Altöttinger Liebfrauenbote

Ordenstag der Diözese Passau mit Bischof Oster im Provinzhaus Heilig Kreuz

Aus Jesu Liebe leben

Der Ordenstag der Diözese Passau fand heuer am 6. Juni im Provinzhaus Heilig Kreuz in Altötting statt. Der wohl "bekannteste" Ordensmann des Bistums hielt ein Impulsreferat: der Salesianer Bischof Stefan Oster.

Ordensschwestern auf dem Weg zur Hl. Kapelle.
Ordensschwestern auf dem Weg zur Hl. Kapelle.

Benediktiner, Kapuziner, Maristen, Salettiner, Legionäre Christi, aber vor allem Vertreter weiblicher Ordensgemeinschaften wie Benediktinerinnen, Zisterzienserinnen, Schwestern der Congregatio Jesu, Deutsch-Ordens-Schwestern, Salvatorianerinnen, Niederbronner Schwestern, Mallersdorfer Schwestern, Dienerinnen vom Kinde Jesu und Ursulinen – die Liste der Vertreter der verschiedenen Ordensgemeinschaften in der Diözese Passau war lang und das Refektorium der Schwestern vom Hl. Kreuz in Altötting platzte aus allen Nähten: Ordensreferent Domkapitular Josef Fischer, Schwester Helene Wecker und P. Alois Greiler, die beiden Vorsitzenden der AGOP Passau (Arbeitsgemeinschaft der Orden im Bistum Passau) freuten sich riesig über die große Resonanz zum Ordenstag der Diözese Passau am 6. Juni und sahen in diesem "Jahr der Orden" die Chance, dass die Orden von außen, wie auch die Aufgaben der Ordensleute in Kirche und Gesellschaft mehr wahrgenommen werden. Gleichzeitig sei es für die Ordensfrauen und -männer Notwendigkeit und Chance zu persönlicher Einkehr, ihre Liebe zu Jesus Christus und die Treue zu ihrer Berufung zu vertiefen.

Den "geistlichen Impuls zum Jahr der Orden" referierte Diözesanbischof Dr. Stefan Oster zum Thema "Maria und das geweihte Leben – Impulse aus dem Johannes-Evangelium" und definierte das Ordensleben als Leben aus einer neuen Identität: mit neuen Schwestern und Brüdern, und neu geboren aus Gott; nicht zuletzt auch neu geboren aus Maria, denn: "Sie ist die Mutter der Jünger, die Jesus liebt". Berufung bedeute, so Bischof Stefan, Jesus umsonst zu lieben und aus dieser Liebe zu leben. Er zitierte aus dem Evangelium: "Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben" (Joh 13,34).

"Zum Wohl der Menschen"

Bischof Stefan Oster bei seinem Impuls-Referat im Provinzhaus Heilig Kreuz in Altötting.
Bischof Stefan Oster bei seinem Impuls-Referat im Provinzhaus Heilig Kreuz in Altötting.

Bischof Oster verteilte anschließend an die Ordensleute das "druckfrisch" erschienene Buch "Verkaufe alles und folge mir nach" (Hans Urs von Balthasar), für das er selbst das Vorwort geschrieben hat: "Papst Franziskus hat das Jahr 2015 als 'Jahr des geweihten Lebens' ausgerufen, sicher in dem Bewusstsein, dass das Herz der Kirche in diesen Lebensformen so oft seinen kräftigsten Herzschlag gefunden hat. Und wir hoffen mit ihm auf Gott, dass er wie schon so oft in der Geschichte in schwierigen kirchlichen Zeiten gottgeweihte Frauen und Männer erwecken möge, die von ihm mit einer umfassenden Sendung und Fruchtbarkeit ausgestattet werden. Zu seiner Verherrlichung und zum Wohl der Menschen."

Aber nicht nur die anwesenden Ordensleute wurden beschenkt. Nachträglich zum 50. Geburtstag bekam Bischof Stefan Oster einen gesungenen Glückwunsch mit "Viel Glück und viel Segen ...", ein vorgetragenes Gedicht von Sr. Engelberta sowie einen Geschenkkorb gefüllt mit "Schmankerl" und Erzeugnissen aus den verschiedenen Klöstern. Nach dem Mittagessen bestand die Möglichkeit zur Teilnahme an Kirchenführungen in St. Konrad und in der St. Anna-Basilika.

Guardian Kapuzinerpater Norbert Schlenker bezeichnete beim Abschlussgottesdienst zum Ordenstag die St. Magdalenakirche als besonders geeignete Kirche. Denn über Jahrhunderte hindurch sei diese von Ordensleuten geleitet worden: 182 Jahre von den Jesuiten, 27 Jahre von den Maltesern, 32 Jahre von den Redemptoristen und seit 1874 von den Kapuzinern; schwerpunktmäßig sei sie Beichtkirche Altöttings. Bischof Oster verwies auf das diesjährige Wallfahrtsmotto "Kommt und seht", das die Begegnung der Jünger mit dem auferstandenen Herrn im Abendmahlssaal vergegenwärtige. Dies bedeute auch für unsere Zeit, unser Herz zu öffnen und auf Gottes Wort zu hören, sagte er. Das Nötigste, was Gott uns schenken wolle, sei die "Liebe umsonst". Diese könnten wir nur empfangen, wenn wir Gott vertrauten, so wie Maria. Bischof Oster empfahl: mit ihr (Maria) und von ihr zu lernen. So würden wir zu Kindern der Muttergottes, zu Brüdern und Schwestern Jesu und zu Söhnen und Töchtern des Vaters.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

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Beim Ordenstag in Altötting wurde auch Bischof Oster beschenkt. Zu seinem 50. Geburtstag bekam er u.a. einen Geschenkkorb.
Beim Ordenstag in Altötting wurde auch Bischof Oster beschenkt. Zu seinem 50. Geburtstag bekam er u.a. einen Geschenkkorb.
Ordensleute beim Referat von Bischof Oster.
Ordensleute beim Referat von Bischof Oster.
Eucharistiefeier in der Kirche St. Magdalena mit P. Alois Greiler, P. Norbert Schlenker, Bischof Stefan Oster und Domkapitular und Ordensreferent Josef Fischer.
Eucharistiefeier in der Kirche St. Magdalena mit (v.l.) P. Alois Greiler, P. Norbert Schlenker, Bischof Stefan Oster und Domkapitular und Ordensreferent Josef Fischer.