Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Der offizielle Wallfahrtsauftakt ist ja eigentlich erst am 1. Mai, wenn heuer Kurienkardinal Walter Kasper in der St. Anna-Basilika mit einem Pontifikalamt die Saison feierlich einläutet. Inoffiziell gilt das Frühjahrshauptfest der Marianischen Männerkongregation als Beginn der Wallfahrtssaison, und tatsächlich kamen bereits einige Pilgergruppen nach Altötting – eine kleine Auswahl:

Die ersten Fußpilger sind da – Wallfahrer aus Haader

Bei idealem Wetter, wie Pilgerleiter Anton Maier und sein Mitorganisator Franz Buchner berichteten, machten sich am Samstag, 21. März, 40 Wallfahrtsteilnehmer aus Haader auf zur 32. Fußwallfahrt nach Altötting und erreichten am Sonntag gegen 10.30 ihr Pilgerziel. Mit Kurat Josef Singer feierten sie in St. Konrad Pilgergottesdienst, am Nachmittag eine Andacht in der Gnadenkapelle.

Text und Foto: Roswitha Dorfner

Freudiges Wiedersehen – Pilger aus Frankfurt

Vom 13.-15. März weilte eine Pilgergruppe aus der "Kapuziner-Gemeinde" Liebfrauen in Frankfurt am Gnadenort. Groß war die Freude über das Wiedersehen mit Kapuzinerpater Norbert Schlenker, dem jetzigen Guardian von St. Magdalena und stellvertretenden Wallfahrtsrektor. Dieser war vor seiner Versetzung nach Altötting in der Großstadt-Metropole City-Seelsorger. Beim hl. Br. Konrad und bei der Gnadenmutter in der hl. Kapelle zelebrierte P. Norbert für die Wallfahrer aus seiner ehemaligen Pfarrgemeinde einen Pilgergottesdienst. Bei einer Führung im St. Konrad-Kloster informierten sich die Pilger über das Leben und Wirken des hl. Pfortenbruders Konrad. Als weitere Pilgerziele standen in den drei Tagen die Br. Konrad-Heimat Parzham und Weng sowie St. Wolfgang und Marktl auf dem Programm.

Text und Foto: Roswitha Dorfner

Kommt und seht – Pilgergruppe aus Schonstett

Kurz nach Mitternacht ist am frühen Samstagmorgen, 28. März, die Pilgergruppe aus Schonstett nach Altötting aufgebrochen – 53 km legten sie schließlich zurück. "Es war ideales Wetter", schwärmte Pilgerleiter Rudi Schönfisch, "wir sind einfach zwischen den Regenwolken durchmarschiert und bei Sonnenschein am Gnadenort angekommen!" Laut dem heurigen Wallfahrtsmotto "Kommt und seht", das auch der stellvertretende Wallfahrtsrektor P. Norbert Schlenker bei der Pilgerbegrüßung betonte, konnte es die sechsjährige Anna Pinzinger gar nicht mehr erwarten, ihre "mitpilgernde" Mama Christine Pinzinger in die Arme zu schließen. Aufgeregt schaute sie durchs Fernglas, ob die Pilgergruppe denn gar nicht zu erspäen sei – dann endlich gegen 14 Uhr hatte die Warterei ein Ende, von der Mühldorfer Straße zogen die Schonstetter den Kapellplatz herauf. Da war natürlich die Wiedersehensfreude groß!

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Spürbar, erreichbar, erfahrbar – Pilgergruppe des Bayerischen Pilgerbüros

Am Samstag, 28. März, um 7.30 Uhr fuhr eine 45-köpfige Pilgergruppe des Bayerischen Pilgerbüros (BPB) mit dem Zug nach Heiligenstadt; von dort aus pilgerten sie dann den Kreuzweg entlang zu Fuß nach Altötting. Mit dabei war der Münchner Weihbischof Wolfgang Bischof, Präsident des BPB – dieses feiert heuer sein 90. Jubiläum. Das war auch der Anlass für die Dankwallfahrt zur Gnadenmutter nach Altötting. Der stellvertretende Wallfahrtsrektor P. Norbert Schlenker und die Vorsitzende des Altöttinger Wallfahrts- und Verkehrsbüros, Ulrike Kirnich, begrüßten die Pilger und geleiteten sie um die Gnadenkapelle zum Kongregationssaal. Beim anschließenden Pilgergottesdienst dankte Weihbischof Bischof für 90 Jahre Pilgerbüro. "Danken müssen wir Gott, denn letztendlich ist Er es, mit dem wir alle feiern wollen, weil Er dazu einlädt. Gott wirkt, denn Er ist allezeit spürbar, erreichbar und erfahrbar!" Anstelle der Fürbitten wurden an der großen Jubiläumskerze die kleinen Pilgerkerzen entzündet und jeder konnte, still oder laut seine eigene Fürbitte formulieren.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Ausdrucksstarkes Zeichen – Fußwallfahrer aus Hofkirchen

"33.000 Mal, hier in diesem Gnadental, vielleicht ist's heut das letzte Mal, o liebste Mutter Jesu!", beteten die Fußwallfahrer aus Hofkirchen, als sie am Palmsonntag, 29. März, gegen 10.30 Uhr nach zweitägigem Fußmarsch den Wallfahrtsort Altötting erreichten und um die Gnadenkapelle zogen. Der stellvertretende Wallfahrtsrektor P. Norbert Schlenker, der den Hofkirchnern am Eingang der Gnadenkapelle zur 70. Fußwallfahrt gratulierte, bezeichnete das Pilgern als ein ausdrucksstarkes Zeichen. Ein weiteres Zeichen gläubigen Vertrauens war es, als beim Zug über den Kapellplatz ein Wallfahrer seine beiden Buben Tobias und Fabian in die Arme schloss und mit um die Gnadenkapelle trug. Sehr zufrieden mit dem Wallfahrtsablauf zeigten sich neben Pilgerleiter Sepp Rohrmeier die Mitorganisatoren und Helfer Hans Haller, Robert Bergmüller, Christian Hruska sowie Franz Langgartner.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner