Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Seit Ende März/Anfang April ist nun langsam aber sicher die Wallfahrtssaison in Altötting gestartet und nicht wenige Pilger freuten sich vor allem über mildes, sonniges Frühlingswetter. – Impressionen einiger Wallfahrten:

Herzensfreude – Fußwallfahrt aus Kelheim

Herzlich Willkommen hieß der Guardian und zweite Wallfahrtsrektor, Kapuzinerpater Norbert Schlenker, mit Kapuzinerpater Alexander Mathadil die Kelheimer Fußwallfahrer, allen voran den geistlichen Begleiter, Pfarrer Markus Meier. Am 5. April um 6 Uhr morgens marschierte die Pilgergemeinschaft von Massing aus nach Altötting – organisiert von Therese Krückl vom katholischen Frauenbund. "Ankommen", so erklärte Pfr. Meier beim Pilgergottesdienst in der Stiftspfarrkirche, sei immer ein Grund zur Freude. Sich mit Freude im Herzen auf den Weg zu machen zur Gnadenmutter in die Herzkammer Bayerns, um fürbittend die Barmherzigkeit Gottes zu erbitten, sei letztendlich das große Pilgerziel.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Wie Gott will – vierte Bahnpilger-Wallfahrt, organisiert von BR und Pilgerbüro

Kapuzinerpater Br. Berthold Oehler, Guardian von St. Konrad, empfahl den 70 Bahnpilgern, die am 12. April mit dem Zug von München nach Heiligenstatt unterwegs waren und dann die letzten sieben Kilometer den Kreuzweg zu Fuß nach Altötting marschierten: auf dem Glaubensweg unseres Lebens sollten wir innehalten, "Gottes Wort hören und nach dem Wort des hl. Bruders Konrad 'Wie Gott will!' unser Leben ausrichten". Es war heuer die vierte Bahnpilger-Wallfahrt, mit dabei waren auch Vertreter des Bayerischen Rundfunks (Bayern I), wie Organisatorin Irmgard Jehle vom Bayerischen Pilgerbüro berichtete. Zusammen mit Prälat Josef Obermaier feierten die Pilgerabschließend im Kongregationssaal Gottesdienst.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Pilgernachwuchs – Fußwallfahrt aus Hofkirchen

Über Pilgernachwuchs braucht sich Pilgerleiter Josef Rohrmeier keine Sorgen machen. Bei der 69. Fußwallfahrt aus Hofkirchen, die am Palmsonntag, 13. April, das Pilgerziel erreichte, war auch Familie Ganslmeier aus Ergoldsbach mit den Zwillingen Elena und Viktoria dabei (zumindest das letzte Stück mit Kinderwagen). Besonders freute sich der Pilgerleiter, dass dieses Jahr auch seine Kinder mitgepilgert waren. Mit dem Gebet "O Maria wir grüßen dich, 33.000 Mal, vielleicht ist's heut das letzte Mal!", zogen die Pilger zum Kapellplatz. Mit Beginn der Heiligen Woche, so Wallfahrtsrektor Administrator Prälat Ludwig Limbrunner, würde dieses Gebet auch an den Tod Jesu erinnern. Aber neben Leid und Sterben klinge die Auferstehungsfreude im Beten und Singen der Pilger mit und werde bewusst hereingetragen an den Gnadenort. Der Heiland begleite uns stets auf unserem Pilgerweg des Glaubens, "Vergelt's Gott für euer Glaubensbekenntnis in der Kirche von heute!"
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Nachtwallfahrt – Pilger aus Schonstett

Um 0.30 Uhr war Abmarsch in Schonstett bei Wasserburg – 26 Wallfahrtsteilnehmer machten sich auf zum Gnadenort nach Altötting. Unterwegs gesellte sich immer wieder „Pilgerzuwachs“ dazu, sodass schließlich 35 Fußwallfahrer am frühen Samstagnachmittag, 12. April, die Pilgerstätte Unserer Lieben Frau erreichten. Pilgerleiter Rudi Schönfisch berichtete, dass die Schonstetter Fußwallfahrt bereits seit 1958 bestehe. Auf der letzten Wegstrecke um die Gnadenkapelle hat auch die kleine Anna ihre Mama begleitet (Bild rechts). Am Vorbild des hl. Bruders Konrad sollten wir unser Leben ausrichten, in Freud und Leid des Lebens den Willen Gottes erkennen, empfahl Kapuzinerbruder Ludwig Wörle, der die Fußpilger herzlich begrüßte.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zünftige Fußwallfahrt – "Hüttenkumpels" aus Tittmoning

Dass es auf einer Fußwallfahrt nach Altötting auch zünftig zugehen kann, bewies eine Burschentruppe aus Tittmoning: die "Hütten-Freunde", wie sie sich nannten. Mit Palmbuschen geschmücktem Leiterwagerl und auch einigen Tragerl Bier "bewaffnet", waren sie am Kapellplatz anzutreffen: Sie kämen immer am Palmsonntag nach Altötting, wie sie offen erzählten. Fußwallfahrt macht bekanntlich durstig, ob vom vielen Beten oder vom warmen Frühlingswetter auf dem Weg zum "Herzen Bayerns"? Was sich auf dem Weg nach Altötting alles ereignet hat, ist nicht bekannt, da es den jungen Männern furchtbar pressiert hat zum Altöttinger Bahnhof: denn der Heimweg wurde etwas bequemer per Zug angetreten.
Text und Foto: Roswitha Dorfner