Altöttinger Liebfrauenbote

185. Regensburger Fußwallfahrt mit Tausenden Pilgern und Bischof Rudolf Voderholzer

Lichtspur des Glaubens

Obwohl die hochsommerliche Hitze dieses Jahr offenbar einige Pilger ferngehalten hatte, war der schier endlose Einzug der Regensburger Fußwallfahrt um die Gnadenkapelle hinab zur Basilika St. Anna wieder ein eindrucksvolles Glaubenszeugnis. Gemeinsam mit dem Regensburger Diözesanbischof Rudolf Voderholzer – er war die volle letzte Tagesetappe mitgegangen – feierten die sichtlich erschöpften Wallfahrer einen Kraft spendenden Pilgergottesdienst.

Auch viele Familien machten die Regensburger Wallfahrt zu einem "pilgernden Katholikentag".
Auch viele Familien machten die Regensburger Wallfahrt zu einem "pilgernden Katholikentag".

Noch vor Beginn der Gottesdienstfeier begrüßten Pilgerleiter Bernhard Meiler und Pilgerpfarrer Hannes Lorenz die in die Basilika strömenden Wallfahrer. Meiler dankte für den geglückten Marsch trotz schwieriger Wetterbedingungen und Lorenz präsentierte den Regensburgern stolz das große, während der Wallfahrt mitgeführte Buch, in dem die Anliegen der Pilger selbst, aber auch vieler Familienangehöriger und Freunde notiert waren. "Wir sind am Ende!", rief Pfr. Lorenz den Wallfahrern doppeldeutig zu – "am Ende unseres langen Pilgerweges". Und nun dürften sie zusammen "in dieser wundervoll renovierten Basilika" Gottesdienst feiern: "Is' ned schee word'n?" Großer Applaus beantwortete die Frage.

Bischof Rudolf Voderholzer begrüßte "seine Schäfchen" ebenso kundig wie launig mit den Worten: "Mit Farbe im Gesicht und Blasen an den Füßen, aber tief erfüllt habt ihr euer Wallfahrtsziel erreicht. Die Gottesmutter hat uns am Kapellplatz begrüßt." In seiner Predigt dankte der Bischof allen, die zum guten Gelingen des gerade zu Ende gegangenen Katholikentags beigetragen hätten - und schlug die Brücke zu den Pilgern in der Basilika: "Die Regensburger Fußwallfahrt ist ja selbst so etwas wie ein pilgernder Katholikentag, eine Gebetsschule, eine Glaubensvertiefung, eine Motivation den Glauben im Alltag umzusetzen." Und weiter: "Danke für die beeindruckende Lichtspur, die Sie hineingezeichnet haben in unsere niederbayerische Hügellandschaft und in unsere Herzen - eine Lichtspur von Glaube, Hoffnung, Liebe!"

"Totus tuus – Ganz dein"

Pilgerleiter Bernhard Meiler (r.) begrüßt Bischof Rudolf Voderholzer.
Pilgerleiter Bernhard Meiler (r.) begrüßt Bischof Rudolf Voderholzer.

Wer sich ganz Christus anvertraue, griff Voderholzer das diesjährige, an Papst Johannes Paul II. angelehnte Wallfahrtsmotto "Totus tuus – Ganz dein" auf, dem gelinge es im Großen wie im Kleinen Brücken zu bauen untereinander. "Bitten wir um die Kraft des Heiligen Geistes, dass wir den Wahlspruch Johannes Paul II. umsetzen, ganz beim Herrn zu sein." Die Menschen sollten sich nicht fragen "Was ist mein Vorteil?", sondern vielmehr "Was ist der Wille Gottes?" Der Bischof schloss seine Predigt - gemeinsam mit den Gläubigen – mit dem Gebet "Jungfrau Muttergottes mein, lass mich ganz dein Eigen sein (Totus tuus)".

Am Ende des Pilgergottesdienstes wünschte Pfarrer Lorenz allen Wallfahrern, dass sie gut nach Hause kommen mögen – allerdings "dass ihr nicht dieselben seid, sondern dass euer Glaube gestärkt ist". Nach dem Bischof Rudolf dann die mitgeführten Gegenstände und Kreuze gesegnet hatte, ehrte er gemeinsam mit Pilgerführer Bernhard Meiler, dem stellvertretenden Pilgerleiter Dionys Ringlstetter und Pfr. Hannes Lorenz Polizeihauptkommissar Manfred Winter vom Polizeipräsidium Oberpfalz für seine langjährigen Verdienste bei der Organisation und Durchführung der Wallfahrt mit der höchsten Auszeichnung der Regensburger Fußwallfahrt, dem Ehrenpilgerstab.

Text: Wolfgang Terhörst, Fotos: Roswitha Dorfner 22, Wolfgang Terhörst 7

Impressionen

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Einzug über den Kapellplatz.
Einzug über den Kapellplatz.
Pilgerspitze mit Pilgerleiter Bernhard Meiler (M.).
Pilgerspitze mit Pilgerleiter Bernhard Meiler (M.).
Einzug an der Gnadenkapelle vorbei.
Einzug an der Gnadenkapelle vorbei.
Pilger und Angehörige: herzliches Wiedersehen am Gnadenort.
Pilger und Angehörige: herzliches Wiedersehen am Gnadenort.
Wallfahrtsrektor Prälat Ludwig Limbrunner (r.) mit dem Gnadenbild begrüßt Bischof Rudolf Voderholzer.
Wallfahrtsrektor Prälat Ludwig Limbrunner (r.) mit dem Gnadenbild begrüßt Bischof Rudolf Voderholzer.
Bischof Rudolf Voderholzer segnet die Pilger beim Einzug.
Bischof Rudolf Voderholzer segnet die Pilger beim Einzug.
Pilger.
Pilger.
Ein Pilger wird von seinem Sohn begrüßt.
Ein Pilger wird von seinem Sohn begrüßt.
Bischof Rudolf Voderholzer segnet Kinder auf dem Weg zur Basilika.
Bischof Rudolf Voderholzer segnet Kinder auf dem Weg zur Basilika.
Pilgerhut.
Pilgerhut.
In der Basilika.
In der Basilika.
In der Basilika.
In der Basilika.
Bischof Rudolf Voderholzer begrüßt die Pilger in der Basilika.
Bischof Rudolf Voderholzer begrüßt die Pilger in der Basilika.
Bischof Rudolf Voderholzer ehrt Polizeihauptkommissar Manfred Winter.
Bischof Rudolf Voderholzer ehrt Polizeihauptkommissar Manfred Winter.
Tauben auf dem Kapellplatz beim Einzug der Regensburger.
Tauben auf dem Kapellplatz beim Einzug der Regensburger.
Drei Regensburger Fußwallfahrerinnen genießen eine verdiente Ruhepause nach dreitägigem Pilgermarsch in hochsommerlicher Hitze.
Drei Regensburger Fußwallfahrerinnen genießen eine verdiente Ruhepause nach dreitägigem Pilgermarsch in hochsommerlicher Hitze.
Lichterprozession am Abend.
Lichterprozession am Abend.
Lichterprozession am Abend.
Lichterprozession am Abend.
Pilgerin mit einer Br. Konrad-Figur.
Pilgerin mit einer Br. Konrad-Figur.
Manch Pilgerhut war übervoll mit Emblemen.
Manch Pilgerhut war übervoll mit Emblemen.
Pilger mit Pilgerheft.
Pilger mit Pilgerheft.
Viele Wallfahrer tragen schwere Kreuze hunderte Kilometer weit.
Viele Wallfahrer tragen schwere Kreuze hunderte Kilometer weit.
Die Ankunft in Altötting ist für die Pilger ein ergreifender Moment.
Die Ankunft in Altötting ist für die Pilger ein ergreifender Moment.
Pilgerkreuz.
Pilgerkreuz.
Pilgerin mit Kreuz.
Pilgerin mit Kreuz.
Pilger mit Kreuz.
Pilger mit Kreuz.
Eine Pilgerin gönnt sich nach kilometerweitem Marsch ein Fußbad.
Eine Pilgerin gönnt sich nach kilometerweitem Marsch ein Fußbad.