Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Nicht alle machen im August Urlaub im Liegestuhl – einige nutzen ihre freie Zeit auch für eine Wallfahrt ins Herzen Bayerns. Auch wenn in der Frienzeit in der Regel weniger Wallfahrer nach Altötting kommen, ein paar Gruppen machten sich auf den Weg, eine gar mit Bulldogs – eine kleine Auswahl:

Zur Königin des Friedens – Augsburger Friedenswallfahrt

Alljährlich am 8. August, dem Augsburger Friedensfest, organisiert der Augsburger Wallfahrerverein traditionsgemäß eine Buswallfahrt zur Gnadenmutter nach Altötting. Kapuzinerpater Siegbert Mayer hatte die 190 Buspilger bei ihrer 222. Wallfahrt, allen voran Weihbischof em. Josef Grünwald und Organisator Hermann Micheler, am Dultplatz abgeholt und über den Kapellplatz zur St. Anna-Basilika begleitet. Die angenehme Kühle im Gotteshaus, im Gegensatz zu den hochsommerlichen Außentemperaturen, bezeichnete P. Siegbert "als Schatten Gottes, Zeugnis Seiner Gegenwart". Vertrauensvoll, wie der hl. Bruder Konrad, sollten wir zu Maria aufschauen, denn die Gottesmutter führe uns zum Herrn. Weihbischof Grünwald erinnerte beim Gottesdienst im Jubiläumsjahr neben "100 Jahre Erscheinung Fatima" auch an "100 Jahre Hochfest Schutzfrau Bayerns" mit der Erkenntnis: "Mariens Herz schlägt für unser Land, dies ist gerade hier in Altötting spürbar." Deshalb sei es wichtig, am Gedenktag des Augsburger Friedensfestes die "Königin des Friedens" zu bestürmen in den Anliegen, die uns bewegten, Maria als Quelle des Heiles, des Friedens und des Herzens für die Familien, Pfarrgemeinden, Länder und die ganze Welt. "Die Gottesmutter Maria", so Weihbischof Grünwald, "die uns zu Jesus, ihrem Sohn führt, will nichts anderes als unser Heil und Heilung für unsere Seele!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Dem schlechten Wetter getrotzt – Bulldog-Wallfahrt aus dem Oberpfälzer Landkreis Schwandorf

Mit fünf Oldtimer-Bulldogs machte man sich vor acht Jahren zum ersten Mal auf den Weg von Neunburg vorm Wald nach Altötting, wie Wallfahrtsorganisator Hans Fischer berichtete. 34 "landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge" tuckerten am Freitag, 11. August, gegen 15.30 Uhr nach 13-stündiger Fahrzeit – Abfahrt war um 2.45 Uhr – auf den Kapellplatz. Und das, obwohl es bei der Ankunft wie aus Kübeln schüttete und nicht alle Bulldogs aus dem Oberpfälzer Landkreis Schwandorf mit einer regenschützenden Fahrerkabine versehen waren. So mancher Fahrzeuglenker war trotz Regenkleidung klitschnass. Bei diesem ungemütlichen Wetter fielen, verständlicherweise insbesondere im Sinne der Wallfahrtsteilnehmer, die Begrüßungsworte vom stellvertretenden Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Norbert Schlenker etwas kürzer aus. Nach Anrufung der Schutzheiligen für die Landwirtschaft um Heil und Segen für Mensch, Tier und Ackerbau wie auch um gedeihliches Wetter wurden Bulldogs und Fahrer gesegnet und mit Weihwasser besprengt. Dann ging die Fahrt weiter bis Mitterskirchen. Hier war gemütliches Beisammensein und für die Heimfahrt hoffentlich besseres Wetter angesagt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Mit bischöflichem Segen – Buspilger aus Frensdorf

Am 14. August sind am Hotel Plankl in Altötting 48 Buspilger aus Frensdorf/Johannes d.Täufer, Pfarreienverbund Ebrachgrund bei Bamberg eingetroffen – am Pilgerziel, dem Gnadenort Unserer Lieben Frau. Diakon Thomas Zauner hieß die Buspilger aus Oberfranken unter Leitung von Walburg Lechner und insbesondere Bischof Severine Niwemugizi aus Rulenge/Tansania sowie Pfr. Wolfgang Schmid herzlich willkommen. Unter dem Geläut der Altöttinger Kirchenglocken zogen die Pilger über den Kapellplatz. Bei der kurzen Statio vor der Gnadenkapelle sprach Diakon Zauner ein Mariengebet von Bernhard von Clairvaux, und nach dem Lied "Segne du Maria" spendete Bischof Severine den Pilgersegen. Abends nahmen die Frensdorfer, neben vielen anderen Pilgern, an der großen Lichterprozession am Kapellplatz teil.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner