Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Über größtenteils sehr gutes Pilgerwetter konnten sich die Fußwallfahrer freuen, die zu Ostern und am Wochenende darauf nach Altötting marschierten. der "Bote"  hat ein paar der Gruppen getroffen – eine Auswahl:

Aus Liebe zur Gottesmutter – Fußpilger aus Martinsbuch

"Wonnebebend an der Schwelle vor der hl. Kapelle ... O Maria, sei gegrüßt, die du voll der Gnade bist" – das alte Pilgergebet sprechend, hieß für die 170 Fußpilger aus Martinsbuch mit Pilgerführer Michael Auer und die 140 Fußwallfahrer aus Neufahrn unter Leitung von Sebastian Maier: Sie waren angekommen am Pilgerziel nach zweitägiger Fußwallfahrt. Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl begrüßte sie am Karsamstag, 26. März, "hier im Nationalheiligtum Bayerns" und dankte für das Glaubenszeugnis und die Liebe zur Muttergottes.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Österliche Glaubensboten – Fußpilger aus Laberweinting

Auch die Fußpilger aus Laberweinting unter Leitung von Marion Feldmayer waren am Karfreitag und Karsamstag betend als "österliche Glaubensboten" unterwegs gewesen, und wurden von Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl empfangen. Die Pilgerleiterin dankte vor der Gnadenkapelle für eine zweitägige, unfallfreie Fußwallfahrt und ehrte zwei langjährige Fußwallfahrer (25- und 40-malige Teilnahme) mit einer Urkunde. Derweil konnte Töchterchen Hanna kaum erwarten, Mama Marion in die Arme zu schließen.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zur "Mutter der Barmherzigkeit" – Wallfahrt aus Viechtach

"Super Oma + Opa", war auf dem Herzchen-Willkommensschild zu lesen; ein freudiges Wiedersehen gab es zwischen Pilgern und wartenden Angehörigen auf dem Kapellplatz am 2. April. Über 200 Viechtacher Fußwallfahrer pilgerten auch heuer wieder in dreitägigem Fußmarsch zum Gnadenort der Schwarzen Madonna von Altötting. Nach dem Umrunden der Gnadenkapelle und Einzug in die St. Anna-Basilika feierte dort Kaplan P. Prince Kalarimuriyil MCBS, der ebenfalls mitmarschiert war, mit den Viechtachern einen Gottesdienst - musikalisch gestaltet von der Stadtkapelle Viechtach. "Schee, dass ihr wieder da seid's", begrüßte Altöttings Diakon Thomas Zauner die Fußwallfahrer aus dem Bayerwald, der sie auch am Gnadenort in Empfang genommen und ab der Herrenmühlstraße einbegleitet hatte; er verwies auf den häufigsten Pilgergrund: der "Mutter der Barmherzigkeit" (auch heuriges Wallfahrtsmotto) alle Sorgen und Nöte, aber auch den Dank zu Füßen zu legen. Pilgerleiter Alfred Kasperbauer hatte beim Zug über den Kapellplatz verraten: "Wenn ich da d'rübergeh und die Glocken läuten, da muss ich einfach weinen!" Und genau das sei wichtig, so Diakon Zauner, man müsse Gefühle zeigen, sein Herz öffnen, auch für Tränen. "Nochmals Vergelt's Gott für Euer alljährliches Kommen, für Euer missionarisches Glaubenszeugnis, das unserem Herrgott sehr wichtig ist!" Als ergreifenden Moment nannte Pilgerleiter Kasperbauer das alljährliche "Ankommen" hier am Ziel, "bei der Gnadenmutter von Altötting", das er nicht mehr abgeben möchte. Er sagte allen Teilnehmern – darunter Mitglieder des katholischen Frauenbunds – und Helfern, allen Begleitfahrzeugführern, Sanitätsdienst und Herbergsgebern ein herzliches Vergelt's Gott! Geehrt wurden wieder einige Pilgerjubilare für 5-, 10-, 15-, 20-, 25- und 30-malige Teilnahme. Besonders herauszuheben waren die 25-jährigen Jubilare mit Vortragskreuzträgerin Annerose Kilger, Vorbeter Alois Stieglbauer sowie Franziska Paukner, die zur Urkunde auch einen Pilgerstab überreicht bekamen. Besonderer Dank galt Josef Laumer, der zum 30. Mal dabei war. "Jesus lebt" sei die österliche Botschaft dieser Tage, betonte der Viechtacher Kaplan P. Prince, "und auch wir wurden auferweckt zu einem neuen Leben in Seinem Licht!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Pilger-Verstärkung – Fußwallfahrt aus Schwandorf

Mit etwa 20 Teilnehmern aus Fensterbach wurden heuer die Schwandorfer Fußpilger auf ihrer viertägigen 37. Fußwallfahrt nach Altötting "verstärkt". Aus Dank für den Bau einer Kapelle in Knölling hatte sich "der Pilgerzuwachs" angeschlossen. Altöttings Diakon Thomas Zauner nahm die Oberpfälzer Fußpilgergruppe nach ihrer Ankunft am Samstag, 2. April gegen 10.15 Uhr in Altötting/Am Gries in Empfang und geleitete die Schwandorfer Fußpilger, mit dabei auch wieder deren Diakon Hans-Dieter Göring, auf den Kapellplatz. Thomas Zauner empfahl, die mitgebrachten Sorgen und Nöte der Gottesmutter, der Mutter der Barmherzigkeit – auf das Wallfahrtsmotto verweisend – anzuvertrauen.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Freiwillige Feuerwehr Nabburg: Jubiläums-Dankwallfahrt

Um zu danken, lösten am Sonntag der Barmherzigkeit, 3. April, Mitglieder und Familienangehörige der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Nabburg per Bus ihr Pilger-Versprechen nach Altötting ein, da bei den letztjährigen Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum alles so gut geklappt hat. Kapuzinerpater Br. Georg Greimel begrüßte die Pilger aus der Oberpfalz, allen voran Pfr. Hannes Lorenz und den "Mann in Uniform", Harald Herle als 1. Vorsitzenden der FFW. Dabei verwies Br. Georg auch auf die Pforte der Barmherzigkeit in St. Magdalena, die seit Aschermittwoch offensteht. Zu Beginn des Gottesdienstes in der Gnadenkapelle entzündete Pfr. Lorenz die mitgebrachte Jubiläums-Votivkerze – verbunden mit der Bitte, dass alle Feuerwehrler auch wieder gesund vom Einsatz zurückkehren mögen.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Kleines Jubiläum – Fußwallfahrer aus Edelshausen

Ein kleines Jubiläum konnten am Samstag, 2. April, rund 30 Fußwallfahrer aus Edelshausen feiern: Zum fünften Mal pilgerten sie heuer ins "Herz Bayerns"  – fast 150 km hatten sie zuvor in drei Tagen zu Fuß zurückgelegt. Kapuzinerpater Ludwig Wörle begrüßte die Gruppe vor der Gnadenkapelle und sprach mit ihnen erst einmal ein Dankgebet. P. Ludwig erinnerte daran, dass Gott nicht nur gerecht, sondern vor allem auch barmherzig sei. Die Votivbilder an der Gnadenkapelle erinnerten daran, dass wir mit der Gottesmutter Maria eine Fürsprecherin bei Gott haben, die schon so manches Wunder bewirkt habe. Nach der Begrüßung feierten die Wallfahrer eine hl. Messe in der St. Konradkirche.

Text und Fotos: Michael Glaß