Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

In den heißen Tagen Ende Juli und im August nehmen eigentlich nur wenige die Strapazen einer anstrengenden Wallfahrt auf sich. Einige Gruppen aber trotzten der Hitze und darüber hinaus pilgern immer mehr Gläubige mit dem Rad ins "Herzen Bayerns" – eine kleine Auswahl der Pilgergruppen.

Alles ist Gnade – Fußwallfahrt aus dem niederbayerischen Mainburg/St. Salvator

Herzlich begrüßte am 30. Juli Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl den geistlichen Begleiter der Fußwallfahrt aus dem niederbayerischen Mainburg/St. Salvator (Landkreis Kelheim), Paulinerpater Mirko Legawiec OSPPE. Drei Tage waren die 54 Wallfahrtsteilnehmer, allen voran Pilgerleiter Josef Wimmer, betend und singend unterwegs gewesen. "Alles was von Gott kommt ist Gnade", versicherte P. Mirko eingangs des Pilgergottesdienstes im Kongregationssaal und betonte, gerade das Wallfahren sei ein Weg des Mysteriums der Liebe; ein Zeichen für die Bereitschaft, sich selber hinzugeben für den Ruf Gottes. Radpilgerinnen des katholischen Frauenbunds Pfaffenhofen nahmen am Mainburger Pilgergottesdienst teil.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Schatz des Lebens – Vier Radpilgergruppen in Altötting

Vier Radpilgergruppen erreichten am Wochenende 29./30. Juli den Gnadenort: den Auftakt machten am 29. Juli gegen 18 Uhr die 22 Radpilger aus dem Pfarrverband Oberes Aachental/Unterwössen (2. und 5. Bild) mit Pfarrer Martin Straßer, die sich zum dritten Mal auf den 90-km-Weg gemacht hatten. Kurz danach erreichten 38 Radpilger aus Cham/Opf. (3. und 6. Bild) den Gnadenort Unserer Lieben Frau. Nach 160 km zurückgelegter Wegstrecke wurden auch sie vom Willkommensgeläut der Altöttinger Kirchenglocken empfangen; dass es sich um "echte" Wallfahrer handelte, davon zeugte das Pilgerkreuz, das sich einer der Oberpfälzer Radpilger mit einem Gurt am Rücken befestigt hatte. Zum 19. Mal kamen die Chamer heuer nach Altötting. Beide Radpilgergruppen nahmen dann an der feierlichen Lichterprozession teil. Am 30. Juli feierten die Wallfahrtsteilnehmer aus dem Oberen Aachental mit Pfr. Martin Straßer einen Pilgergottesdienst in der Gnadenkapelle. Dabei betonte der "Pilger- und ehemalige Bundeswehrpfarrer" anlehnend an das Sonntagsevangelium, "dass der Auftrag Jesu für unser Leben" laute, "einen Schatz im Leben zu finden, der uns erfülle". Ob in der Gründung einer Familie oder in der Priesterberufung, "für uns Christen ist nur bedeutend, Gott im Leben zu finden". Die beiden "sonntäglichen" Radpilgergruppen kamen aus Roding/Landkreis Cham (zum 15. Mal, 1. Bild) und aus Pfaffenhofen/Obb. (KDFB, 4. Bild). Das Fahrrad von Alfons Zierer von den Rodinger Pilgern war mit einem kunstvoll gefertigten Pflanzenkreuz geschmückt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Trotz Hitze einige Neue – Fußpilger aus Kastl/Opf.

Das schwülheiße Pilgerwetter setzte den 33 Fußpilgern aus Kastl/Opf. gewaltig zu. Und für Pilgerleiter Josef Merz, der heuer zum 15. Mal als Fußwallfahrer und zum 5. Mal als Pilgerleiter den Gnadenort erreichte, war es grenzwärtig, wie er offen zugab. Eine Woche – von 31. Juli bis 5. August – waren die Pilger unterwegs gewesen, wobei sie knappe 200 Kilometer zurückgelegt hatten. "Die Kastler aus der Oberpfalz zählen leistungsmäßig zu den stärksten Pilgergruppen", versicherte Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl und zollte seinen Respekt für das Glaubenszeugnis, als er mit den "Angekommenen" die Gnadenkapelle umrundete und bei einer kurzen Statio die Wallfahrer begrüßte. Bei der diesjährigen 29. Kastler Fußwallfahrt waren auch einige Neuzugänge dabei, so die beiden Ministranten Jonas und Max sowie Sieglinde Weiß. Der "Neupilgerin" hat es sehr gut gefallen, wie sie erzählte, besonders die geselligen Abendstunden. Sie verriet auch ihren wichtigsten Beweggrund für das Mitpilgern: das erste Enkelkind sei "im Anmarsch" und sie betete, dass alles gut geht für Mama und Kind. Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl nahm dann vor dem Gottesdienst in der Gnadenkapelle die Jubilars-Ehrung vor, darunter war nicht nur Pilgerleiter Josef Merz, sondern auch Pfr. Roland Klein, Pommelsbrunn, ebenfalls zum 15. Mal dabei.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner