Altöttinger Liebfrauenbote

Die Umbauarbeiten in der Klosterkirche neigen sich dem Ende zu

Punktlandung für St. Konrad

Es dauert nicht mehr lange bis zur feierlichen Wiedereröffnung der Altöttinger Kapuzinerkirche St. Konrad am 21. April nach umfangreicher Renovierung und Neugestaltung im Zuge des Bruder-Konrad-Jahres 2018. Guardian P. Norbert Schlenker ist zuversichtlich, dass bis dahin alles fertig ist: "Das wird eine Punktlandung!"

Sind mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden: (v.r.) P. Georg Greimel, P. Norbert Schlenker und Bauleiter Manfred Schwaiger.
Sind mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden: (v.r.) P. Georg Greimel, P. Norbert Schlenker und Bauleiter Manfred Schwaiger.
Der verwendete Kalkstein – hier beim Altar – verleiht den neuen Einrichtungsgegenständen von St. Konrad ein "leichtes" Erscheinungsbild.
Der verwendete Kalkstein – hier beim Altar – verleiht den neuen Einrichtungsgegenständen von St. Konrad ein "leichtes" Erscheinungsbild.

Die Schwerstarbeit jedenfalls ist im wahrsten Sinne des Wortes erledigt: die neu angefertigten liturgischen Einrichtungsgegenstände aus Muschelkalkstein stehen bereits an ihren Plätzen.

Es ist ein ganz neues Raumgefühl, wenn man die Konradkirche in Altötting betritt: hell, freundlich, luftig, einladend – mit einer klaren Längsachse vom Eingang bis zum Hochrelief am Ende des Chorraums. Die Helligkeit hat mehrere Ursachen. So wurden die Kirchenwände frisch gekalkt, die Fenster gereinigt und eine neue Beleuchtung angebracht. Aber auch das Holz der Kirchenbänke strahlt nun wieder, nachdem es geschliffen wurde, hell wie zum Zeitpunkt ihrer Aufstellung 1956. Einige zusätzliche Bänke wurden sogar eigens gefertigt und sind von den alten kaum zu unterscheiden.

Zur frischen Wahrnehmung tragen aber auch die im Atelier des Laufener Bildhauers Siegfried Koller gefertigten neuen liturgischen Einrichtungsgegenstände bei: Altar, Ambo, Tabernakel, Priestersitz, Ablagen für Evangeliar und Heilige Öle, das neue Hochrelief mit Motiven des himmlischen Jerusalems an der Stirnseite im Chorraum und natürlich der neue Bruder-Konrad-Reliquienschrein. Er allein wiegt rund 4,2 Tonnen, das sechsteilige Wandrelief sieben Tonnen, der Altar 2,6 Tonnen. Dennoch wirken sie nicht wirklich schwer, was dem hellen und ein wenig porösen Kalkstein zu verdanken ist.

"Wir sind keine Woche hinten dran, aber auch keinen Tag voraus"

Br. Konrad schaut zu: Renovierungsarbeiten in luftiger Höhe.
Br. Konrad schaut zu: Renovierungsarbeiten in luftiger Höhe.

Endgültig wird man die Raumwirkung allerdings erst am Tag der Wiedereröffnung beurteilen können. Denn die erwähnten neuen Einrichtungsgegenstände bleiben solange verhüllt, zum Schutz vor Verschmutzungen durch die laufenden Arbeiten in der Kirche – und vor allzu neugierigen Blicken.

Bis zur Enthüllung ist allerdings noch einiges zu tun: unter anderem müssen der restaurierte Kreuzweg wieder installiert, die beiden neuen Lucernare eingebaut, die Orgel gereinigt und gestimmt sowie abschließende Installationsarbeiten vorgenommen werden. Doch Bauleiter Manfred Schwaiger ist ebenso zuversichtlich wie P. Norbert, den Zeitplan einhalten zu können – formuliert es allerdings etwas diplomatischer: "Wir sind keine Woche hinten dran, aber auch keinen Tag voraus."

Text und Fotos: Wolfgang Terhörst