Altöttinger Liebfrauenbote
Weltgebetstag für geistliche Berufe am Bruder Konrad-Festtag: Statio vor dem Bruder Konrad-Brunnen.
Weltgebetstag für geistliche Berufe am Bruder Konrad-Festtag: Statio vor dem Bruder Konrad-Brunnen.

Bruder Konrad-Fest und Weltgebetstag für geistliche Berufe

Bischof Oster: "Wir brauchen eine Kultur des Gebetes"

Altötting versteht sich aufs Feiern. Ein Wallfahrtsort, in den gleich drei Päpste gepilgert sind – 1782 Papst Pius VI., 1980 Papst Johannes Paul II., 2006 Papst Benedikt XVI. –, hat darin Übung. Diesmal galt es, einem Heiligen die Reverenz zu erweisen: Bruder Konrad, dem Bauernsohn aus Parzham und Klosterpförtner von Altötting. In seinem 200. Geburtsjahr haben die Kapuziner zum Bruder Konrad-Fest geladen – und die Diözese Passau verband damit den Weltgebetstag für geistliche Berufe.

Prozession mit über 1.000 Besuchern des Weltgebetstags über den Kapellplatz.
Prozession mit über 1.000 Besuchern des Weltgebetstags über den Kapellplatz.
Zwei Passauer Bischöfe – links Emeritus Wilhelm Schraml und in der Mitte der amtierende Bischof Stefan Oster – auf dem Weg in die St. Anna-Basilika.
Zwei Passauer Bischöfe – links Emeritus Wilhelm Schraml und in der Mitte der amtierende Bischof Stefan Oster – auf dem Weg in die St. Anna-Basilika.
Kapuzinerpater Stefan Walser spendete dem jungen Simon den Einzelreliquiensegen.
Kapuzinerpater Stefan Walser spendete dem jungen Simon den Einzelreliquiensegen.
Auch die Altöttinger Marianische Männerkongregation – im Bild von links: Präses Br. Georg Greimel, Präfekt Stefan Burghart und Sekretär Michael Reiser – war mit einer Bruder Konrad-Fahne am Weltgebetstag dabei.
Auch die Altöttinger Marianische Männerkongregation – im Bild von links: Präses Br. Georg Greimel, Präfekt Stefan Burghart und Sekretär Michael Reiser – war mit einer Bruder Konrad-Fahne am Weltgebetstag dabei.
Abends fand die Uraufführung der "Bruder Konrad Kantate" statt.
Abends fand die Uraufführung der "Bruder Konrad Kantate" statt.

Sein Geburtstag (22. Dezember 1818) jährt sich heuer zum 200. Mal. Das ist lange her. Und doch bringt Bruder Konrad noch so viele Menschen auf die Beine – über 1.000 Gläubige kamen allein zum Weltgebetstag am Sonntag. Was er wohl zu so viel Aufhebens um seine Person gesagt hätte?

Wer hat Bruder Konrad nicht schon alles hochleben lassen! Diesmal kam Professor Mauro Jöhri aus Rom, Generalminister des Kapuzinerordens. Er gebrauchte in seiner Predigt das symbolische Bild von der Tür – und meinte damit den heiligen Klosterpförtner als Türöffner. Durch die Tür der Basilika schritten an diesem Tag viele Menschen – wer später kam, musste mit einem Stehplatz vorliebnehmen.

Nicht nur am Vormittag, sondern auch mitten am schönsten Nachmittag war die Basilika voll mit Gläubigen, als in Altötting die zentrale Feier des Bistums Passau zum "Weltgebetstag für geistliche Berufe" stattfand. Vorher hatten sich viele Menschen vom Panorama über die Gnadenkapelle auf den Weg zur St. Konrad-Kirche gemacht. Es ging unter die Haut, als Lieder wie das zu Ehren von Bruder Konrad "Du heilig-frommer Gottesmann ..." oder "Maria dich lieben ist allzeit mein Sinn" gesungen wurden. An insgesamt vier Stationen beteten die Gläubigen, folgten geistlichen Impulsen, und sangen mit drei Musikgruppen. Erste Station war am Panorama Altötting, musikalisch gestaltet von der Gruppe "Nightfire". Zweite Station war an der Gnadenkapelle, wo die Bruder Konrad-Hauptreliquie aufgestellt war und wo Karlmann Kanzler und die Altöttinger Hofmusik für festliche Gestaltung sorgten. Dritte Station war der Bruder Konrad-Brunnen, gestaltet von der Gemeinschaft Emmanuel. Schließlich versammelten sich die Gläubigen in der Basilika zu einer Pontifikalvesper mit Bischof Stefan Oster.

Bischof Oster gab den Besuchern mit auf den Weg: "Wir brauchen eine Kultur des Gebetes, Menschen, die Sehnsucht nach Gott haben." Wenn das Gebet wachse, so der Bischof, "dann schenkt uns der Herr so viele Berufungen, wie wir brauchen". Zu den Ordensleuten sagte er: "Wir sind froh, dass wir euch haben."

Mit dem Einzelreliquiensegen, den Kapuziner in der Basilika spendeten, traten Gläubige gestärkt die Heimreise an. Federführend organisiert hatte den Weltgebetstag Domkapitular Gerhard Auer, Leiter der Diözesanstelle für Berufungspastoral im Bistum Passau.

Abends fand abschließend die Uraufführung der "Bruder Konrad Kantate" statt, die Alwin Schronen komponiert hatte und deren Texte u.a. aus der Feder von Bischof Stefan Oster und Domvikar Msgr. Bernhard Kirchgessner stammen. In der voll besetzten St. Konradkirche verfolgten die Zuhörer eine musikalisch beeindruckende Darbietung und einen perfekten "Einstand" in der frisch renovierten Kirche.

Text: Werner Friedenberger / red, Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

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Statio am Jerusalem Panorama Kreuzigung Christi.
Statio am Jerusalem Panorama Kreuzigung Christi.
Statio an der Gnadenkapelle.
Statio an der Gnadenkapelle.
Prozession über den Kapellplatz hinunter zum Bruder Konrad-Brunnen.
Prozession über den Kapellplatz hinunter zum Bruder Konrad-Brunnen.
Prozession über den Kapellplatz hinunter zum Bruder Konrad-Brunnen.
Prozession über den Kapellplatz hinunter zum Bruder Konrad-Brunnen.
Prozession über den Kapellplatz hinunter zum Bruder Konrad-Brunnen.
Prozession über den Kapellplatz hinunter zum Bruder Konrad-Brunnen.
Statio am Bruder Konrad-Brunnen.
Statio am Bruder Konrad-Brunnen.
Statio am Bruder Konrad-Brunnen.
Statio am Bruder Konrad-Brunnen.
Statio am Bruder Konrad-Brunnen.
Statio am Bruder Konrad-Brunnen.
Prozession in die St. Anna-Basilika, wo die Pontifikalvesper mit Bischof Stefan Oster stattfand.
Prozession in die St. Anna-Basilika, wo die Pontifikalvesper mit Bischof Stefan Oster stattfand.
Kapuzinerpater Br. Georg Greimel spendet den Einzelreliquiensegen.
Kapuzinerpater Br. Georg Greimel spendet den Einzelreliquiensegen.
Kapuzinerpater Stefan Walser spendet den Einzelreliquiensegen.
Kapuzinerpater Stefan Walser spendet den Einzelreliquiensegen.
Kapuzinerpater Stefan Walser spendet den Einzelreliquiensegen.
Kapuzinerpater Stefan Walser spendet den Einzelreliquiensegen.