamt so viele, dass nicht alle auf der Bühne Platz fanden und sich einige davor aufstellten.

Hier gibt’s Nikoläuse und keine Weihnachtsmänner, versteht sich!

Der fünfjährige Nicolai ließ sich gerne mit seinen erwachsenen Namensvettern fotografieren.
Der fünfjährige Nicolai ließ sich gerne mit seinen erwachsenen Namensvettern fotografieren.

Auch die in der Kälte ausharrenden Kinder wurden am Schluss der Veranstaltung belohnt: die Heiligendarsteller verteilten sich auf dem Christkindlmarkt und verschenkten süße Gaben in Form von Schokoladen-Nikoläusen – keine Weihnachtsmänner, versteht sich! Der fünfjährige Nicolai jedenfalls strahlte übers ganze Gesicht und mutig ließ er sich mit seinen erwachsenen Namensvettern fotografieren. Belohnt fürs Kommen wurden abschließend natürlich auch die 35 Männer mit Rauschebart von Christian Wieser mit Team vor der Antonius-Buchhandlung, u.a. mit einem wirksamen Getränk zum Aufwärmen.

Dass die Heiligendarsteller ihr Amt würdig vertreten und das bei ihren "Auftritten" verdiente Geld für gute Zwecke spenden, darüber informierte Leonhard Biermaier vom Brauchtumsverein Erharting: Aus seinem Goldenen Buch zauberte er ein Kuvert mit einer Spende von über 2.000 Euro. Diese wurde an Heidi Prinz von der Kinderkrebshilfe "Balu" als adventliche Gabe überreicht.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

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