Altöttinger Liebfrauenbote

Weltweit erste Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle kommt nach Niederbayern

Mit dem Segen aus Rom

Die weltweit erste Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle soll auf einer Anhöhe von 452,5 Metern im niederbayerischen Luftkurort Thurmansbang entstehen. Die Kosten für den rund 20 Quadratmeter Bau schätzt Initiatorin Erika Graswald-Böhme auf rund 150.000 Euro. Vorgesehen sei, das Geld über Spenden und Sponsoring-Aktionen aufzubringen. Das Bauwerk selbst soll aus einem Ziegelmauerwerk bestehen mit einer Holz-Dachkonstruktion.

Entwurf der Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle.
Entwurf der Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle.

Das Grundstück ist Andreas Bauer, Mitglied des Projekt-Freundeskreises, im Erbbaurecht zur Verfügung gestellt worden. Mit der Kapelle solle ganz im Sinne von Papst Benedikt XVI. an die Schöpfung, den verantwortungsvollen Umgang mit Menschen und Natur sowie auf den Herrn verwiesen werden. Bauers Wunsch wäre es auch, dass die Einweihung der neuen Kapelle am 16. April 2017 möglich wird, dem 90. Geburtstag des emeritierten Kirchenoberhaupts.

In einem Schreiben hatte Erika Graswald-Böhme den emeritierten Papst gebeten, das Gotteshaus nach seinem Namen benennen zu dürfen. Gut 14 Tage später antwortete dieser: "Ich freue mich, dass Sie in der schönen Landschaft Niederbayerns eine Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle errichten wollen, (...) die natürlich nicht auf mich, sondern auf den Herrn verweisen wird".

Wie von Vater Benedikt gewünscht, hat der Ortsbischof dem Projekt zugestimmt. Das inzwischen konkret gewordene Bauanliegen erfülle die kirchenrechtlichen Voraussetzungen, so der Passauer Bischof Stefan Oster SDB, in einem Schreiben vom 6. Oktober 2015 an die Kapellen-Initiatorin. Gemäß den Bestimmungen des kirchlichen Gesetzbuches erteile er die "oberhirtliche Genehmigung" und wünsche "Gottes reichen Segen, viel Mut und Tatkraft zur Verwirklichung ihres ehrenhaften Bauvorhabens".

Text: red, Foto: König