Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Die heißen Sommertage sind vorbei – und auch, wenn manchmal der Regen ein bisschen stört, ist der September ein idealer Monat für eine Wallfahrt. Dies spürt auch Altötting, das nun wieder vermehrt einzelne Pilgergruppen begrüßen darf – eine kleine Auswahl:

Blickkontakt – Pilgergruppe aus dem oberösterreichischen Wels

Insgesamt rund 180 km und eine Woche Fußmarsch hatte eine Pilgergruppe aus dem oberösterreichischen Wels/Bildungshaus Schloss Puchberg nahe Linz hinter sich, als am 5. September die Altöttinger Kirchenglocken von der Ankunft der 41 Fußpilger am Gnadenort kündeten. Der stellvertretende Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Norbert Schlenker nahm sie in Empfang, geleitete sie zur St. Konradkirche und empfahl, wie die Gottesmutter Maria Blickkontakt mit Jesus zu pflegen. Mit dem Wetter waren die Wallfahrtsteilnehmer zufrieden: Am Anfang etwas zu warm, insgesamt etwa eineinhalb Stunden Regen, war die Bilanz. Seit zehn Jahren, so berichteten die Pilger aus Oberösterreich, werde in einer einwöchigen Fußwallfahrt zu einem Wallfahrtsort marschiert. Heuer waren die Gnadenmutter und der hl. Br. Konrad im Herzen Bayerns das angestrebte Ziel.

Text und Foto: Roswitha Dorfner

Mit Pilgernachwuchs – Fußpilger der Kolpingfamilie aus Wolfratshausen

Beim Einzug der Fußpilger der Kolpingfamilie aus Wolfratshausen am 6. September lächelte die kleine Katharina (5 Mon.) im Arm ihrer Mama fröhlich in die Runde. Für Pilgernachwuchs ist bei den Wolfratshausenern also gesorgt. Die 130 km in vier Tagen auf dem Weg nach Altötting war auch Kaplan Simon Tyrolt mitmarschiert. Pfarrer Helmut Eisele, der mit den Wolfratshausern in der St. Konradkirche den Pilgergottesdienst feierte, hatte sich von Heiligenstatt aus die letzten sieben Kilometer angeschlossen. Mit dem Wallfahrtsablauf durchaus zufrieden zeigte sich Organisatorin Karin Wandinger, "es gab keine Ausfälle, nur nass geworden sind wir, aber dafür gibt's ja die richtige Kleidung!" Kapuzinerpater Ludwig Wörle sprach bei der kurzen Statio vor der Gnadenkapelle ein Dankgebet und lud die Wolfratshauser ein, neben einem Besuch bei der Gnadenmutter und dem hl. Br. Konrad auch die anderen Kirchen am Kapellplatz oder die Schatzkammer zu besuchen.

Text und Foto: Roswitha Dorfner

Radwallfahrt aus Beratzhausen

Zwei Tage unterwegs waren die etwa 50 Teilnehmer an der 11. Radwallfahrt aus Beratzhausen/Pfraundorf unter Leitung von Barbara Wittmann, die am 6. September – einbegleitet von Kapuzinerpater Br. Andreas Kaiser – die Gnadenkapelle umrundeten. Br. Andreas bezeichnete die Pilger als "alltagstaugliche Glaubenszeugen trotz Gegenwind beim Einbegleiten". Sogleich kam die spontane Retourkutsche der Radpilger: "…den Gegenwind hatten wir beim Fahren aber auch ...!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Mit bischöflichem Segen – Fußwallfahrer aus Teisendorf

Bischöfliche Segenswünsche von seinem Bruder, Kapuzinerbischof Sixtus Parzinger (Araukanie/Chile), überbrachte Pfarrer i.R. Anton Parzinger den 230 Rupertiwinkler Fußwallfahrern aus Teisendorf und Umgebung, die am 13. September den Gnadenort erreichten und abschließend in der St. Anna-Basilika Gottesdienst feierten. "Mir nach, spricht Christus, unser Herr!" wurde als Eingangslied angestimmt, und von der Christusnachfolge sprach auch Pfr. Parzinger in seiner Predigt. Als Christen müssten wir auch die Fähigkeit entwickeln unser Alltagskreuz zu tragen, wie es die Teisendorfer Fußpilger auf dem Weg nach Altötting mit ihren schweren Holzkreuzen versinnbildlichten. Glaubensbekenntnis allein reiche aber nicht, Christentum müsse sich auch in Taten der Barmherzigkeit und Nächstenliebe wiederspiegeln, sagte er. Die mitgetragene Fatimamadonna verweise auf die Gottesmutter Maria, unsere Glaubenszeugin, Mittlerin und Fürsprecherin bei Gott. Auch Diakon Thomas Zauner, der die "Rupertiwinkler" herzlich willkommen hieß, sah in der Gnadenmutter "einen sicheren Begleitschutz" zum Pilgerziel.  Seit 1978 besteht die Rupertiwinkler Fußwallfahrt und Pilgerleiterin Loni Aschauer zeigte sich mit Wallfahrtsablauf, Übernachtung in Asten und Wetter sehr zufrieden.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner