Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Temperaturen bis zu 35 Grad im Schatten hatte es am vergangenen Wochenende, 5./6. Juli. Viele Pilger hielt diese Hitzewelle jedoch nicht davon ab zu Fuß oder mit dem Rad nach Altötting zu pilgern. – Eine kleine Auswahl der Wallfahrergruppen:

Tierische Pilgerbegrüßung – Wallfahrer aus Tittmoning

Nachdem P. Heinrich Grumann am 4. Juli gegen 7 Uhr die Fußpilgergruppe aus Tittmoning über den Kapellplatz zu einer kurzen Andacht in den Kongregationssaal einlud, machten diese eine ungewöhnliche Begegnung. Kapellplatz-Kater Schnuck, als "besonders frommer Kater" durch seine häufigen Gottesdienstbesuche in den Altöttinger Kirchen bekannt, mag die Menschen und bevorzugt auch die angenehm temperierten Gotteshäuser gerade in den heißen Sommermonaten. So stahl der Kater dem vorbetenden P. Heinrich vorne am Predigtpult die Schau und sprang von Bank zu Bank, um zur Erheiterung der Fußpilger jeden schnurrend und schmeichelnd zu begrüßen. Schließlich machte es sich Schnuck in einer der Kirchenbänke gemütlich.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

"Ganz schön viel Afrika" – Fußpilger aus Marktl am Inn

"Ganz schön viel Afrika" machte Kapuzinerpater Br. Andreas Kaiser angesichts der hochsommerlichen Temperaturen aus, als er am 4. Juli um 8.30 Uhr rund 100 Pilger aus dem Pfarrverband Marktl-Stammham in  der St- Anna-Basilika begrüßte. Umso mehr freute es ihn, dass sich so viele dem "Gebet mit den Füßen" angeschlossen hatten. Ausdrücklich dankte er den Wallfahrern aus dem Geburtsort Papst em. Benedikts XVI. für ihre Treue, und er riet ihnen ähnlich wie der hl. Br. Konrad immer wieder auf Jesus zu schauen, um sich neue Kraft zu holen. Die anschließende hl. Messe zelebrierte schließlich ein anderer "Kaiser": Pfr. Josef Kaiser, der Bruder des Kapuzinerpaters.

Text und Fotos: Michael Glaß

Glücksfall "Wallfahrtsthema" – Radpilger aus Köfering

"Sie haben's g'schafft und sind g'schafft!" – Pfarrer Matthias Kienberger, der seine etwa 200 Köferinger Radpilger am Samstagnachmittag, 4. Juli, nach einer regelrechten "Hitzeschlacht" auf der 125 km langen Wegstrecke in der angenehm temperierten St. Anna-Basilika zum Pilgergottesdienst willkommen hieß, sprach allen Teilnehmern aus der Seele. Um die 50 Anmeldungen wurden im Vorfeld wegen der Wahnsinnstemperaturen storniert – kein Wunder! Von einem "Glücksfall" sprach Pfr. Kienberger dann angesichts des diesjährigen Köferinger Wallfahrtsthemas: "Papst Franziskus – der neue Weg: Friede, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung"; dieses sei gewählt worden, ohne vorher zu ahnen, dass die neue im Juli herausgegebene Papst-Enzyklika "Laudate si" sich genau diesen Themen annehmen würde. Besonderer Dank galt dem Organisator Reinhard Kautetzky und seinem gesamten Team, denn nur in Gemeinschaft und Teamarbeit vieler Freiwilliger sei so eine "Großveranstaltung" möglich. "Allen herzlich Vergelt's Gott, Ihr habt's schließlich Köfering mit der Radwallfahrt bekannt gemacht", freute sich der Köferinger Stadtpfarrer. Übrigens: der nächstjährige Termin der 25. Köferinger Radwallfahrt, am 9. Juli 2016, steht mit einem extra Vermerk in Pfr. Kienbergers Kalender: In Altötting den "Jubiläumsgottesdienst" zu feiern sei Ehrensache!

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zum Jubiläum nach Altötting – Pilgergruppe aus dem Burgenland

"...du beschirmst sie unter dem Schatten deiner Flügel...", das Psalmwort, das P. Siegbert Mayer der österreichischen Bus-Pilgergruppe aus dem Burgenland am 4. Juli in die Begrüßungsworte "einflocht", war bei diesen schweißtreibenden Temperaturen wohlgewählt. Es war das 50. Jubiläum der Männerwallfahrt aus Fraunkirchen und eigentlich, so wurde berichtet, würden alljährlich Wallfahrtsorte in Österreich ausgewählt. Aber Altötting ist ein über die Grenzen bekanntes Pilgerziel. Auch die 40. Jubiläumswallfahrt hatte man ins bayerische Nationalheiligtum durchgeführt. P. Siegbert staunte nicht schlecht als ihm als Gastgeschenk gleich ein Karton Messwein aus dem Burgenland sowie ein Bildband und Kirchenführer vom Bürgermeister Josef Zinnel persönlich überreicht wurde. Nach dem festlichen Zug mit Fahnen und Kreuz über den Kapellplatz zur St. Konradkirche feierten die Pilger mit P. Siegbert Jubiläumsgottesdienst.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner