Altöttinger Liebfrauenbote

Weihnachtsausstellung von Künstler Lothar Blitz im "Haus Papst Benedikt XVI."

"Ankommen – Aufbrechen"

"Ankommen – Aufbrechen" lautet die Weihnachtsausstellung, die noch bis 18. Dezember im "Haus Papst Benedikt XVI. – Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum" in Altötting zu sehen ist. Künstler Lothar Blitz hat dabei den "Weihnachtsfestkreis" in den Evangelien von Heiligabend bis zum Fest der Taufe des Herrn auf besondere Art und Weise in Szene gesetzt.

Künstler Lothar Blitz, Wallfahrsrektor Prälat Günther Mandl und Künstlerseelsorger Msgr. Bernhard Kirchgessner vor der ...
Künstler Lothar Blitz (von links), Wallfahrsrektor Prälat Günther Mandl und Künstlerseelsorger Msgr. Bernhard Kirchgessner vor der ...
... Darstellung der "Heiligen Nacht" in Form eines Fatschenkindes.
... Darstellung der "Heiligen Nacht" in Form eines Fatschenkindes.
Darstellung zum Prolog des Johannesevangeliums.
Darstellung zum Prolog des Johannesevangeliums (siehe Text).
Darstellung des Märtyrertodes des hl. Stephanus.
Darstellung des Märtyrertodes des hl. Stephanus. Laut Msgr. Kirchgessner soll diese auch an die aktuelle Verfolgung von Christen in vielen Ländern, vor allem im Nahen und Mittleren Osten, erinnern. Im Katalog zur Ausstellung wird die Szene mit folgenden Worten erklärt: "Stephanus überragt die Schar der Pharisäer – äußerlich an Größe und innerlich an Glaube und Liebe. Sie mögen durchaus (...) das trennende Tor einreißen; eines können sie aber nicht: Stephanus innerlich zu Fall bringen."

Eine Herausforderung, die gar nicht so einfach zu bewältigen war, wie der Künstler bei der Eröffnung der Ausstellung am 25. November bekannte. Rund ein Jahr habe Lothar Blitz, Realschullehrer und Kunsthandwerker in Tittling, Literatur gewälzt und gegrübelt, bis er etwa eine Idee zur Umsetzung des Vorworts des Johannesevangeliums – "Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" – hatte und zur Tat schreiten konnte. Herauskam in diesem Fall eine Darstellung zweier Brückenbögen mit dem Antlitz Jesu in der Mitte; sie symbolisiert die Verbindung zwischen Gott und den Menschen mittels Gottes Barmherzigkeit. Viele weitere Symbole wie etwa eine Kugel, ein Tor, ein Schiff oder eine Schale finden sich in den Werken. Am beeindruckendsten ist sicherlich die Darstellung des Geheimnisses der Heiligen Nacht und des Kindleins in der Krippe.

Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner resümierte in seiner Laudatio: "Blitz' Weihnachtsszenen lassen aufblitzen, worum es im Advent und an Weihnachten geht: um Gottes Ankommen bei uns und um unser Aufbrechen zu Ihm hin." Die Künstlerseelsorge in der Diözese Passau, der Msgr. Kirchgessner vorsteht, und das "Haus Papst Benedikt XVI." hatten die Ausstellung gemeinsam initiiert. Es ist dies nun die dritte Ausstellung in diesem Jahr, die beide Einrichtungen gemeinsam auf die Beine stellten, wie Wallfahrtsrektor und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl festhielt.

Die Exponate des Künstlers symbolisierten "das Kleine, Demütige, Bescheidene", stellte Prälat Mandl außerdem fest. Es seien "Werke, die der Freude der gläubigen Menschen dienen sollen", ergänzte Msgr. Kirchgessner. Der Künstlerseelsorger erläuterte auch die Herstellung der Werke: sie seien in Ton geformt und als Rakku gebrannt; die neun Skulpturen "erhielten dadurch nahezu bronzenen Glanz". Blitz' in Volkskunst-Manier gestalteten Weihnachtsszenen ließen verstehen, was der heilige Bernhard von Clairvaux im 12. Jahrhundert in die Worte kleidete: "ER ist ja in die Welt gekommen, um seine Wohnung in den Menschen, mit den Menschen und für die Menschen aufzuschlagen", zitierte Msgr. Kirchgessner den berühmten Zisterzienser-Abt und Kirchenlehrer.

Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner

Zur Ausstellung ist ein 44-seitiger Katalog erschienen. Die Ausstellung ist bis 18. Dezember zu folgenden Zeiten geöffnet: Mo-Fr 13-18 Uhr, Sa-So: 10-18 Uhr.

Impressionen

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Erscheinung der Hirten.
Erscheinung der Hirten.
Dreikönig.
Dreikönig.
Taufe Jesu.
Taufe Jesu.