Altöttinger Liebfrauenbote

7. Zirkus- und Schaustellerwallfahrt mit Augsburgs Weihbischof Florian Wörne

Brücken zum "Salto vitale"

Sie sind meist die ersten im Jahr und eine ganz besondere Pilgerschar: Auch heuer galt herzliche Einladung allen Christen, die im Zirkus- und Schaustellergewerbe tätig sind, auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria ihren Sohn um seinen Segen für die kommende Reisesaison 2014 zu bitten. "Wir vertrauen uns Maria, unserer Mutter an, wir stellen uns unter ihren Schutz damit wir 2014 'Mit Christus Brücken bauen' können, wie das Motto des diesjährigen Katholikentags lautet", war auf der Einladung zur Wallfahrt nach Altötting für Montag, 17. März, zu lesen.

Rund 600 Gläubige aus dem Zirkus- und Schaustellergewerbe und den früheren Gemeinden von Pfarrer Sascha Ellinghaus versammelten sich am Samstag, 15. März im großen Zirkuszelt des Circus Probst, der derzeit auf dem Staufenplatz in Düsseldorf gastiert.
Rund 600 Gläubige aus dem Zirkus- und Schaustellergewerbe und den früheren Gemeinden von Pfarrer Sascha Ellinghaus (M) versammelten sich am Samstag, 15. März im großen Zirkuszelt des Circus Probst, der derzeit auf dem Staufenplatz in Düsseldorf gastiert. Dort wurde Pfr. Ellinghaus durch den Kölner Weihbischof Ansgar Puff mit einem festlichen Pontifikalamt offiziell in sein Amt eingeführt. Im September 2013 hat die Vollversammlung der Deutschen Bischöfe den früheren Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Magdalena in Lütgendortmund und Leiter des Pastoralverbundes „Dortmunder Westen“ zum neuen Leiter der Zirkus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz ernannt. Am Montag nach der Amtseinführung ging es für Pfr. Ellinghaus gleich zur Wallfahrt nach Altötting.

Auch fortan den Glauben überzeugend und gewinnend an die kommende Generation weitergeben zu können zur Verherrlichung Gottes sowie zum Wohl und zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes und unseres christlichen Europas, waren Wallfahrtsgrund. Und so zogen bei herrlichem Frühlingswetter in feierlicher Prozession, unter dem Geläut der Kirchenglocken die Fahnenabordnungen und Pilger aus ganz Bayern, allen voran die Geistlichkeit über den Kapellplatz, umrundeten die Gnadenkapelle um dann zum festlichen Gottesdienst in die Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus einzuziehen. Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg war Hauptzelebrant und Prediger, als Konzelebranten standen Pfarrer Sascha Ellinghaus, Leiter der katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge, P. Dr. Paul Schäfersküpper OP sowie Diakon P. Simon Peter Goldau OP am Altar. Herzlich wurden die Pilger eingangs vom stellvertretenden Wallfahrtsrektor, Guardian P. Norbert Schlenker vom Kapuzinerkloster St. Magdalena Altötting begrüßt.

Unterwegs, von Ort zu Ort, von Festplatz zu Festplatz, dies sei bezeichnend für ein Zirkus- und Schaustellerleben, so der Prediger Weihbischof Florian Wörner. "Heute nicht, denn bei der Gottesmutter können wir alle Rucksäcke abladen, die Seele auftanken, wenn wir auf Maria schauen. Sie zeigt uns, wie wir zu Jesus kommen, nimmt uns an der Hand und führt uns zu Ihm!" Mit Christus Brücken bauen, das Motto des heurigen Katholikentags, sei unser Auftrag. Auch das Alte Testament berichte vom Bund zwischen Jesus Christus und den Menschen. Der Gottessohn, der "Brückenschlag" zu uns Menschen, dessen Leben und Sterben für die Sünden der Welt, könnte in der Zirkussprache als "Salto mortale" bezeichnet werden. Das Wort "mortale" bedeute ja nichts anderes wie den Tod. Aus Christi Sterben am Kreuz aus Liebe zu uns Menschen sei jedoch ein "Salto vitale", seine österliche Auferstehung zu neuem Leben geworden. Die Kraft der Liebe, so der Prediger, sei fähig, Brücken zu schlagen, Brücken zu bauen, zueinander und zu sich selber! Umdenken, Bereitschaft zur Umkehr, eine Wende unserer Vorurteile zum Guten um 180 Grad, Zeit für Gott im Beten und Anbeten - dies führe unweigerlich zum "Salto vitale" – "da wollen wir alle hin, zum Leben in Fülle!"

Text: Roswitha Dorfner, Fotos: Roswitha Dorfner 3, Kath. Circus- und Schaustellerseelsorge 1

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