Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder der Bahn – nach den heißen Sommertagen kommen im September traditionell wieder mehr Wallfahrer nach Altötting. Einige der Gruppen hat auch der "Bote" begrüßt...

Kinder beten mit dem Papst

Am 7. September umrundete die KAB-Kindergruppe aus Hilpoltstein unter dem Geläut der Altöttinger Kirchenglocken die Gnadenkapelle und machte dort eine kurze Statio. Unter der Leitung von Ute Endres, Maria Müller, Liselotte Zahner und Franz Tauschek waren die 15 Kinder, Erstkommunionkinder, Firmlinge und Ministranten heuer zum vierten Mal zur Gnadenmutter gepilgert, vorangetragen das Kreuz und Muttergottesbild. Kapuzinerpater Ludwig Wörle dankte den Kindern fürs Kommen und gemeinsam beteten sie zur Gottesmutter, der Königin des Friedens. Denn für diesen Tag hatte Papst Franziskus zum gemeinsamen Friedensgebet aufgerufen. Als Wallfahrtshöhepunkt nahmen die Kinder abends bei der Lichterprozession teil und beteten gemeinsam mit den anwesenden Altöttingern und Pilgern bei der Vigil vor dem ausgesetzten Allerheiligsten in der Stiftspfarrkirche um den Weltfrieden. Wie uns Frau Zahner mitteilte, hatte die Kinder besonders die Anbetung in der Stiftspfarrkirche beeindruckt und die Schicksale der Kinder in Syrien sehr nachdenklich gemacht.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Treue Pilger aus Franken

Unter der bewährten Leitung von Irene Schumm und der geistlichen Begleitung von Prälat Luitgar Göller erreichte der Pilgerzug aus Bamberg mit über 200 Teilnehmern den Gnadenort. Feierlich war der Einzug am 7. September über den Kapellplatz unter den Klängen der Musikkapelle aus Amlingstadt. P. Rigobert Buchschachner sagte den Pilgern ein herzliches Grüß Gott. Die Gottesmutter Maria weise uns den Weg zu Christus, erinnerte er. "Am Fest Mariä Geburt, feiern wir mit der Mutter des Herrn Geburtstag, ein Fest das froh macht!" Jeder Geburtstag, so P. Rigobert abschließend, sei mit festlicher Stimmung verbunden. Auch der Aufenthalt am Gnadenort solle froh machen, dies könnten wir am besten zum Ausdruck bringen in gläubiger Gemeinschaft mit Gebet und Liedern und zum Dank und Lobpreis an die Gottesmutter. Froh gemacht hat die Pilger sicherlich auch die sonntägliche Ausflugsfahrt zum Chiemsee und zum Passionsspiel Erl.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Ersatztermin

Eigentlich wär der Termin für die 9. Radwallfahrt des KDFB (Katholischen Deutschen Frauenbund) Pfaffenhofen für Sonntag, 28. Juli angesetzt gewesen. Wegen der großen Hitzewelle im Juli und August hatten die Frauen, allen voran Organisatorin Elfriede Hollerauer (im ersten Bild rechts), auch auf ärztlichen Rat hin entschieden, die Radwallfahrt nach Altötting zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. "Wir sind halt doch vorwiegend älteres Semester", war ihr trockener humorvoller Kommentar. Am 1. September lösten die Frauenbund-Damen ihr Versprechen ein und umrundeten gegen 9.30 Uhr nach zweitägiger, 127 km langer Pilgerstrecke, das Heiligtum Unserer Lieben Frau. Sie nahmen an einer hl. Messe teil undan einer Andacht in und vor der Gnadenkapelle. Dabei spielte Josefine Kettner mit der Mundharmonika zur Ehre Mariens "den Engel des Herrn" und "Hast du dort droben vergessen auf mich...!" Bis auf ein wenig Regen am Sonntagvormittag haben es die Radpilgerinnen aber mit dem Wetter eindeutig besser erwischt!
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zufälle gibt’s

Die Altöttinger Kirchenglocken läuteten am 1. September den 48 Radpilgern aus Beratzhausen-Oberpfraundorf zum Gruß, einbegleitet zum Kapellplatz von Kapuzinerpater Ludwig Wörle. Tags zuvor hatten sich die Pilger aus der Oberpfalz, unter der bewährten Leitung von Barbara Wittmann und zusammen mit dem Liturgieausschuss der Pfarrei, zum 9. Mal auf den 180 km langen Weg nach Altötting aufgemacht. Mit einer kurzen Statio vor der Gnadenkapelle und Abschlussgebet von Pfarrreferentin Barbara Fischer wurden die Radpilger offiziell verabschiedet. Am Rande bemerkt: Als Wallfahrtsteilnehmer Karl Perras aus Kemnathen mit seiner Frau, beide Teilnehmer der Radwallfahrt, zum Vorplatz der Gnadenkapelle fuhren, gab's ein großes Hallo und Gelächter: denn dort stand der gute Bekannte Anton Steinberger aus dem oberpfälzischen Wissing – nur 4 km vom Wohnort entfernt –, der zusammen mit seiner Frau, genau am selben Tag eine Wallfahrt mit dem Auto nach Altötting unternommen hatte. Die Welt ist klein, wie man so schön sagt und Zufälle gibt's immer wieder.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner