Altöttinger Liebfrauenbote

Abschluss der Pilgerleitertagung 2016 und Schließung der Hl. Pforte der Barmherzigkeit in der Basilika St. Anna

Zum "Leuchtturm des Glaubens"

Als krönenden Abschluss zur Pilgerleitertagung sah Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl den abendlichen Gottesdienst in der St. Anna-Basilika am Samstag, 12. November mit Schließung der Heiligen Pforte der Barmherzigkeit, die am 1. Mai von Kardinal Raymundo Damasceno Assis und Bischof Stefan Oster feierlich eröffnet worden war. Mit der Schließung der Pforte, so Mandl, solle aber das Thema "Barmherzigkeit" nicht abgeschlossen werden – gerade hier am Gnadenort, wo Güte, Zuwendung und Freundlichkeit eine große Rolle spielten: nicht zuletzt pilgerten ja die Menschen zur "Mutter der Barmherzigkeit".

Statio der Geistlichkeit mit den versammelten Pilgerführerinnen und Pilgerführern.
Nach einem Gottesdienst und einer kurzen Statio der Geistlichkeit mit den versammelten Pilgerführerinnen und Pilgerführern ...

"Maria hat Euch bereits im Blick, wenn ihr Euch auf den Weg nach Altötting macht", versicherte Mandl den anwesenden Pilgerleitern. Und die meisten Altötting-Wallfahrer hätten einen unsichtbaren Pilgerrucksack mit dabei, voller Sorgen: "Wir kommen gewissermaßen als 'Sorgenkinder' der Mutter an und wir werden nicht ungehört zurückgeschickt", versicherte Mandl – ob nach Regensburg, in die Oberpfalz, nach Lalling oder Straubing. Man verlasse den Gnadenort anders, als man ihn betrete.

Es gebe für jedes Problem eine Lösung, seit der Herr der Welt durch seinen Tod und Auferstehung die Welt erlöst habe. Die Gottesmutter Maria "als die Knotenlöserin" löse unsere innere Verhärtung, "Maria, trägt nicht umsonst den Titel 'die Mutter des guten Rates'." Mandl betonte, dass es jedoch ohne Probleme, Sorgen und drückende Lasten kein christliches Leben gebe – das Kreuz gehöre dazu. Maria helfe uns, das Kreuz zu tragen, war sich Wallfahrtsrektor Mandl gewiss. Und der Herr überfordere uns damit nicht, wie uns der Evangelist Matthäus Jesu Botschaft überbringe: "Mein Joch ist sanft und meine Bürde ist leicht ..." (Mt 11,30)

Neuevangelisierung "an der Hand der Mutter, die uns hinführe zu Jesus unseren Herrn und Heiland"

P. Norbert Schlenker schließt die Hl. Pforte der St. Anna-Basilika.
... schloss P. Norbert Schlenker die Hl. Pforte der St. Anna-Basilika.

Den Gang Mariens zu ihrer Base Elisabeth (Lk 1, 39ff), nannte Mandl "einen Weg der Barmherzigkeit". Maria nahm die Strecke über 120 km von Nazareth nach Ein Kerem, ein Dorf bei Jerusalem, trotz ihrer eigenen Schwangerschaft auf sich, um der ebenfalls schwangeren Elisabeth beizustehen. Um Beistand und weitere Treue zum Gnadenort Unserer Lieben Frau bat Prälat Mandl die Pilgerleiterinnen und Pilgerleiter, die "im Dienst der Gnadenmutter und Wallfahrer eine große Verantwortung tragen", damit das "Herz Bayerns" nicht untergehe sondern belebt werde und aufblühe "als Leuchtturm unseres Glaubens", wo die Menschen immer wieder Orientierung und Halt suchten.

Laut Papst Franziskus gelinge Neuevangelisierung nur "an der Hand der Mutter, die uns hinführe zu Jesus unseren Herrn und Heiland", zugleich ein Verweis Mandls auf das Wallfahrtsmotto 2017: "Mit Maria zu Jesus!". Mandl bat zum Schluss: "Kommen Sie wieder 2017 und machen Sie Mundpropaganda für unseren Gnadenort!" Altötting sei ein Netzwerk des Glaubens und wir dürften nicht müde werden, nicht resignieren, sondern voller Überzeugung Kraft im Glauben schöpfen.

Am Ende des Gottesdienstes lud Wallfahrtsrektor Mandl auch die Pilgerleiter ein, mit den Priestern und Diakonen zur Pforte der Barmherzigkeit zu ziehen. Nach einer kurzen Statio wurde dann der rechte Seiteneingang an der Basilika-Frontseite durch den Rektor der Basilika, Kapuzinerpater Norbert Schlenker, offiziell geschlossen.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner