Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Der Juli ist traditionell der Monat der Wallfahrten der Heimatvertriebenen des II. Weltkriegs wie etwa der Donauschwaben, doch auch zahlreiche andere Gruppen pilgerten ins Herz Bayerns – die meisten zu Fuß, manche mit dem Auto oder mit dem Bus, aber auch mit dem Bulldog waren Pilger unterwegs. – Eine kleine Auswahl:

Maria ist immer dabei – Fußwallfahrer aus Marktl/Stammham

"Vergelt's Gott für euer Glaubenszeugnis und die -botschaft, auf eurem Wallfahrtsweg hierher zum Heiligtum Unserer Lieben Frau" – so hieß Kapuzinerpater Br. Georg Greimel am Samstag, 1. Juli, nach der Einbegleitung in die St. Anna-Basilika, die Fußwallfahrer aus Marktl/Stammham herzlich willkommen. Mit dem Kreuz im Zeichen des Glaubens unterwegs: dies sei eine Friedensbotschaft Jesu für die ganze Welt, wir müssten die Fahnen hochhalten, uns nicht einfach auflösen und klein machen, trotz kritischer politischer Situation. Br. Georg verwies auf das Jubiläumsjahr "100 Jahre Patrona Bavariae und Fatima" und empfahl, die Gottesmutter Maria zum Vorbild zu nehmen, uns vom Herrgott stärken zu lassen in der Feier der hl. Eucharistie, damit wir "hoffnungsvoll unseren Lebensweg meistern", mit der Zuversicht: "Maria ist immer dabei und führt uns zu Jesus, wo wir hingehören." Mit Pfarrer i.R. Adolph Fritscher und Pfarrer Josef Kaiser feierten die 80 Fußwallfahrer anschließend Pilgergottesdienst, zu dem sich auch die mit Rad, Bus und Auto aus Marktl/Stammham angereisten Pilger anschlossen.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

30. "Juli-Wallfahrt" – Wallfahrt aus Alzenau/Hörstein

Zu unseren ganz treuen Pilgern gehören auch die aus dem unterfränkischen Alzenau/Hörstein, die mehrmals im Jahr per Bus nach Altötting kommen. Von Samstag, 1. Juli bis Dienstag, 4. Juli weilten sie diesmal am Gnadenort und, wie Pilgerleiter Michael Stolzenberger erzählte, es war die "30. Jubiläums-Juli-Wallfahrt". Am Dienstag, 4. Juli, feierten die Unterfranken mit Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl eine ganz persönliche Pilgermesse bei der Gnadenmutter. Nach Auszug zum Br. Konrad-Brunnen wurden die Andachtsgegenstände geweiht. Und zum Abschied mit den besten Wünschen für eine gute Heimfahrt gab's den Pilgersegen von Prälat Mandl mit auf den Weg. Abschließend stimmte Pilgerleiter Michael Stolzenberger mit der Trompete "Maria, breit den Mantel aus" an.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Auf die "gmiatliche Tour" – Hallbergmooser Bulldog-Oldtimerverein "Bayerische Eicher-Fahrer am Hausler-Hof" in Altötting

Auf die "gmiatliche Tour", wie es die beiden Pilgerleiter Maria und Karl Vieregg aus Erding formulierten, sind heuer zum dritten Mal knapp 40 Mitglieder des Hallbergmooser Bulldog-Oldtimervereins "Bayerische Eicher-Fahrer am Hausler-Hof" mit 26 Bulldogs nach Altötting gepilgert. Einen Tag lang ließen sich die Wallfahrer aus Erding, Freising, Straubing, Rosenheim und Mühldorf am 1. Juli Zeit für die Anfahrt; in Tüßling trafen sie zusammen und "tuckerten" dann gemeinsam zum Wallfahrtsort, wo sie abends an der Lichterprozession teilnahmen. Während es bei der Anfahrt am Samstag trocken und angenehm warm war, musste die Segnung der Fahrzeuge – die übrigens zum großen Teil noch im Einsatz sind – durch Kapuzinerbruder Jeremias Borgards am Sonntag vor der Gnadenkapelle bei Regen stattfinden. Laut Maria und Karl Vieregg halb so schlimm: "In der Landwirtschaft brauchen wir auch den Regen – vor allem jetzt nach den heißen Tagen im Juni", sagten sie. Mit Br. Jeremias feierten sie nach der Segnung eine hl. Messe in der St. Anna-Basilika. Danach ging es wieder nach Hause – gmiatlich natürlich, mit einer kleinen Einkehr in Bräu im Moos in Tüßling.

Text und Fotos: Michael Glaß

Hoffnungsträger für die Welt – Fußwallfahrer aus dem Pfarrverband Kirchdorf-Seibersdorf

Auf den Festtag Mariä Heimsuchung verweisend, empfahl Kapuzinerpater Bruder Sunil den 52 Fußwallfahrern aus dem Pfarrverband Kirchdorf-Seibersdorf, die am Samstag, 1. Juli, gegen 8 Uhr zur Gnadenkapelle zogen, wie Maria und Elisabeth "durch den Glauben an Gott zu Hoffnungsträgern für die Welt zu werden". Im gemeinsamen "Vaterunser" und im anschließenden Pilgergottesdienst in der St. Anna-Basilika mit anderen Pilgergruppen wurde inständig "um Frieden in der Welt gebetet, den die Welt so sehr braucht, in den Wirren und kriegerischen Auseinandersetzungen dieser Zeit." Alljährlich die Fußpilger begleitend machte sich auch deren Pfarrer János Kovács mit auf den Weg und wie uns der Wallfahrtsleiter Christoph Strohhammer verriet, könne "ihr" Pfarrer in wenigen Tagen sein Silbernes Priesterjubiläum begehen, das er am 11. Juli in Ungarn feiere.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Gesungen ist doppelt gebetet – Fußpilger aus dem Pfarrverband Aufhausen-Eichendorf

In aller Herrgottsfrüh am Samstag, 1. Juli, erreichten die Fußpilger aus dem Pfarrverband Aufhausen-Eichendorf unter der bewährten Leitung von Anton Ritt ihr Pilgerziel. Von Diepoltskirchen aus hatten sich die 30 Wallfahrtsteilnehmer am Freitagabend auf den Weg gemacht und hatten die Nacht "durchpilgert". Nach der Ankunft am Busparkplatz Gries von Diakon Thomas Zauner und dessen Sohn, Kreuzlträger Martin herzlich in Altötting willkommen geheißen, ging's hinauf zum Kapellplatz. In alter Pilgertradition wurde die Gnadenkapelle umrundet und bei der kurzen Statio ließ Zauner wissen: "Man sagt, ein gesungener Lobpreis heißt 'doppelt gebetet'" und blickte dabei schmunzelnd auf die Zwillinge Maxi und Leopold, die ihren Papa Anton Guggenberger freudig begrüßten und gar nicht mehr loslassen wollten. So wurde zur Ehre der Gottesmutter "Segne du Maria" angestimmt. Diakon Zauner zitierte den Evangelisten Lukas: "Selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen". Maria sei den Weisungen Gottes gefolgt, "und wir wissen – auf Maria ist Verlass. Zu ihr können wir allezeit kommen, sie ist die größte Mittlerin und führt uns auf unterschiedlichen Wegen zu Jesus!" Vor dem Gottesdienst in der St. Magdalena-Kirche galt es noch einige Pilger zu ehren: Ludwig Eisenreich für 10-, Martin Hannecker für 15- und Willi Kaltenecker für 20-malige Teilnahme.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner