Altöttinger Liebfrauenbote
Gläubige bei der Eucharistischen Anbetung.
Gläubige bei der Eucharistischen Anbetung.

Betergemeinschaft der Anbetungskapelle Altötting veranstaltete "Nacht der Barmherzigkeit"

Gottes liebende Barmherzigkeit

Es war am 2. April vor elf Jahren, als Papst Johannes Paul II. starb – es war eben jener Papst, der uns den Weißen Sonntag als Barmherzigkeitssonntag zum Geschenk machte und der Sr. Faustina Kowalska heiligsprach. Dass der 2. April dieses Jahres als Samstag vor dem Barmherzigkeitssonntag traf, war für die Betergemeinschaft der Anbetungskapelle Altötting anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens ein guter Grund für eine besondere Feier.

Altöttings Stadtpfarrer und Stiftspropst Prälat Günther Mandl und P. Dr. Kaspar Sproll CO spenden den Segen mit der Blutreliquie des hl. Papst Johannes Paul II. und mit der Reliquie der hl. Sr. Faustyna Kowalska.
Altöttings Stadtpfarrer und Stiftspropst Prälat Günther Mandl (l.) und P. Dr. Kaspar Sproll CO spenden den Segen mit der Blutreliquie des hl. Papst Johannes Paul II. und mit der Reliquie der hl. Sr. Faustyna Kowalska.
Manfred Benkert, Initiator der Veranstaltung, entzündet eine Kerze in der Stiftspfarrkirche.
Manfred Benkert, Initiator der Veranstaltung, entzündet eine Kerze in der Stiftspfarrkirche.

Und so lud die Betergemeinschaft ein zu einem Einkehrnachmittag ins Begegnungszentrum Altötting mit einem Vortrag von P. Dr. Kaspar Sproll CO "zur göttlichen Barmherzigkeit im Tagebuch der hl. Sr. Faustyna Kowalska"; außerdem zu einer festlichen Vorabendmesse in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus mit anschließender Gebetsvigil und Einzelsegnung sowie zu einer Nachtanbetung des Allerheiligsten in der Gnadenkapelle.

Bei der festlichen Abendmesse in der Stiftspfarrkirche waren die Reliquien der beiden Heiligen Papst Johannes Paul II. und Faustina zur Verehrung aufgestellt, wie auch ein Jesusbild, gefertigt nach den Visionen der hl. Faustina. In der Eucharistischen Anbetung die Nacht hindurch sah der Hauptzelebrant, Altöttings Stadtpfarrer und Stiftspropst Prälat Günther Mandl, die spürbare Begegnung mit dem auferstandenen Herrn, der uns durch inniges Gebet, Beichte und Teilnahme am Tisch des Herrn zu "österlichen Menschen" verwandle. Der Blick des Glaubens und der Liebe sei nur mit dem "dritten Auge" dem inneren Auge, dem Auge des Herzens, möglich.

Die Initiatoren und Organisatoren der "Nacht der Barmherzigkeit", Maria und Manfred Benkert, empfahlen, einzutauchen ins Meer der Barmherzigkeit und mit einem "Gebetssturm Gottes Liebe und Barmherzigkeit zu erflehen, und mit dieser Liebe die Erde brennen zu lassen". Auch P. Dr. Kaspar Sproll CO legte den Anwesenden ans Herz, als hörende Kinder Gottes die Botschaft Mariens, der Mutter Jesu, zu empfangen in der andächtigen Anbetung und Hingabe, wie es uns die hl. Faustina vorgelebt habe. Dabei erinnerte P. Sproll, dass im von Papst Franziskus ausgerufenen Jahr der Barmherzigkeit sich die Botschaft von Fatima zum 100. Male jähre. "Glaube ist nicht Kopfsache, der Herr braucht unser Herz", war der Anruf und Aufruf an die große Betergemeinschaft.

Gegen 23 Uhr wurde in feierlicher Prozession die konsekrierte Hostie in der Monstranz in die Gnadenkapelle übertragen und zur Eucharistischen Anbetung "mit Maria durch die Nacht" am Gnadenbild aufgestellt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner