Altöttinger Liebfrauenbote

Heilige Pforte in der Altöttinger St. Magdalena-Kirche geschlossen

Jesus: Die Tür der Rettung

Im Rahmen einer feierlichen Vesper am Vorabend zum Christkönigsfest, 20. November, hat Guardian Pater Norbert Schlenker OFMCap symbolisch die Pforte der Barmherzigkeit in der Altöttinger Kapuzinerkirche St. Magdalena geschlossen. In seiner Predigt empfahl er, Türen offen zu halten, und erinnerte an Jesus, die "Lebenstüre".

P. Norbert Schlenker und Mitbrüder während der Zeremonie zur Schließung der Heiligen Pforte in St. Magdalena.
P. Norbert Schlenker (M.) und Mitbrüder während der Zeremonie zur Schließung der Heiligen Pforte in St. Magdalena.

"Eigentlich ist da keine Tür, sondern nur ein Durchgang zur Josefskapelle", erklärte P. Norbert, doch das zeige, "dass uns wichtige Türen im Leben offenbleiben." Ein außergewöhnliches Heiliges Jahr gehe zu Ende. P. Norbert appellierte an die anwesenden Gläubigen: "Haken wir es nicht ab! Fragen wir uns eher: Hat uns diese Zeit beziehungsfähiger, aufgeschlossener gemacht für das Wunder der Barmherzigkeit und das Angebot der Vergebung?" Das Bild der Heiligen Pforten, ob in Rom oder in unseren Diözesen bleibe vielsagend, "die Botschaft und der Anspruch der Barmherzigkeit, das eigentlich wichtigste Anliegen von Papst Franziskus geht weiter."

Doch auch Türen hätten für uns eine Botschaft – ein Leben lang würden wir Türen öffnen und schließen, manche würden wie durch Zauberhand geöffnet, andere blieben uns verschlossen: "Einige Türen durchschreiten wir gemeinsam, halten einander die Türen offen. Andere, die 'Tür' der Geburt und die 'Pforte' des Todes, müssen wir allein durchschreiten." P. Norbert erklärte: "Türen sind wie Chancen, die sich auftun; wer durch keine Tür geht, keinen Schritt nach vorne wagt und jede Entscheidung vertagt, dem fallen Jahr für Jahr Türen zu."

"Hören wir auf den, der uns Grund gibt, an Gottes 'offenen Himmel' zu glauben!"

Die Heilige Pforte in St. Magdalena erinnerte unter anderem an den "Pförtner der Barmherzigkeit", den heiligen Bruder Konrad von Parzham.
Die Heilige Pforte in St. Magdalena erinnerte unter anderem an den "Pförtner der Barmherzigkeit", den heiligen Bruder Konrad von Parzham.

P. Norbert legte den Gläubigen die Mut machende Frohe Botschaft Jesu ans Herz, der uns sage: "Klopft an, dann wird euch geöffnet". Jesus sei die Tür der Rettung, die Lebenstür. P. Norberts Rat: "Hören wir auf den, der uns Grund gibt, an Gottes 'offenen Himmel' zu glauben!" Am Ende seiner Predigt sprach er ein Gebet:

"Herr Jesus Christus, die Pforte des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit ist ein Zeichen dafür, dass du zugänglich bist und uns Tor und Tür deines Himmels geöffnet hast. Ja, du klopfst an die Türen aller Menschen. Lass uns hier die Barmherzigkeit des Vaters spüren.

Wir wollen die offene Tür als deine große Einladung aufgreifen, dir entgegen zu gehen, uns zum Guten hin zu verändern, uns deine Umarmung gefallen zu lassen, deine eucharistische Gastfreundschaft zu genießen, das Fest des Lebens zusammen mit dir zu feiern.

Öffne du uns, damit wir dich in uns hineinlassen. Gib uns den Schlüssel, dass wir auch Einsamen, Ausgegrenzten und Verachteten die Tür öffnen.

Lass uns selbst eine Tür des Friedens sein.

Und lass uns alle einmal hineinfinden in dein Haus, das Haus des barmherzigen Vaters. Dir sei Ehre in Ewigkeit."

Text und Fotos: Roswitha Dorfner