Altöttinger Liebfrauenbote

Dankwallfahrt des Neupriesters Anton Haslberger nach Altötting

Zum Segen werden

Dankwallfahrt des Passauer Neupriesters: Am 4. Juli feierte Anton Haslberger aus Freising – von Diözesanbischof Stefan Oster am 28. Juni im Dom zu Passau zum Priester geweiht – zusammen mit dem Regens des Bischöflichen Priesterseminars St. Stephan, Dr. Franz Haringer, und Subregens Msgr. Dr. Hans Bauernfeind und vielen Gläubigen aus Altötting und Umgebung in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus eine hl. Messe und spendete im Anschluss den Primizsegen.

Der Neupriester Anton Haslberger spendet den Primizsegen in der Gnadenkapelle.
Der Neupriester Anton Haslberger spendet den Primizsegen in der Gnadenkapelle.

Den Brauch des Primizsegens stellte dann auch Regens Haringer in den Mittelpunkt seiner Predigt und erklärte: Segnen bedeute, dass man öffentlich und feierlich ausdrücke, dass man es gut meine mit einem anderen Menschen und dass man ihm viel Gutes mit auf den Weg geben möchte. Zum Segnen, stellte der Prediger fest, gehörten offensichtlich zwei: "Das Entscheidende beim Segnen kann dann geschehen, wo einer voll Zuneigung spricht und der andere mit offenen Ohren und offenem Herzen empfängt." So segne der Priester die Gläubigen und ähnlich segneten Eltern ihre Kinder, wenn sie ihnen ein Kreuz auf die Stirn zeichneten. Wirklich an sein Ziel komme der Segen letztlich nur, wenn auch der Segnende nicht sich selbst in den Mittelpunkt stelle, sondern nur als Mittel und Werkzeug, als Kanal, das weitergebe, was er selber zuerst empfangen habe. Haringer betonte, dass jeder Segen und jeder Primizsegen letztendlich auf die Quelle des Segens, auf den Herrgott selber verweise: "Jeder der segnet, also heute unser Neupriester, braucht nur zu schöpfen und weiterzugeben aus dieser Segensquelle und aus dieser Segensfülle, die schon in der Welt ist und die niemals versiegen wird." Die segnenden Hände des Auferstandenen blieben für immer wie ein schützendes Dach über der Welt und allen Menschen. Gerade im Segnen werde sich ein Priester immer wieder bewusst, worin seine Identität bestehe: "Er darf mitbauen an der Brücke zwischen Himmel und Erde – er darf durchlässig werden für allen Segen, der in Fülle von oben kommt!"

Nach dem feierlichen Primizsegen am Ende des Dankgottesdienstes zogen der Neupriester, Regens und Subregens, Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl und die übrige Geistlichkeit zur Gnadenkapelle. Auch hier spendete Anton Haslberger nach einem Dankgebet zur Gnadenmutter in und vor der Gnadenkapelle nochmals den Primizsegen.

Text und Foto: Roswitha Dorfner