Altöttinger Liebfrauenbote

Festtag Mariae Unbefleckte Empfängnis

Maria, die Gnadenvolle

In Österreich ist er gesetzlicher Feiertag, in Bayern wird dem Festtag "Mariae Unbefleckte Empfängnis" in besonderer Weise gedacht: in Altötting luden wieder die Fatima-Freunde u.a. zu einer hl. Messe (Gnadenstunde) mit Marienweihe in die St. Anna-Basilika. Auch in Rom feierte Papst Franziskus den Festtag mit einer traditionellen Zeremonie.

P. Paul Maria Sigl FM in der St. Anna-Basilika.
P. Paul Maria Sigl FM in der St. Anna-Basilika.
P. Paul Maria Sigl FM bei der Feier der Eucharistie, links der Altöttinger Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl.
P. Paul Maria Sigl FM bei der Feier der Eucharistie, links der Altöttinger Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl.
Eine junge Mutter mit ihrem Kind und einem Gebetszettel in der Hand während des Gottesdienstes in der Basilika.
Eine junge Mutter mit ihrem Kind und einem Gebetszettel in der Hand während des Gottesdienstes in der Basilika.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die St. Anna-Basilika am 8. Dezember bei der hl. Messe, der sogenannten "Gnadenstunde mit Marienweihe", mit P. Paul Maria Sigl FM aus Rom als Hauptzelebranten und Prediger.

Warum habe Gott mit Maria ein Mädchen nicht älter als 15 Jahren auserwählt, die Mutter Jesu zu werden, hinterfragte P. Paul und verwies auf die besondere Titulierung Mariens als die "Gnadenvolle". Das Dogma von der unbefleckten Empfängnis bescheinige die "Gnadenfülle Mariens", Gott überhäufte Maria weit mehr als alle Engel und Heiligen, erklärte er. "Die seligste Jungfrau Maria wurde im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch ein einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechtes, rein von jedem Makel der Erbschuld bewahrt."

Die Abbildungen in der Kunst zeigten Maria in der Darstellung der Immaculata, wie sie auf der Erdkugel stehend der Schlange (dem Satan/Verführer) den Kopf zertritt. Dies verdeutliche uns Christen symbolisch: Gott lasse das Böse, die Gewalt in der Welt nicht durch Gewalt vernichten, sondern durch die Liebe, in der Person Mariens. Maria, als die vollendet Gnadenvolle, sei die personifizierte Liebe Gottes.

Die Weihe an die Gottesmutter bedeute nicht nur ein Gebet nach außen hin, betonte P. Sigl. Der "Mutterschoß Mariens" sei der sicherste Ort der Welt, gerade in heutigen Zeiten großer Bedrohung Europas. Die Weihe an die Gottesmutter – nicht nur persönlich sondern auch Familienmitglieder, Angehörige können anempfohlen werden – sei zugleich ein Versprechen, dass wir Maria als unser Vorbild nachzuahmen versuchten. Denn letztendlich führe unser christlicher Weg nur über Maria zu Jesus.

Auch in Rom ist der Festtag der Unbefleckten Empfängnis Mariens traditionell ein kleiner Höhepunkt im Dezember. Papst Franziskus besuchte am 8. Dezember erneut die Mariensäule an der Spanischen Treppe, um für das Wohlergehen der Stadt Rom zu beten – die Marienfigur war unter Pius IX. (1846-1878) aus Anlass der Verkündung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis (1854) auf einer antiken Säule aufgestellt worden; sie steht inmitten einer Luxusmeile mit zahlreichen Geschäften in Rom. In einem selbstverfassten Gebet erinnerte Franziskus an ausgebeutete Kinder, Familien in Schwierigkeiten und Menschen in entwürdigenden Arbeitsverhältnissen (siehe dazu auch die Meldung von Radio Vatikan).

Text: Roswitha Dorfner / red; Fotos: Roswitha Dorfner