Altöttinger Liebfrauenbote

Renovierung der St. Konradkirche vor dem Br. Konrad-Jubiläumsjahr 2018 – Baustellenbegehung:

Arbeiten laufen "nach Plan"

Die Renovierung der St. Konradkirche ist recht "sportlich" geplant, doch bislang sieht es gut aus: "Wir sind in der Zeit, es läuft alles nach Plan", zeigte sich bei einer Baustellenbegehung der Guardian des St. Konrad-Klosters, P. Norbert Schlenker, mit dem Baufortschritt sehr zufrieden. Bauleiter Manfred Schwaiger erläuterte, was seit Beginn der Arbeiten Mitte Juni dieses Jahres bereits geschafft wurde und was bis zur geplanten Wiedereröffnung im Br. Konrad-Jubiläumsjahr 2018 noch alles getan werden muss.

Gesamt-Bauleiter Manfred Schwaiger, Mesner Br. Ägidius Schönsmaul und der Guardian des St. Konrad-Klosters, P. Norbert Schlenker sind zuversichtlich, dass die Renovierungsarbeiten in der St. Konradkirche rechtzeitig im Jubiläumsjahr 2018 abgeschlossen
Gesamt-Bauleiter Manfred Schwaiger (v.l.), Mesner Br. Ägidius Schönsmaul und der Guardian des St. Konrad-Klosters, P. Norbert Schlenker sind zuversichtlich, dass die Renovierungsarbeiten in der St. Konradkirche rechtzeitig im Jubiläumsjahr 2018 abgeschlossen werden.

Stichtag ist der 21. April 2018. Dann wird Diözesanbischof Stefan Oster in der Kirche des dritten Bistumspatrons Br. Konrad den neuen Altar weihen; darüber hinaus werden Kapuzinerbrüder aus ganz Europa, darunter der Generalminister aus Rom, P. Mauro Jöhri, bei der Wiedereröffnung der Kirche dabei sein. Das Bruder-Konrad-Fest, das jedes Jahr rund um den Todestag des heiligen Pfortenbruders (21. April 1894) gefeiert wird, läutet dieses Mal ein ganzes Jubiläums-Jahr ein: Grund ist der 200. Geburtstag des Heiligen am 22. Dezember 1818.

Bis dahin ist jedoch noch einiges zu tun. Derzeit deutet in dem voll eingerüsteten Innenraum der Kirche nichts auf eine große Feier hin. Der Br. Konrad-Schrein ist in der St. Anna-Basilika zur Verehrung ausgestellt, das Inventar, das zum größten Teil wiederverwendet werden soll, ist entweder eingelagert oder wird gereinigt, der Laufener Künstler Friedrich Koller arbeitet bereits u.a. an neuem Altar, Ambo und Tabernakel und in der Kirche selbst kümmern sich Arbeiter gerade um die neue Elektroinstallation.

Im Rahmen einer Baustellenbegehung mit Guardian P. Norbert und Mesner Br. Ägidius Schönsmaul, der als Ansprechpartner für die Handwerker fungiert, erläuterte Gesamt-Bauleiter Schwaiger die kommenden Schritte: Sobald Heizung und Elektrik (mit einem neuen Beleuchtungskonzept und neuer Lautsprecheranlage) erneuert worden sind, werden das Mauerwerk ausgebessert (im Rahmen der Vorgaben des Denkmalschutzes) und die Wände "drei- bis viermal" und auch die Fassade neu gestrichen. An allem "was eine Kirche erkennbar macht" wird ab Januar 2018 gearbeitet: die alten Bodenplatten werden wieder verlegt, Kirchenbänke und Bilder kommen zurück.

Wie der "Bote" bereits berichtete, bekommt die Kirche im Zuge der Renovierungsarbeiten eine neue liturgische Gestalt: Altar und Ambo sollen sich dann auf einer Ebene befinden. Der Altar wird nach hinten versetzt und der Raum für Gottesdienstbesucher im Hauptschiff mit je vier neuen Bankreihen rechts und links vergrößert. Ein drehbarer Ambo ermöglicht auch Gottesdienste und Andachten für kleinere Gruppen direkt am Br. Konrad-Schrein im hinteren Bereich der Kirche, der dann auch von Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten über eine Rampe erreicht werden kann.

Noch Paten gesucht

Br. Konrad-Fenster hinter Baugerüsten.
Br. Konrad-Fenster hinter Baugerüsten.

Mit rund zwei Millionen Euro Gesamtkosten rechnet P. Norbert; die Finanzierung stehe. Etwa 25.000 Euro an Spenden seien bislang eingegangen. Wie bereits bei der Sanierung der St. Anna-Basilika (2012-14) hoffen die Kapuziner auch dieses Mal auf die Übernahme von Patenschaften für bestimmte Kunstwerke und Einrichtungsgegenstände. Laut P. Norbert ist dieses Konzept "sehr gut angelaufen", nach wie vor wird aber nach Paten gesucht; für Interessierte hängen Schautafeln sowohl im Eingangsbereich der Basilika als auch in den Gängen des St. Konradklosters.

Dass die Kirche für Pilger derzeit nicht zugänglich ist, ist auch für P. Norbert ein Wermutstropfen. Wallfahrer könnten in der Zwischenzeit in die Basilika und kleinere Gruppen in den Kongregationssaal ausweichen, erklärt er. Beim Zeitplan haben die Kapuziner auch darauf geachtet, dass die Kirche während der Hauptwallfahrtszeit im Mai und rund um Pfingsten offen war. Die Renovierungs-Pläne seien "im Großen und Ganzen recht gut angenommen worden", stellt P. Norbert fest. Bauleiter Schwaiger, der bereits die Generalsanierung der Basilika koordinierte, ist zuversichtlich, dass das enge Zeitkorsett eingehalten werden kann und dass Pilger den hl. Br. Konrad im Jubiläumsjahr in seiner frisch renovierten Kirche aufsuchen können. Für ihn ist wichtig, dass im Zuge der Arbeiten "alle gesund bleiben".

Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

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Blick in die eingerüstete St. Konradkirche.
Blick in die eingerüstete St. Konradkirche.
Der Guardian des St. Konrad-Klosters, P. Norbert Schlenker, Gesamt-Bauleiter Manfred Schwaiger, Mesner Br. Ägidius Schönsmaul und Vorarbeiter Robert Thielscher von der Firma Pfingstl in Burgkirchen in der eingerüsteten St. Konradkirche.
Der Guardian des St. Konrad-Klosters, P. Norbert Schlenker (v.l.), Gesamt-Bauleiter Manfred Schwaiger, Mesner Br. Ägidius Schönsmaul und Vorarbeiter Robert Thielscher von der Firma Pfingstl in Burgkirchen in der eingerüsteten St. Konradkirche.
Die Kirche von außen mit einer Bautafel, die über die Renovierung informiert.
Die Kirche von außen mit einer Bautafel, die über die Renovierung informiert.