Altöttinger Liebfrauenbote

Privatquartiersuche zum Katholikentag gestartet

Engerl sucht Herberg

Gastfreundschaft – dieses Thema wird in den kommenden Wochen eine zentrale Rolle in Regensburg spielen. Denn der 99. Deutsche Katholikentag ist auf die oberpfälzische Gastlichkeit dringend angewiesen: 4.000 Menschen möchten die Organisatoren während der fünf Tage vom 28. Mai bis 1. Juni privat unterbringen, in Stadt und Landkreis von Regensburg. Am Freitag, 7. Februar startete die Privatquartierkampagne unter dem Titel "Engerl sucht Herberg". Schirmherr Armin Wolf stellte sie gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Rechtsträgers, Theo Zellner, in der Regensburger Altstadt vor.

Präsentieren das Kampagnenplakat: Sponsor Albert Wimber, Unterstützerin Tanja Schweiger, Schirmherr Armin Wolf, Vorsitzender des Rechtsträgers, Theo Zellner.
Präsentieren das Kampagnenplakat: (von links) Sponsor Albert Wimber, Unterstützerin Tanja Schweiger, Schirmherr Armin Wolf, Vorsitzender des Rechtsträgers, Theo Zellner.

"Regensburg ist eine gastfreundliche Stadt, und das wird auch der Kampagne zugutekommen", ist Zellner überzeugt. Er appellierte an die Regensburger in Stadt und Landkreis, ihre Türen zu öffnen, um die "heimatliche Atmosphäre der Oberpfalz" in alle Welt zu tragen. Schließlich sei nicht einmal ein Gästezimmer nötig – ein einfaches Bett und ein kleines Frühstück genügten, um ein wichtiges Zeichen der Gastfreundschaft zu setzen. Außerdem könne auch der Gastgeber etwas gewinnen: "Wer ein Bett gibt, gibt nicht nur ein Bett, sondern gewinnt vielleicht auch einen Freund", stellte Zellner in Aussicht. Seine persönliche Erfahrung zeige, dass schon oft zwischen Gastgebern und Gästen bleibende Freundschaften entstanden seien.

Die ersten zwei Betten sind bereits sicher: Schirmherr Armin Wolf stellte noch in der Pressekonferenz sein Gästezimmer für den Katholikentag zu Verfügung. Der Sportchef des Funkhaus Regensburg begründete sein Engagement mit dem Bibelzitat "Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt", das der Kampagne zugrunde liegt. "Die Kampagne zeigt, wie einfach es ist, Nächstenliebe und Gastfreundschaft zu zeigen." Um die Bettenkampagne in den nächsten Wochen in der Region publik zu machen, drehte Wolf einen eigenen Werbespot, der unter anderem in Regensburger Kinos und bei großen Sportveranstaltungen laufen wird. Auch viele Regensburger Sportvereine werden Werbung für die Bettenkampagne machen, versprach Wolf: "Der regionale Sport steht hinter unserer Kampagne."

Die Privatquartiere werden vor allem für ältere Menschen, Familien und Menschen mit Behinderung benötigt. 350 Ehrenamtliche aus über 90 katholischen Pfarreien machen sich ab sofort auf den Weg, um nach Gottesdiensten, auf dem Marktplatz oder durch Hausbesuche Privatquartiere zu finden. Dabei ist die ökumenische Zusammenarbeit von großer Bedeutung. "Wir suchen nicht nur katholische Betten, Gastfreundschaft kennt keine Konfessionen", erklärt Dr. Martin Stauch, Geschäftsführer des Katholikentags. Die Organisatoren stellen dabei sicher, dass nur vertrauenswürdige Gäste die Privatquartiere nutzen: alle Gäste sind in der Geschäftsstelle des Katholikentags namentlich bekannt, registriert und versichert.

Text: Silke Jäger, Foto: Katholikentag

Wer eine Schlafgelegenheit zur Verfügung stellen möchte, kann sich melden unter der Telefonnummer 0941 584390290, per E-Mail an betten@katholikentag.de oder online unter www.katholikentag.de/betten.