Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Die "Hauptsaison" der Wallfahrt nach Altötting ist vorüber, doch einige Gruppen besuchten auch im Oktober "Unsere Liebe Frau" in der Gnadenkapelle – u.a. Frauen der kfd und Reservisten aus Wittibreut:

Frauen.Macht.Zukunft – Wallfahrt der "Katholischen Frauen Deutschland" aus München-Freising

Am 8. und 9. Oktober lud der Verband Katholische Frauen Deutschland (kfd) München-Freising unter Leitung der Vorsitzenden Regina Braun auch heuer zur Diözesanwallfahrt nach Altötting ein. Die Gottesdienste und Andachten in der St. Anna-Basilika mit Domvikar Msgr. Christoph Huber (M.) standen unter dem Thema: "Frauen.Macht.Zukunft".

"...Ich glaube mit den Frauen und Männern, die als Kirche auf dem Weg dem Gott des Lebens trauen und auf ihn hoffen in unserem Bruder Jesus Christus..." – lautete der Schluss des gemeinsamen Glaubensbekenntnisses. Zeugnis als "Kirche auf dem Weg" gaben in diesem Jahr 2.000 kfd-Frauen aus der Diözese München-Freising. Unübersehbar, in großen Papplettern prangte das Wallfahrtsthema am Basilika-Vorplatz, das sich Msgr. Christoph Huber auch zum Predigtinhalt bei den Gottesdiensten machte.

Gott schenke Zukunft, stellte Msgr. Huber heraus: Bereits in der Heilsgeschichte, in der biblischen Botschaft an Maria, wurde durch den Engel prophezeit: "Du wirst ein Kind bekommen..." In Mariens Frage "Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne...? und ihr "Einlassen auf diese Zukunfts-Prophezeiung" sei in drei Aussagen der Auftrag der Kirche ersichtlich: Sich auf dieses "Gottesgeschenk Zukunft" einlassen, es annehmen und weitergeben. Dabei betonte Msgr. Huber die Notwendigkeit, bei der Suche nach Gott nicht zurückzuschauen, sondern den Blick nach vorne zu richten. "Es ist der Weg der Zukunft, die Er in Seiner Hand hält, der Weg in das Paradies, das Er uns verheißen hat", sagte er. Zukunft anzunehmen bedeute, die Wirklichkeit anzunehmen bis zum Schluss. Die Aufgabe, einander zu dienen, bedeute gleichzeitig, einander anzunehmen so wie wir sind. Frauen hätten diese besondere Fähigkeit, Gemeinschaft zu stiften und diese zusammenzuhalten – ähnlich wie Maria bei den Jüngern im Abendmahlssaal. Gemeinschaft zu erfahren, gehe nicht ohne Glauben im Leben. "Nur so gehen wir gemeinsam in die Zukunft", betonte Msgr. Huber und resümierte: "Maria hat Gemeinschaft gestiftet, Christus ruft uns zusammen zum gemeinsamen Mahl!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Vorbeterin geehrt – Reservisten aus Wittibreut pilgerten

Gut Schritt halten konnte Kapuzinerpater Ludwig Wörle, als er am 11. Oktober mit den Reservisten aus Wittibreut vom Griesparkplatz zum Kapellplatz marschierte. P. Ludwig war ja lange Jahre der Militärpfarrer in der Diözese Passau. Zum 15. Mal gingen die Pilger in Uniform unter Leitung von Hauptfeldwebel (HFw) Alban Friedlmeier vom Gnadenbrunnen in Wittibreut aus zur Gnadenmutter nach Altötting. Aus Deining, Dasswang, Wiesenacker und sogar aus dem Rheinland kamen die Wallfahrtsteilnehmer. Vor der Gnadenkapelle dankte dann Organisator Friedlmeier besonders Anneliese Wagner (eine geborene Birndorfer und sozusagen Nachkomme des hl. Bruder Konrad) fürs vorbildhafte Vorbeten mit einer Auszeichnung. "Durch die Anneliese haben viele das Rosenkranz-Beten gelernt – auch ich", erzählte er.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Er schenke uns Frieden – Gottesdienst mit Bischof em. Schraml

Dicht gefüllt war am 11. Oktober die Wallfahrtsbasilika St. Anna. Zum festlichen Pilgergottesdienst mit Bischof em. Wilhelm Schraml waren mehrere Pilgergruppen aus Nah und Fern gekommen, darunter die Dekanatswallfahrt aus Günzburg, Buswallfahrten aus Schirling/Pinkofen, Chammünster, Wald/Zell SE, Schnaittenbach, PV Reichenkirchen/Maria Thalheim sowie aus Erbendorf/Opf. (Bild), die der Hauptzelebrant als "Pilger seiner Heimat" besonders herzlich begrüßte. Das Bibelwort "Was Er euch sagt, das tut" machte sich Bischof Schraml zum Predigtthema und verwies beim Friedensgruß auf den auferstandenen Herrn und Erlöser am Kreuz: "Er schenkt uns Frieden, Hoffnung und Zuversicht" – mit dem Hinweis auf Maria, als Gottesmutter und Mittlerin.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zu warm zum Fußwallfahren – Pilger aus Kirchdorf bei Kelheim

Zum 31. Mal führte Sepp Bauer die Pilger aus Kirchdorf bei Kelheim zur Gnadenmutter nach Altötting. Glücklich erreichten sie am 11. Oktober nach drei Tagen Fußmarsch ihr Ziel. Vor der Gnadenkapelle machten sie kurz Statio, um mit einem Pilgerlied die Gottesmutter zu grüßen. Alle 28 Wallfahrtsteilnehmer – darunter auch Hans Schlagbauer (Pilgerleiter der Riedenburger Fußwallfahrt) – seien wohlbehalten angekommen, "nur war es für Oktober ungewöhnlich warm – fast zu warm zum Fußwallfahren", erzählte Kreuzträgerin Sabine Brandl, die sich heuer besonders freute, dass Tochter Sarah mit dabei war. Mit Diakon Norbert Schach feierten die Pilger einen Wortgottesdienst.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Jugend mit dabei – Wallfahrt aus aus Prienbach/Stubenberg

Mit dem Bus nach Neuötting und dann ein kurzes Stück zu Fuß machten sich am 11. Oktober, die Wallfahrtsteilnehmer aus Prienbach/Stubenberg mit Pfr. Peter Kieweg auf den Weg. Am Ziel angekommen geleitete Kapuzinerpater Heinrich Grumann die Pilgergruppe vor die Gnadenkapelle und freute sich, dass mit den teilnehmenden Firmlingen und Ministranten sehr viele "junge Gesichter" dabei waren. Vertrauensvoll auf Maria schauen, wie es auch der hl. Bruder Konrad zeitlebens vorgelebt habe, sei die richtige Blickrichtung zu ihrem Sohn, Jesus Christus, empfahl P. Heinrich, bevor sich die Wallfahrtsteilnehmer zum Kongregationssaal aufmachten, um dort Gottesdienst zu feiern.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner