Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Der Oktober ist ein beliebter Pilgermonat – die heißen Sommertage sind längst vorbei, der erste Schnee noch weit weg. Viele kommen jedoch auch mit dem Bus; wie jedes Jahr reisten auch die Frauen der kfd nach Altötting ...

"Wer – wenn nicht wir!" – kfd-Wallfahrt München-Freising

Gottes Schöpfung ist unersetzlich – deshalb engagieren sich besonders die Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) seit Jahrzehnten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. "Schöpfung – Klima – Nachhaltigkeit", war auch diesjähriges Wallfahrtsthema der kfd München-Freising am Mittwoch, 7., und Donnerstag, 8. Oktober, in Altötting bei den Andachten am Vormittag und den Gottesdiensten am Nachmittag in der St. Anna-Basilika. Wallfahrten könne man bewusst im Bitten, Danken und Schweigen zum Ausdruck bringen. Auf der Wegsuche würde uns dabei Gottes Melodie stets begleiten. Eine Melodie, die uns das Thema "Schöpfung" dringlicher denn je ans Herz lege, so die aufrüttelnden Worte der kfd-Diözesanvorsitzenden Regina Braun wie auch der kfd-Bundesvorsitzenden Maria Theresia Opladen. Beide riefen zum Handeln auf, um den Klimawandel zu stoppen. "Wir Frauen des kfd, als größtem deutschen Frauenverband mit einer halben Million Mitglieder, sind gefordert als Christinnen im Sinne Jesu mitzugestalten: Wann – wenn nicht jetzt! Wer – wenn nicht wir!", so die Diözesanvorsitzende Braun. Beim nachmittäglichen Gottesdienst am 8. Oktober, gestaltet von einer Musikgruppe aus Odelzhausen, dankte der Rosenheimer Pfr. Sebastian Heindl den vielen Frauen für ihr Engagement. Ausdrücklich lobte er das 2012 von den kfd-Frauen erstellte "Klimaschutzpaket" mit Infos und Anregungen. Auch Heindl betonte die Verantwortung "gegenüber der uns anvertrauten Schöpfung Gottes" und forderte ein Umdenken: "Wir sind maßgeblich an der Umweltzerstörung beteiligt", warnte er und erinnerte: "Die Erde ist uns geschenkt!" Der Prediger bezog sich auch auf die Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus und appellierte an die Frauen und Mütter, Nachhaltigkeit an die Kinder weiterzugeben.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Hilfsbereitschaft – Fußwallfahrer aus dem oberbayerischen Peiting

Am 9. Oktober haben die Fußwallfahrer aus dem oberbayerischen Peiting, Pfarrei St. Michael, nach dreitägiger Fußwallfahrt den Gnadenort Unserer Lieben Frau in Altötting erreicht. Pilgerleiterin Elfriede Schmid konnte sich über 34 Teilnehmer freuen, es waren auch einige "Neuzugänge" dabei. "Vergelt's Gott für Euer Kommen und Gebet", dankte Kapuzinerpater Br. Georg Greimel und stimmte sogleich ein "Gegrüßet seist du Maria" an – "zur Ehre der Gottesmutter, die uns Jesus gebracht hat und der uns ruft". Br. Georg war es auch, der mit den Peitingern am Nachmittag eine Andacht in der St. Konradkirche feierte. Am ersten Pilgertag, Mittwoch, 7. Oktober, habe es furchtbar geschüttet, erzählte Gerda Turansky, aber die große Hilfsbereitschaft der Herbergsleute in Ebrach, die dafür sorgten, dass die Kleidung und die Schuhe für den nächsten Pilgertag wieder trocken waren, sei einfach überwältigend gewesen.

Text und Foto: Roswitha Dorfner

Pilgertradition – Buswallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Inchenhofen-Hollenbach

Festlich war der Einzug am 10. Oktober der Buswallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Inchenhofen-Hollenbach mit Dekan Stefan Gast über den Kapellplatz zur Gnadenkapelle. Diakon Thomas Zauner freute sich über die generationenübergreifende Pilger-Tradition angesichts der vielen Ministranten und jungen Pilger aus dem schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg. Im Kongregationssaal feierten die Pilger mit Dekan Stefan Gast einen Gottesdienst.

Text und Foto: Roswitha Dorfner