Altöttinger Liebfrauenbote

56. Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben nach Altötting

Gott will Einheit

Unter dem Wallfahrtsmotto "Reich werden an Hoffnung in der Kraft des Hl. Geistes" (Röm 15,13 b) hatten die Verantwortlichen des St. Gerhardswerks zur 56. Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben am 11./12. Juli nach Altötting eingeladen. 1.500 donauschwäbische Pilger waren gekommen um das Vermächtnis aus dem Jahr 1945 von P. Wendelin Gruber an die Gottesmutter Maria einzulösen – im Falle der Hilfe und Errettung aus dem Vernichtungslager Gakowa alljährlich eine Wallfahrt zu machen.

Bischof László Német.
Prof. Dr. Georg Wildmann.
Max und Heidi Frauscher aus Altötting begrüßen Msgr. Straub.

Höhepunkt war am Sonntag, 12. Juli, das Pontifikalamt mit dem Diözesanbischof von Zrenjanin/Großbetschkerek in Serbien, Dr. László Német in der St. Anna-Basilika Altötting. Nach dem festlichen Einzug der Trachtengruppen und Fahnenabordnungen aus Österreich, Ungarn, Rumänien und dem ehemaligen Jugoslawien unter den Klängen der Blaskapelle St. Anna aus dem Banat sprach Prof. Dr. Georg Wildmann das "Wort des Laien" zum Thema "70 Jahre Flucht, Vertreibung, Internierung, Überleben und Eingliederung". Diese hl. Stunde des Gottesdienstes sollte den donauschwäbischen Pilgern helfen, die Erinnerung nicht zu verkürzen, zur mutigen Wahrheitssuche auch in der Gegenwart und in Friedensliebe wachsam zu sein.

Bischof Némets Gruß galt neben den donauschwäbischen Pilgern allen voran seinen Konzelebranten, dem Präses des St. Gerhardswerks, STD Peter Zillich sowie dem Visitator em. EGR Msgr. Andreas Straub. Bischof László erklärte eingangs seiner Predigt, dass er zwar kein Donauschwabe sei, aber sein Nachname durchaus auf deutsche Wurzeln hinweise. Das Sonntagsevangelium verweise auf den Plan Gottes, von Anfang an die Welt und die Menschen in Christus zu vereinen. Gott wolle Einheit, die Menschen stifteten Verwirrung – was im Elend des Zweiten Weltkriegs und seiner Folgen mit Flucht und Vertreibung, Tod und Vernichtungslager vor 70 Jahren deutlich zu Tage trat.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

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