Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Neben vielen Buswallfahrten machen sich im September traditionell auch noch einige Fußpilgergruppen auf den Weg zu Unserer Lieben Frau von Altötting. Außerdem begrüßte der Wallfahrtsort Gäste aus der Ukraine. – Ein paar Impressionen...

"Bleibt’s noch ein bisserl!" – Fußpilger aus Heustreu

Mit Pfr. Frank Mathiowetz ist am 23. September eine Pilgergruppe aus dem unterfränkischen Heustreu (Pilgergemeinschaft "Um den Michaelsberg") per Bus nach Altötting gepilgert. Unter den Klängen der Musikapelle Altötting, einbegleitet von Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, umrundeten die Pilger aus Unterfranken die Gnadenkapelle und statteten im Anschluss der Gnadenmutter von Altötting einen Besuch ab. Prälat Mandl dankte fürs Kommen und spendete den Pilgersegen mit den Worten: "Ich sage nicht, 'Gehet hin in Frieden' – sondern, 'bleibt's noch ein bisserl hier!'"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

255 km zu Fuß – Wallfahrer aus Forchheim-Reuth

Wenn Anna und Philipp auch noch nicht alt genug waren, um ministrieren zu dürfen, Kanonikus Pfr. i. R. Alois Schießl platzierte die beiden dennoch während der Abendmesse am 26. September in der Stiftspfarrkirche vorne im Altarraum. Der Grund: die beiden gehörten zu den Abholern einer besonderen Fußwallfahrergruppe. Acht Männer aus Forchheim-Reuth (Erzbistum Bamberg) marschierten eine Woche lang 255 km zum Gnadenort Unserer Lieben Frau, wie Pilgerleiter Norbert Stöhr bestätigte. Die Wallfahrt werde im Zwei-Jahres-Turnus durchgeführt und bestehe seit 1972. "Wettermäßig war alles dabei", und gerade die ersten Pilgertage seien heuer ziemlich verregnet gewesen, berichtete er. Trotzdem war die Freude riesig, als die Fußpilger am Freitagnachmittag glücklich den Kapellplatz erreichten. "Möge ihr Gebet in Freud und Leid bei der Muttergottes aufgehen – Maria wird es ihrem Sohn weitergeben!" versicherte Pfr. Schießl mit der Zuversicht, dass das Geschenk des Glaubens weiterhin festige und erfreue.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Mit schönem Vortragskreuz – Fußwilger aus Waidhofen

Mit einem schön geschmückten Vortragskreuz und unter dem Geläut der Kirchenglocken umrundeten die rund 60 Pilger aus Waidhofen bei Schrobenhausen die Gnadenkapelle, bevor sie zu einem Pilgergottesdienst mit Kapuzinerpater Br. Georg Greimel weitermarschierten. Zum 27. Mal kam die Gruppe am 27. September zum Gnadenort, drei Tage marschierten die Pilger auf ihrem rund 130 km langen Weg.

Text und Fotos: Michael Glaß

"Unruhige Wallfahrt" – Pilger aus der Ukraine

Am 28. September ging es auf dem Kapellplatz "rund": Gleich drei "Großveranstaltungen" sorgten für Aufsehen: Die Biker hatten nach dem "Freiluftgottesdienst" den Kapellplatz kaum verlassen, als eine Pilgergruppe der in Bayern und Österreich lebenden Ukrainer mit ihrem Apostolischen Exarchen, Bischof Petro Kryk über den Kapuzinerberg heraufzogen, um vor der Gnadenkapelle bei einer kurzen Statio mit Liedern und Gebeten die Gottesmutter zu ehren. Die Ukrainer hatten traditionsgemäß zuvor in der St. Konradkirche einen festlichen Gottesdienst nach der Liturgie des hl. Chrysostomus gefeiert. In die festlichen Gesänge der ukrainischen Pilger mischten sich dann bayerische Blasmusikklänge, denn der TV Altötting feierte 150. Gründungsjubiläum und zog mit Fahnen vor die Gnadenkapelle.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner