Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

"Pfingst-Sturm" in Altötting: Zusammen mit den beiden großen Fußpilgergruppen aus Regensburg und der Legio Mariae kamen am Pfingstwochenende rund 30.000 Wallfahrer ins "Herz Bayerns" – im Folgenden eine kleine Auswahl an Gruppen:

Jubiläum verschlafen – Fußpilger aus Eichendorf

Drei Wecker hatte sich die fast 80jährige Gräfin Arco-Valley auf Schloss Adldorf am Freitag, 2. Juni auf 5 Uhr gestellt, um ja nicht die Fußpilger aus Eichendorf auf ihrem zweitägigen Weg nach Altötting zu verpassen, denn alljährlich stand sie am Fenster und winkte den frühmorgens Vorbeiziehenden zu. Doch genau bei der heurigen 60. Jubiläumsfußwallfahrt hatte sie verschlafen, erzählte der Eichendorfer Pilgerführer Franz Bichler (im zweiten Bild am Mikrofon) schmunzelnd, wohl des schwülheißen Wetters wegen, das so manchen gesundheitliche Probleme bereitete – da konnten auch die Fußpilger auf dem 65 km langen Weg ein Lied davon singen. Der nicht ganz druck-reife Ausdruck "Verdammt nochmal" war der Gräfin rausgerutscht, als Bichler sie telefonisch erreichte und sich wegen des fehlenden Abschiedsgrußes erkundigte. Nichtsdestotrotz: Auch ohne "gräflichen Segen", war der Einzug der 150 Eichendorfer als Auftakts-Pilgergruppe am Pfingstsamstag, 3. Juni, nach Ankunft am Gnadenort besonders feierlich: vorne Christa Anzengruber mit dem Vortragskreuz, Hans Schott mit der Standarte und mit Kapuzinerpater Heinrich Grumann – mitgetragen wurde eine große Jubiläumskerze, und auch für musikalische Begleitung durch die Musikapelle Altötting war gesorgt – zogen die Eichendorfer unter Geläut der Kirchenglocken zum Kapellplatz, und umrundeten die Gnadenkapelle, um bei einer kurzen Statio der Gnadenmutter Dank zu sagen. Herzlich bedankte sich auch P. Heinrich bei den Eichendorfer Fußpilgern für die langjährige Treue zum Wallfahrtsort wie auch für das Glaubenszeugnis auf dem Weg und wünschte, durch die "spürbare pfingstliche Begeisterung" aufzutanken für den Alltag. Mit Bischof em. Wilhelm Schraml feierten die Eichendorfer im Anschluss einen festlichen Jubiläumsgottesdienst im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Wegweiser zum Herrn – Riedenburger Fußwallfahrt

"O Maria, wie glücklich fühle ich mich vor deinem hl. Bilde ...", ehrfürchtig knieend sprach Hans Schlagbauer (4. Bild), der Pilgerleiter der Riedenburger Fußwallfahrt, am Pfingstsamstagmorgen, 3. Juni, vor der Gnadenpforte der Hl. Kapelle ein altes Pilgergebet, stellvertretend für die 680 Wallfahrtsteilnehmer. Es galt Dank zu sagen, dass alle, bis auf ein paar kleinere Blessuren nach dreitägiger Fußwallfahrt wohlbehalten am Gnadenort angelangt waren. "Es war gut warm, aber wenn man unterwegs viel trinkt, dann hat man kein Problem", erklärte Mitorganisator Jakob Schmalzl, der mit Wallfahrtsverlauf und -wetter ganz zufrieden war. Tief bewegt über das wunderbare Mariengebet dankte Wallfahrtsrektor Prälat Mandl allen Riedenburgern, dass sie sich zu Pfingsten zum Herzen Bayerns aufgemacht hätten. Pfingsten werde als Geburtsstunde der Kirche bezeichnet, erklärte Mandl, und damals im Abendmahlssaal, als der Heilige Geist mit Sturm und Feuerszungen über die Apostel kam, war auch Maria mitten drin. "Dort wo der Herr ist, ist Maria, als bester, zuverlässigster und liebster Wegweiser zum Herrn", bekräftigte er. Mit dem Geläut des Silberglöckchens der Gnadenkapelle, das die Anliegen in den Himmel tragen soll, entließ der Wallfahrtsrektor die Fußpilger. Bei der Pilgermesse in der Basilika mit Pfarrer Werner Sulzer wurden auch die Wallfahrts-Jubilare geehrt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Von Sternschnuppe begleitet – Pilger aus Erding

Na, wenn das kein gutes Vorzeichen war: Als die 130 Pilger aus Erding/Pfarrei St. Johannes am Pfingstsamstagmorgen, 3. Juni, um 1 Uhr von Walpertskirchen aus aufbrachen, zog sich eine Sternschnuppe quer über den Himmel, berichtete Vorbeter Martin Neumaier. Das sei ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis vor Beginn der 71. Fußwallfahrt gewesen. Betend machten sie sich dann auf den Weg zur Gnadenmutter nach Altötting. Der stellvertretende Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Norbert Schlenker hieß die Pilger nach dem Eintreffen am Kapellplatz gegen 8 Uhr morgens, nach Umrunden der Gnadenkapelle und Einzug in die St. Konradkirche, herzlich willkommen. Wallfahren bedeute, auf dem Weg ein Ziel vor Augen zu haben – und P. Norbert verwies dabei auf die Gnadenmutter, denn: "Auch Maria war eine Frau auf dem Weg, sie begleitete ihren Sohn bis zum Tod am Kreuz!" Beim hl. Bruder Konrad, der auch oft gepilgert war, wie P. Norbert erzählte, wurde mit Prälat Josef Mundigl Gottesdienst gefeiert.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Mit Blaskapelle – Wallfahrer des Pilgervereins Otzing/Michaelsbuch

Diakon Thomas Zauner begrüßte am 3. Juni die rund 70-80 Wallfahrer des Pilgervereins Otzing/Michaelsbuch. Musikalisch unterstützt von der eigenen Blaskapelle waren die Pilger über den Kapellplatz gezogen, mit dem Lied "Segne Du, Maria" begrüßten sie die Gottesmutter im Kongregationssaal. Zwei Tage lang waren die rund 70 Wallfahrer aus Otzing-Michaelsbuch (im niederbayerischen Landkreis Deggendorf) unterwegs gewesen – zuerst ging es ab 5.30 Uhr in der Früh vom Landauer Berg nach Mitterskirchen und am Pfingstsamstag schließlich ab 3.45 Uhr nach Altötting, wo sie um 8.30 Uhr ankamen. Mit Pfr. Günter Müller feierten die Pilger schließlich eine hl. Messe.

Text und Fotos: Michael Glaß

Hart aber schön – Fußwallfahrt aus Winzer

Als "hart aber trotzdem schön", bezeichnete Pilgerleiter Josef Ammerer die zweitägige Fußwallfahrt aus Winzer und Umgebung, nachdem die rund 100 Pilger von Kapuzinerpater Siegbert Mayer am 3. Juni um 8.30 Uhr in die St. Konradkirche einbegleitet worden waren. Mit "dieser super Truppe" seien auch die Strapazen gut zu überwinden gewesen. Nach ihrer Ankunft am Gnadenort zogen die Pilger "Segne Du, Maria" singend in einer extra Runde um die Gnadenkapelle. Mit Pfr. Richard Simon feierten sie schließlich eine hl. Messe. Die Wallfahrt, die nach dem II. Weltkrieg von neun Kriegsheimkehrern aus Dankbarkeit für ihre unversehrte Rückkehr ins Leben gerufen worden war, fand heuer zum 72. Mal statt.

Text und Fotos: Michael Glaß

Geschwisterliche Pilgerleitung – Wallfahrt aus Hallbergmoos-Goldach

Die Fußwallfahrt zur Schwarzen Madonna ist den Geschwistern Renate Werner und Rudi Zeilhofer ein großes Anliegen; alljährlich organisieren sie gemeinsam die Wallfahrt aus Hallbergmoos-Goldach am Pfingstsamstag, heuer am 3. Juni. "Zur Mutter zu kommen, um zu wachsen in Glaube, Hoffnung und Liebe", war der Wunsch von Kapuzinerpater Ludwig Wörle bei der kurzen Statio nach Ankunft und Umrunden der Gnadenkapelle. Den Fußpilgern beim Einzug angeschlossen hatte sich auch eine Radpilgergruppe aus Schrobenhausen.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Gelöbnis erfüllt – Fußwallfahrer aus Metten

"Meerstern ich dich Grüße", stimmten die 50 Fußwallfahrer aus Metten an, nachdem sie kurz vor Ankunft der Regensburger Fußwallfahrt am 3. Juni nach zweitägigem Fußmarsch zur Gnadenkapelle zogen und nach alter Pilgertradition knieend ein Dank- wie auch Bittgebet sprachen. 75 Kilometer Fußweg lagen hinter ihnen und Pilgerleiter Sepp Eidenschink, Vortragskreuz-Träger Siegfried Fellinger sowie Standartenträger Sepp Heigl zeigten sich trotz "Hitzeschlacht" mit dem Wallfahrtsverlauf zufrieden. "Diesmal war's temperaturenmäßig schon eine Herausforderung" waren sich die drei einig. Die Mettener Fußwallfahrt geht auf das Versprechen eines Kriegsteilnehmers im Jahr 1939 zurück und wurde zum 78. Mal durchgeführt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Beten nicht vergessen – Pilger aus Eichenried

Das Beten nicht zu vergessen, riet Kapuzinerpater Br. Georg Greimel am 3. Juni um 9.15 Uhr den über 200 Wallfahrern aus dem Pfarrverband Moosinning mit den Pfarreien St. Emmeram-Moosinning, St. Joseph-Eichenried und Mariä Himmelfahrt-Eicherloh. Maria werde helfen, erklärte er mit Blick auf die vielen Gebetserhörungen in Altötting, und mit Verweis auf die Marienerscheinungen in Fatima erklärte er: "Wir können mit Gebeten Geschichte beeinflussen." Mit den Grüssauer Marienrufen hatten die Pilger zuvor die Hl. Kapelle umrundet und waren in die St. Magdalenakirche gezogen. Zu Fuß waren sie in der Nacht von Eichenried nach Hörlkofen marschiert, mit dem Zug ging es nach Tüßling und dann zu Fuß bis ans Ziel. Mit den beiden Diakonen Dieter Spöttl und Benno Saruba feierten sie eine Andacht und beteten den Rosenkranz im Kongregationssaal. Gemeinsam mit den Regensburgern und anderen Pilgergruppen nahmen sie an der Vorabendmesse in der Basilika und der Lichterprozession teil, am nächsten Tag in der Früh besuchten sie eine hl. Messe in der Stiftskirche.

Text und Fotos: Michael Glaß

Klein aber fein – Pilger aus Aufhausen

Als die Kirchenglocken am 3. Juni gegen 10.15 Uhr nach dem 45minütigen Einzug der Regensburger Fußpilger verstummten, zog eine kleine Gruppe, 30 Fußpilger an der Zahl, über den Kapellplatz zur Gnadenkapelle. Zum 83. Mal hatten sich Pilger aus Aufhausen/Landkreis Regensburg unter Leitung von Familie Halley auf den Weg gemacht, um in zwei Tagen zur Gnadenmutter nach Altötting zu pilgern. "Klein aber fein", kann man die Pilgergruppe nennen, haben sie doch eine identische Strecke wie die Regensburger zu bewältigen und das in nur zwei Tagen.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

"Maria richt‘ uns zsamm!" – Fußwallfahrer aus Deggendorf

"Warum ist Pfingsten so marianisch, es ist doch eigentlich ein Fest des Heiligen Geistes?", hinterfragte Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, nachdem er am 3. Juni kurz vor 11 Uhr die 800 Fußwallfahrer aus
Deggendorf über den Kapellplatz zur Stiftspfarrkirche einbegleitet hatte. Mandls Antwort: In den neun Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten, sei Maria mitten unter den betenden Jüngern gewesen. Pfingsten werde auch als Geburtsstunde der Kirche bezeichnet, da aus verängstigten Aposteln mutige Glaubenskünder wurden. Maria sei nicht nur die Wegbegleiterin der Apostel: "Sie ist die Mutter, die uns immer wieder z'sammricht, wenn wir unsere Sorgen und Probleme zur ihr tragen", so der Wallfahrtsrektor. Pilgerleiter Manfred Bachmeier erklärte: Nach Jerusalem pilgere man, um die Spuren Jesu zu suchen, in Rom besuche man den Papst, Altötting sei Mittelpunkt der Marienverehrung. Der Dank des Pilgerleiters galt jedem einzelnen Wallfahrtsteilnehmer für die geschlossene Disziplin. "Nach 1½ Tagen Fußmarsch bei der 386. Deggendorfer Fußwallfahrt gesund in Altötting anzukommen, trotz Wegstrapazen und ohne besondere Vorkommnisse ist Grund genug Vergelt's Gott zu sagen." Er dankte vor allem auch seinem Stellvertreter Florian Stallinger und allen Helfern vom Organisationsteam. Geehrt wurden dann auch die Pilgerjubilare, insbesondere Josef Röhrl zu seiner 45. und Rudolf Neubauer zur 50. Fußwallfahrt. Als Fußpilger mit dabei war auch Kaplan Franz Pfeffer, der mit den Deggendorfern den Pilgergottesdienst feierte.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

60 Jahre "Leitung Weinmann" – Fußpilger aus Lalling

Von der Neuöttinger Straße her war am Pfingstsamstag, 3. Juni, um die Mittagszeit schon von weitem ihr "Gegrüßet seist du Maria" zu hören: Bernhard Süß eilte in seiner orangefarbenen Warnweste und mit der "Kelle" in Händen voran, um für die 100 Lallinger Fußpilger für "Vorfahrt" zum Kapellplatz zu sorgen. Vorbei ging's am Gasthof Scharnagl und rasch ergriff Süß das ihm gereichte Weißbierglas und nahm einen kräftigen Schluck (2. Bild) – verständlich bei der Hitze. Kapuzinerpater Br. Georg Greimel begleitete die Pilger ab dem Franziskushaus über den Kapellplatz in die St. Magdalenakirche und dankte mit einem herzlichen "Vergelt's Gott für "Euer Kommen und Beten". "Euer Gebet vermischt sich mit den vielen tausend Pilgern, die zu Pfingsten nach Altötting kommen, dieser unser Weg führt zusammen mit Maria zu Christus", betonte er. Mit dem Beten könne man in der Welt vieles zum Guten beeinflussen. Pilgerleiter Peter Weinmann's Dank galt dem herzlichen Empfang, allen die mithalfen beim guten Gelingen der zweitägigen Fußwallfahrt sowie den Quartiergebern in Schönau. Außerdem freute er sich, dass die Lallinger Fußwallfahrt nun schon seit 60 Jahren unter der Leitung der Weinmanns (29 Jahre unter seiner Führung, 31 Jahre von Peter Weinmann sen.) Bestand habe.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zur besten Zeit gepilgert – Fußpilger aus Bruckberg

"Jetzt is' heiß, aber jetzt is' wurscht", fasste Pilgerleiter Jakob Obermaier kurz und knapp zusammen und fügte ein "Schee war's" hinzu. Denn für ihre 32 Kilometer lange Wallfahrt hatten sich die rund 60 Fußpilger aus Bruckberg genau die richtige Zeit ausgesucht – den größten Teil der Strecke waren sie bei angenehmen Temperaturen in der Nacht und in der Früh marschiert und da konnte ihnen die Mittagshitze, als sie am Pfingstsamstag kurz vor 12 Uhr ankamen, nicht mehr viel ausmachen. Nach ihrer Ankunft hielten sie eine kurze Statio vor der Gnadenkapelle und grüßten die Gottesmutter. Gemeinsam mit den Pilgern aus Essenbach, Furth und Altdorf feierten sie nachmittags eine hl. Messe in der Basilika. Abends nahmen sie an der Lichterprozession teil.

Text und Fotos: Michael Glaß

In Zweierreihe – Fußpilger aus Altdorf bei Landshut

"Oh Maria hilf"-betend und geordnet in Zweierreihe zogen am 3. Juni gegen 14 Uhr 113 Fußpilger aus Altdorf bei Landshut über den Kapellplatz. Mit dem Lied "Salve Regina" grüßten sie die Gottesmutter vor der Gnadenkapelle. Auf dem Pilgerweg das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, riet Kapuzinerpater Siegbert Mayer den Wallfahrern und empfahl ihnen auch, ihre Sorgen getrost der Gottesmutter anzuvertrauen. Die Pilger waren gegen 6.30 Uhr in Neumarkt/St. Veit aufgebrochen. Etwas heiß sei es zwar gewesen, aber alles sei gut gegangen, verriet Pilgerleiter Helmut Maier. Nachmittags nahmen sie an einer hl. Messe in der Basilika und abends an der Vorabendmesse und an der Lichterprozession teil.

Text und Fotos: Michael Glaß

Pfingst-"Be-Geistert" – Straubinger Fußwallfahrt

Der Regensburger Pilgerpfarrer Hannes Lorenz (3. Bild, r.) ist halt Pfarrer mit Leib und Seele und hilft, wenn Not am Mann ist: am Pfingstsonntag, 4. Juni, um 7 Uhr frühmorgens stellte er sich anlässlich der Straubinger Fußwallfahrt als "Aushilfspfarrer" beim Gottesdienst in der St. Anna-Basilika zur Verfügung. Selbst das Abholen der Straubinger Fußwallfahrer am Treffpunkt Herrenmühlstraße in Altötting zusammen mit den beiden Wallfahrtsrektoren Prälat Günther Mandl und Kapuzinerpater Norbert Schlenker ließ er sich nicht nehmen – und dies, obwohl er selber gesundheitlich angeschlagen war. Sepp Drescher, Straubinger Pilgerleiter (1. Bild, r.), war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: trotz Hitze und Baustellen unterwegs waren alle 700 Fußwallfahrer gut angekommen. Der Malteser Hilfsdienst hatte die Pilger unterwegs bestens betreut. Stolz und dankbar zeigte sich Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl für das Glaubenszeugnis der Pilger. Dazu habe sicherlich auch der Heilige Geist seinen Beitrag geleistet und die Pilger durch Kraft und Stärke "beflügelt". Dass der Heilige Geist hier am Gnadenort alle begeistert und verwandelt, wünschte sich der Wallfahrtsrektor. In der Basilika resümierte Pfr. Lorenz: Die volle Kirche, die Glaubensgemeinschaft, die Klänge der Musikkapelle Rain - da erfasse uns ein pfingstlicher Sturm und Wind, um zusammen mit Maria, wie damals im Abendmahlssaal, die Wirkung des Heiligen Geistes zu spüren. "Öffnen wir die Herzen dem, der uns beschenken will und Kraft und echte Erfüllung gibt", empfahl Pfr. Lorenz.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Platz im Himmel – Fußpilger aus Oberhausen

Als letzte der Fußpilgergruppen in den Tagen um das Pfingstfest trafen die Fußpilger aus Oberhausen am Montag, 5. Juni, um 13 Uhr in Altötting ein. In einer "Nachtwallfahrt" hatten sie 60 Kilometer Fußmarsch hinter sich gebracht. Die alte Pilgertradition geht auf ein Pestgelübde aus dem Jahr 1713 zurück, wie Wallfahrtsorganisator Anton Schachtner zu berichten wusste. Kapuzinerbruder Ernst-Konrad Mackenbrock geleitete die Oberhauser in die Stiftspfarrkirche mit der Zusicherung: "Die Letzten werden die Ersten sein", das Bibelwort sei letztendlich eine Zusicherung für einen guten Platz im Himmel. Pfarrer Marius Francescu feierte mit seinen Oberhausern den Pilgergottesdienst und zeigte sich überzeugt, dass Maria als unsere Fürsprecherin stets unsere Anliegen, die wir dabei hätten, zu Jesus trage.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner