Altöttinger Liebfrauenbote
Bischof Stefan Oster nach der hl. Messe mit jungen Musikern, die den Segnungsgottesdienst gestalteten.
Bischof Stefan Oster nach der hl. Messe mit jungen Musikern, die den Segnungsgottesdienst gestalteten.

Dritter Segnungsgottesdienst mit Bischof Stefan Oster in der St. Anna-Basilika

Heilung des Herzens

Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen "Jahrs der Barmherzigkeit" lädt die Diözese Passau heuer zu vier "Segnungsgottesdiensten" mit Diözesanbischof Dr. Stefan Oster SDB ein. Am Freitag, 10. Juni, fand die dritte hl. Messfeier mit Gebet um Segen und Heilung in der St. Anna-Basilika Altötting statt.

Eucharistiefeier.
Eucharistiefeier.

Auf seiner Facebook-Seite im Internet lässt Bischof Stefan Oster den Freitagabend, 10. Juni, nochmals Revue passieren und schreibt zu Recht von einer "bewegenden Gottesdienstfeier in Altötting mit der Bitte um Segen und Heil, mit dem Angebot des Einzelsegens und der Beichte, mit der Möglichkeit zum Verweilen vor dem Allerheiligsten, mit intensivem Lobpreis und gemeinsamem, Gebet."

Zu Bischof Stefans Freude waren viele aktiv beteiligt – u.a. war Generalvikar Dr. Klaus Metzl zugegen, außerdem Altöttings Stadtpfarrer und Stiftspropst Prälat Günther Mandl, die beiden Kapuziner-Guardiane P. Norbert Schlenker OFMCap (St. Magdalena) sowie P. Berthold Oehler (St. Konrad), die Stiftskanoniker Alois Schießl und August Sparrer, Novizenmeister P. Konstantin Ballerstrem mit Novizen der Legionäre Christi, Alzgern, der Gottesdienst-Organisator Diakon Thomas Zauner und Segensbegleiter und -begleiterinnen. Für die musikalische Gestaltung zeichneten sich viele engagierte junge Leute wie die Gruppen Nightfire, Emmanuel und Teilnehmer der Alphakurse verantwortlich.

Neu auf Gott zugehen

Bischof Stefan Oster spendet den Segen.
Bischof Stefan Oster spendet den Segen.

Der Passauer Oberhirte erinnerte in seiner Predigt an die schreckliche Hochwasserkatastrophe in seiner Diözese – vor allem in Simbach am Inn, Triftern und Anzenkirchen –, wobei, wie er betonte, die Frage erlaubt sei: "Wo warst du Gott, als dieses Unglück über die Menschen hereinbrach, das Tod, Elend und Verwüstung brachte? Schickt uns Gott dieses Unglück? Ist er auch hier nicht im Sturm, wie uns der Prophet Elija in der ersten Lesung aus dem Buch der Könige berichtete, sondern im Leisen Säuseln des Windes?"

Bischof Oster sieht in einer solchen Naturkatastrophe eine Chance für eine Welt, die bereits erkrankt und nicht mehr Heil sei. Es gelte nun "auf die rechte Bahn" zurückzukehren; dass dies auch geschieht, sei u.a. sichtbar an der großen Hilfsbereitschaft der vielen freiwilligen Helfer, an den großzügigen Geld- und Sachspenden usw. Bischof Oster betonte, dass auch Gott seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus, nicht der Welt geschenkt habe, um alles Unglück, Leid, Krankheit und Tod wegzunehmen, sondern um den "zentralen Knotenpunkt der Schöpfung zu heilen: das Herz des Menschen, unser Herz!" Das Leid eröffne die Möglichkeit, neu auf Gott zuzugehen, sich tiefer auf ihn einzulassen. Menschen mit tiefer Glaubens- und Gotterfahrung kämen besser durch Phasen tiefen Leids und Unglücks. Sie könnten anderen Kraft geben, sodass auch für Nichtgläubige die Stimme Gottes leichter hörbar werde.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Der vierte und letzte Segnungsgottesdienst findet am Freitag, 18. November im Hohen Dom St. Stephan in Passau statt.

Impressionen

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