Altöttinger Liebfrauenbote

Über 6.000 Pilger der Legio Mariae in Altötting

"Wer glaubt, ist nie allein"

Über 6.000 Teilnehmer der großen Legio-Mariae-Wallfahrt sind am Pfingstmontag, 9. Juni, im "Herzen Bayerns" eingetroffen. Zwei Tage waren sie bei brühend heißen Temperaturen marschiert, ehe sie ihr Ziel bei Unserer Lieben Frau in Altötting erreichten. Mit dabei: Abt Markus Eller vom Kloster Scheyern, der schließlich auch den Gottesdienst in der St. Anna-Basilika zelebrierte.

Freudige Ankunft in Altötting.

Nicht wenig überrascht waren die Pilger, dass sie beim Einzug über den Kapellplatz zur St. Anna-Basilika nicht vom Heiligen Geist in Form einer Taube umschwebt, sondern von einem kleinen "Flugobjekt" verfolgt wurden. Es handelte sich dabei um Klaus Vierlingers "Quadrocopter" (eine Art Drohne), der per Luftaufnahmen den Pilgerstrom aus den Regionen München-Rosenheim und Salzburg, die vielen Fahnen- und Kreuzträger, die Familien mit Kindern in Film und Bild zu Dokumentationszwecken festhielt.

Ob diese Bilder auch festhielten, dass "die Muttergottes zieht und schiebt", wie Wallfahrtsrektor Prälat Ludwig Limbrunner vermutete? Dass das heurige Wallfahrtsmotto "Wer glaubt, ist nie allein" auch tatsächlich gelebt wird bei der Legio Mariae, beweisen jedenfalls auch unsere Einzugsbilder. Nicht nur Prälat Limbrunner spendete Lob. Der stellvertretende Wallfahrtsrektor, Kapuzinerpater Norbert Schlenker, dankte für die "Beweglichkeit des Volkes Gottes" trotz einer zweitägigen "Hitzeschlacht". Den letzten Wegabschnitt von Tüssling nach Heiligenstatt hatte sich auch Abt Markus Eller vom Kloster Scheyern unters "Fußvolk" gemischt: "Jetzt sind wir da, Ankommen ist etwas Schönes - Christus ist mit uns gegangen, den Menschen nachgegangen und mit den Menschen gut umgegangen", freute sich der Hauptzelebrant und Prediger bei der Pilgermesse in der St. Anna-Basilika.

"Hast' des g’fressn?"

Abt Markus Eller.

"Pfingsten ist ein Fest der Sprache", kommentierte Abt Eller das Pfingstereignis. Sprachschwierigkeiten aber seien geblieben; den bairischen Dialekt z.B. verstehe längst nicht jeder Deutsche, wie Abt Eller bemerkte. Zum Beweis warf er den Gottesdienstbesuchern mit einem Schmunzeln ein "Hast' des g'fressn?" entgegen – was soviel wie "Hast du mich verstanden" bedeutet und den zumeist bayerischen Pilgern keine Verständnisprobleme bereitet haben sollte. Die Herkunft dieser Redewendung dürfte jedoch den allerwenigsten bekannt sein, Abt Eller erzählte, dass er davon vor ein paar Jahren erfahren hatte. Schulanfänger hätten früher einen sog. "Lebzelten" bekommen, der das Alphabet anzeigte – Buchstabe für Buchstabe konnten sie herunterbrechen, essen und dabei lernen. – Wissen und Erfahrung gingen so im wahrsten Sinne des Wortes in Leib und Magen über.

Von "leibhaftigen" Erfahrungen sprächen wir nicht umsonst; Abt Eller erklärte: Erfahrungen machten unser Leben zu dem, was es ist; nicht immer seien Erlebnisse mit Erfolg gekrönt, das könne man auch auf einer Fußwallfahrt feststellen. Aber beim Miteinander auf dem Weg trage einer des anderen Last, bekräftigte Abt Eller. Erfahrungen von Kirche könnten ganz verschieden sein. Als wichtige Erfahrung betonte der Prediger die des Wandels und der Verwandlung. Jesus habe seinen Jüngern und uns allen über den Tod hinaus etwas mitgegeben: "Ihr seid nicht allein", bekräftigte Abt Eller. Christen seien verbunden durch das "Sakrament der hl. Eucharistie". Die Erfahrung des Ankommens in der Feier der hl. Eucharistie wollte uns Jesus mit auf den Weg geben: "Tut dies zu meinem Gedächtnis ... und ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."

Text: Roswitha Dorfner, Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

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Einzug der Pilger mit vielen Fahnen, Kreuzen – und viel Freude.
Einzug der Pilger mit vielen Fahnen, Kreuzen – und viel Freude.
Angehörige und Schaulustige begrüßten die Pilger auf dem Kapellplatz.
Angehörige und Schaulustige begrüßten die Pilger auf dem Kapellplatz.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Einzug zur Basilika.
Einzug zur Basilika.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Einzug zur Basilika mit den Wallfahrtsrektoren P. Norbert Schlenker und Prälat Ludwig Limbrunner an der Spitze.
Einzug zur Basilika mit den Wallfahrtsrektoren P. Norbert Schlenker (r.) und Prälat Ludwig Limbrunner an der Spitze.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Kapuzinerpater Br. Georg Greimel und Helfer von den Maltesern beobachten den langen Pilgerzug.
Kapuzinerpater Br. Georg Greimel und Helfer von den Maltesern beobachten den langen Pilgerzug.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Einzug zur Basilika.
Einzug zur Basilika.
Ein Wallfahrer und sein Sohn begutachten die Muttergottes-Fahne.
Ein Wallfahrer und sein Sohn begutachten die Muttergottes-Fahne.
Pilger bei ihren Kreuzen in der Basilika.
Pilger bei ihren Kreuzen in der Basilika.
Klaus Vierlinger mit seinem "Quadrocopter" (siehe Text).
Klaus Vierlinger mit seinem "Quadrocopter" (siehe Text).
Einzug in die Basilika mit der großen Muttergottesstatue.
Einzug in die Basilika mit der großen Muttergottesstatue.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Einzug in die Basilika.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Freudiges "Hallo" beim Einzug.
Pilger bei ihren Kreuzen in der Basilika.
Pilger bei ihren Kreuzen in der Basilika.
Die mitgebrachte Muttergottesstatue in der Basilika.
Die mitgebrachte Muttergottesstatue in der Basilika.
Pilgerrucksack.
Pilgerrucksack.
Rosenkranz am Sanka.
Rosenkranz am Sanka.
Straßenschild für den langen Pilgerweg.
Straßenschild für den langen Pilgerweg.