Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Das dritte Septemberwochenende in Altötting war geprägt durch das traditionelle Herbsthauptfest der Marianischen Männerkongregation, doch auch an diesen Tagen kamen zahlreiche Pilger – einzeln und in Gruppen – ins "Herz Bayerns" – eine kleine Auswahl:

Zur Mutter der Gnade – Kinder aus der Pfarrei St. Margaret in Landshut-Achdorf pilgern

Sr. Walrika und Sr. Adora hatten vor 23 Jahren die Idee, mit den Kindern aus der Pfarrei St. Margaret in Landshut-Achdorf zur Muttergottes nach Altötting zu pilgern. Was die Schwestern begonnen, führt Frau Irmengard Rottmann in bewährter Weise fort. Am 19. September erreichten die etwa 60 Wallfahrtsteilnehmer, darunter 30 Kinder, mit dem Bus das Franziskushaus Altötting. Von dort aus pilgerten sie zu Fuß die Herrenmühlstraße entlang, musikalisch begleitet von der Altöttinger Musikkapelle, zum Kapellplatz. Die Kinder trugen wieder ein Muttergottes-Bild, die St. Margaret-Fahne, eine Votivkerze und Rosen für die Gnadenmutter. Bei der kurzen Andacht vor der Gnadenkapelle mit Kapuzinerpater Sunil Kachappally wurde das Lied "Wir ziehen zur Mutter der Gnade" angestimmt, dabei legten die jungen Pilger die mitgebrachten Rosen "der Gottesmutter zu Füßen". "Lasst die Kinder zu mir kommen, ihnen gehört das Reich Gottes", zitierte P. Sunil die Worte Jesu aus dem Evangelium und sprach abschließend das Segensgebet: "Vater segne diese Kinder, deren Namen in Deine Hände geschrieben sind, hilf, dass sie Freude im Glauben finden und mit Deiner Liebe den Frieden im Herzen an ihre Kinder weitergeben können... die hl. Schutzengel mögen sie und ihre Familien begleiten!" Im Fürbittgebet wurde auch der krebskranken Sabrina gedacht, die in den Vorjahren bei der Altötting-Wallfahrt dabei war.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

3 Tage unterwegs: Von Mondsee nach Altötting

Unter den schneidigen Klängen der Bürgermusikkapelle zogen am 19. September, nach dreitägigem Fußmarsch, die 70 Fußpilger aus Mondsee – verstärkt mit Wallfahrtsteilnehmern, die aus dem schönen Salzkammergut mit dem Bus nach Altötting gekommen waren – zum Kapellplatz, umrundeten die Gnadenkapelle, um dann in der Stiftspfarrkirche mit dem Mondseer Pfarrer Dr. Ernst Wageneder einen feierlichen Pilgergottesdienst zu feiern. "Mit gebrochener Stimme und Arm, aber mit großer Freude im Herzen" begrüßte Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl die Pilger, heuer zum 18. Mal, im "Herzen Bayerns"; darunter namentlich auch Pilgerleiter Sepp Eichriedler sowie die Mitorganisatoren Georg und Matthias Steinbichler und Kreuzträger Hans Lettner. Auch erinnerte der Wallfahrtsrektor an die religiösen Wurzeln und enge Verbundenheit Altöttings mit Mondsee, durch den hl. Rupert und nicht zuletzt durch die Gnadenmutter. "San ma glücklich, dass ma do san!", dankte Pilgerleiter Sepp Eichriedler und die Bürgermusikkapelle stimmte als Eingangslied "Wohin soll ich mich wenden..." an.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Immer wieder etwas Neues – Buspilger aus Eching/Dekanat Geisenhausen

Unter dem Geläut der Altöttinger Kirchenglocken sind am frühen Vormittag des 19. September rund 250 Buspilger aus Eching/Dekanat Geisenhausen an der Gnadenkapelle vorbei in die St. Anna-Basilika eingezogen. Kapuzinerpater Br. Georg Greimel dankte den Pilgern für ihr "Zeichen und Beispiel des Glaubens" und begrüßte sie als "Teil der großen Gebetsgemeinschaft der Altötting-Wallfahrer". Mit Verweis auf das diesjährige Wallfahrtsmotto "Kommt und seht" stellte er fest: "Wir wollen immer wieder etwas Neues sehen." Dies stärke und nähre den Glauben, wie Br. Georg betonte. Er bat die Pilger auch um ihr Gebet für den Frieden in der Welt; mit Blick auf die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen betonte er, dass gerade Christen das "Lied des Lebens" singen und ihre Friedensbotschaft verkünden müssten. Nach der Begrüßung feierten die Wallfahrer mit Dekan Stefan Scheifele eine hl. Messe in der Basilika, nachmittags eine Andacht in der Stiftspfarrkirche.

Text und Fotos: Michael Glaß

Maria "hilft auch heute" – Buspilger aus dem "Steinacher Land"

Rund 100 Buspilger aus dem "Steinacher Land" – die Pfarreiengemeinschaft aus dem Bistum Bamberg umfasst die Pfarreien Wartenfels, Stadtsteinach und Presseck sowie die Filialkirchen Reichenbach und Untersteinach – sind am Vormittag des 19. September an der Gnadenkapelle vorbei in die St. Magdalenakirche eingezogen; die mitgereiste Blaskapelle Wartenfels "spielte" die Wallfahrer musikalisch ans Ziel, wo sie Kapuzinerpater Heinrich Grumann herzlich begrüßte. Nach dem Lied "Salve regina" zu Ehren der Gottesmutter erklärte P. Heinrich: "Maria hat geholfen, und sie kann und will auch heute helfen!" Außerdem empfahl er den Gläubigen auf den hl. Br. Konrad zu sehen, der die Gottesmutter nicht nur verehrte, sondern stets auch darauf achtete, ihre Tugenden nachzuahmen. Mit einem Augenzwinkern kommentierte P. Heinrich die rund halbstündige Verspätung der Pilger: "Ihr Wallfahrer aus Wartenfels habt Eurem Namen alle Ehre gemacht und uns warten lassen." Für die Pilger selbst wohl kein großes Problem: Sie nahmen sich zwei Tage Zeit für ihre Pilgerreise nach Altötting, gingen den Kreuzweg, feierten eine Andacht, und nahmen samstagabends an der Vorabendmesse und der anschließenden Lichterprozession teil. Bestimmt schauten sie auch bei Br. Konrad vorbei ...

Text und Fotos: Michael Glaß