Altöttinger Liebfrauenbote

64. Bezirksschützentag: Rund 1.500 Schützen aus Oberbayern beim Gottesdienst in der St. Anna-Basilika

Tracht, Farbe und "Freude"

Fahnen und Trachten bestimmten am 27. April das Altöttinger Stadtbild: Der 64. Bezirksschützentag des Schützenbezirks Oberbayern fand heuer im Wallfahrtsort statt.

Schützen auf dem Kapellplatz.
Schützen auf dem Kapellplatz.

Rund 1.500 Schützen feierten im Gedenken an ihre verstorbenen Kameraden Gottesdienst in der St. Anna-Basilika und zogen anschließend in einem nicht nur farblich, sondern auch musikalisch beeindruckenden Festzug über den Kapellplatz. Bereits der Gottesdienst wurde durch die St. Martinsbläser Halsbach und dem Kirchenchor Mauerberg feierlich umrahmt. "Wo Tracht ist, da ist Farbe und wo Farbe ist, da ist Freude", stellte Administrator Prälat Ludwig Limbrunner in seiner Predigt fest.

Limbrunner betonte, dass man von Schützen, die auch Papst em. Benedikt XVI. als "seine Freunde" bezeichnet habe, insbesondere Tugenden wie Disziplin, Gemeinschaftssinn sowie eine "gesunde Nähe und Distanz" lernen könne. Gleichzeitig wies er aber auch darauf hin, dass gerade die traditionellen Vereine als "Säulen der Gemeinde" wegzubrechen drohten. Das alte soziale Netz, das Dörfer zusammengehalten habe, verliere an Spannung, warnte er und rief zu Zusammenhalt auf. "Brauchtum und Heimatkultur gehören immer noch zum Kronschatz des Volkes", stellte Limbrunner fest.

Schirmherr des Schützentages war Landrat Erwin Schneider, der neben Bürgermeister Herbert Hofauer und den Landtagsabgeordneten Ingrid Heckner, Günther Knoblauch und Marcel Huber u.a. auch an der hl. Messe teilnahm.

Text: Michael Glaß, Fotos: Michael Glaß 2, Roswitha Dorfner 5

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