Altöttinger Liebfrauenbote

"Mission Manifest"-Initiative mit Lobpreis, Gebet, Impulskatechesen und Gottesdienst in Altötting

"Dünger für die Kirche werden"

Am Samstag, 28. Juli, war die St. Anna-Basilika in Altötting Treffpunkt für die Initiatoren und Förderer der Neuevangelisierungsinitiative "Mission Manifest" aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, um beim gemeinsamen Lobpreis, Gebet, Impulskatechesen und einem Gottesdienst mit Diözesanbischof Stefan Oster mit den anwesenden Gläubigen ein Zeichen kirchlichen Aufbruchs zu setzen – aber auch, um sich mit den Leitern kirchlicher Gruppierungen oder Gebetsgemeinschaften auszutauschen.

Mission macht gute Laune: (v.l.) Domdekan Hans Bauernfeind (Passau), P. Karl Wallner (Heiligenkreuz), Martin Iten (Fischerman.fm, ARGE WJT), Diözesanbischof Stefan Oster (Passau), Moderatorin Sabeena Pattaru (Fischerman.fm), Abt Urban Federer (Maria Einsiedeln), Bernhard Meuser (YouCat), Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg) und Paul Metzlaff (Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz).
Mission macht gute Laune: (v.l.) Domdekan Hans Bauernfeind (Passau), P. Karl Wallner (Heiligenkreuz), Martin Iten (Fischerman.fm, ARGE WJT), Diözesanbischof Stefan Oster (Passau), Moderatorin Sabeena Pattaru (Fischerman.fm), Abt Urban Federer (Maria Einsiedeln), Bernhard Meuser (YouCat), Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg) und Paul Metzlaff (Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz).

Mission (vom lateinischen missio = Sendung) bedeutet Verbreitung des christlichen Glaubens, zu der jeder getaufte Christ berufen ist bzw. berufen sein sollte. Aber das Gegenteil sei der Fall, so die Initiatoren von "Mission Manifest". Es werde immer schwieriger, vor allem jungen Menschen den Glauben nahezubringen, geschweige denn sie für die Botschaft Jesu zu begeistern. So sollten die Impulskatechesen in Altötting aufzeigen, wie es gelingen kann, Freude am Glauben zu finden und ihn in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen.

"Jesus liebt uns, hört uns, ist uns nahe"

Bischof Stefan Oster während seiner Predigt.
Bischof Stefan Oster während seiner Predigt.
Johannes Hartl, Leiter des Augsburger Gebetshauses, zeigte seine Vision von Kirche als Fußballfeld auf.
Johannes Hartl, Leiter des Augsburger Gebetshauses, zeigte seine Vision von Kirche als Fußballfeld auf.

"Jesus liebt uns, hört uns, ist uns nahe", so die Botschaft von Bischof Stefan Oster, verbunden mit dem Wunsch, "dass Er uns mit seiner 'ansteckenden' Liebe entzünde, um diese an die Menschen weiterzugeben". Maria, die Mutter Jesu, sei uns dazu beste Glaubensschule. Abt Urban seinerseits zeigte die Schwierigkeit auf, in einer zurückgezogenen Klostergemeinschaft einen missionarischen Aufbruch nach außen, außerhalb von Klostermauern zu wagen. "Gehörst du überhaupt noch zu uns?" sei die misstrauische Frage eines Mitbruders gewesen.

Johannes Hartl, Leiter des Augsburger Gebetshauses, zeigte seine Vision von Kirche als Fußballfeld auf: Zum Tor (Gott) gelange nur, wer auf dem Fußballfeld (die Kirche) als Spieler in einer geeigneten Mannschaft antrete. Gegenspieler könnten einen dabei schnell zum Schwitzen bringen und entmutigen. Der Apostel Paulus mahne uns: "Kämpft den guten Kampf des Glaubens". Am Beispiel von Nehemia (Buch Nehemia), der seine Hauptaufgabe darin sah, die Stadtmauern Jerusalems in 52 Tagen wiederaufzubauen und mit Anfechtungen und Widerspruch zu kämpfen hatte, nannte Hartl Lösungsvorschläge zum Überwinden von Entmutigung – auch im alltäglichen Kampf des Lebens; seine Tipps: Den Feind beim Namen nennen, sich in Lobpreis flüchten, Gott neu begegnen und nicht alleine kämpfen.

"Mission Manifest" müsse verbindende Netzwerke aufbauen, damit alle Gläubigen mutig, ohne Furcht, den Menschen in der Welt von Jesus erzählen könnten, lautete das Fazit der Impulskatechesen – oder in den Worten P. Karl Wallners ausgedrückt: "'Mission Manifest' muss ein Dünger für die Kirche werden!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

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