Altöttinger Liebfrauenbote

Gabriele-Franziska Weidinger bietet im Mai eine ganz persönliche Wallfahrt an

Via Maria: "Blühender" Weg

Vergangenes Jahr haben Altötting und Mariazell eine neue Pilgerroute vorgestellt (www.viamaria.at): Der Via Maria-Weg verbindet nun zwei der berühmtesten europäischen Marienwallfahrtsorte. Bereits einige Jahre zuvor hatte eine begeisterte Pilgerin aus dem Hausruck alte Wallfahrtswege zwischen Altötting und Mariazell erkundet und den Weg "Via Maria" genannt. Gabriele-Franziska Weidinger bietet einmal im Jahr eine ganz persönliche Wallfahrt an.

Gabriele-Franziska Weidinger vor dem Ziel im "Herzen Österreichs", in Mariazell.
Gabriele-Franziska Weidinger vor dem Ziel im "Herzen Österreichs", in Mariazell.

"Hier findet man jahrhundertealte Pilgerwege, verbunden durch viele Wallfahrtskirchen und -kapellen, die seit jeher Ziel von Gläubigen waren", sagt Gabriele Weidinger. Die ausgebildete Pilgerleiterin weiß wovon sie spricht. Sie hat historische Pfade vom "Herzen Bayerns" ins "Herz Österreichs" selbst erkundet und mit Hilfe von erfahrenen Pilgern und Heimatkundlern viel Hintergrundwissen zusammengetragen. Neben dem offiziellen Weg, der über Salzburg führe, sei dies die Hauptvariante und somit die einzige direkte Verbindung zwischen den beiden Wallfahrtsorten und gelte als "Geheimtipp", informiert sie.

Als Pilgerin kann sie selbst auf viel Erfahrung zurückgreifen. Vor über 20 Jahren kam die pensionierte Krankenschwester aus Ottnang am Hausruck in Oberösterreich über einen kleinen Glaubenskreis (Cursillo Bewegung) im Stift Kremsmünster zum Pilgern. Seitdem war sie u.a. "auf den Spuren des hl. Benedikt" in Italien unterwegs, ist den Franziskusweg gegangen, von Ottnang nach Rom gepilgert und auch den Jakobsweg hat sie bereits gemeistert – von zuhause bis nach Santiago de Compostela.

313 km sind in 13 Etappen

Kirchen, Kapellen, Glaubenszeugnisse und vor allem eine blühende Landschaft erwarten Pilger auf Gabriele-Franziska Weidingers Via Maria-Weg von Altötting nach Mariazell.
Kirchen, Kapellen, Glaubenszeugnisse und vor allem eine blühende Landschaft erwarten Pilger auf Gabriele-Franziska Weidingers Via Maria-Weg von Altötting nach Mariazell.

Doch ihr eigens erkundeter Marienweg von Altötting nach Mariazell ist ihr besonders ans Herz gewachsen – sie hat den Weg ihrer Freundin Maria, mit der sie nach Santiago und nach Rom gepilgert ist, und deren Familie gewidmet. Gabriele Weidinger schätzt den Weg wegen der langen Tradition, von der die Kirchen, Kapellen und Marterln auf dem Weg zeugen, vor allem aber auch wegen der Landschaft: Der Weg führt abseits der Hauptstraßen über Wiesen, Felder, entlang an Flüssen und durch Wälder. "Überall blüht es am Wegesrand – vor allem im Mai", erzählt sie und zählt Frühlingsblumen sowie Orchideen im gebirgigen Bereich auf. "Hier kann man sich wirklich stärken auf dem Weg", sagte sie.

"Geübt" sollten die Teilnehmer allerdings schon sein: ca. 313 km sind in 13 Etappen (incl. einem Ruhetag) zu bewältigen und der Weg führt teils über gebirgiges Gelände. Übernachtungen sind in kleinen, ortsansässigen und gut-bürgerlichen Pensionen, ebenso wie in Klöstern vorgesehen – u.a. im Redemptoristen-Kloster in Maria-Puchheim sowie im Ordenshaus der Grazer Schulschwestern in Mariazell. Allgemein achtet die Pilgerbegleiterin auf eine sehr "persönliche Atmosphäre". Mit maximal 15 Teilnehmern setzt sie auf eine kleine Gruppe, in der Gemeinschaft entsteht und die auch auf die Wünsche Einzelner eingehen kann. Zeit für Ruhe und Gebet sind in jeder Etappe mit eingeplant. Denn schließlich soll nicht nur die Landschaft, sondern auch die Seele neu aufblühen.

Text: Michael Glaß, Fotos: privat

Der Streckenverlauf:

  • 4. Mai: Altötting – Burghausen (ca.18 km)
  • 5. Mai: Burghausen – Uttendorf (ca.32 km)
  • 6. Mai: Uttendorf –Waldzell (ca. 30 km)
  • 7. Mai: Waldzell– Zell/ am Pettenfirst (ca. 22 km)
  • 8. Mai: Zell/ am Pettenfirst – Maria-Puchheim ( ca.25 km)
  • 9. Mai: Maria-Puchheim – In der Thann (Scharnstein) (ca. 28 km)
  • 10. Mai: In der Thann – Frauenstein (ca.26 km)
  • 11. Mai: Muttertag, Rasttag in Frauenstein
  • 12. Mai: Frauenstein – Breitenau (Molln) (ca. 18 km)
  • 13. Mai: Breitenau (Molln) – Großramming (ca. 23 km)
  • 14. Mai: Großramming – Hollenstein (ca. 25 km)
  • 15. Mai: Hollenstein – Lunz am See (ca. 25 km)
  • 16. Mai: Lunz am See – Ötscherhaus (ca. 18 km)
  • 17. Mai: Ötscherhaus – Mariazell (ca. 23 km)
  • 18. Mai: Heimreise.

Der Pilgerweg ist so eingeteilt, dass nach eher anstrengenden Tagen leichtere Etappen folgen.

Anmeldungen bei: Gabriele Weidinger, Falkenweg 4, 4901-Ottnang, E-Mail: gabriele.WEG@gmx.at, Tel.: 0043 680 11 22 115, Infos auch unter www.pilgern.at.

Außerdem im Angebot: 15. bis 17.April: am ersten Tag von Lambach nach Maria-Puchheim in Verbindung mit dem Österreichweiten Pilgertag. Im Herbst: ca. 1 Woche auf dem Jakobsweg in Tirol.

Impressionen

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